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07.01.2015

17:41 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt 2015 erstmals im Plus

Ein frohes neues Jahr? Für die Börsianer ist das bislang nicht in Sicht. Vor allem der immer stärker taumelnde Ölpreis beunruhigt die Aktienmärkte. Trotzdem konnte der deutsche Leitindex am Mittwoch leicht zulegen.

Börse am Mittag

Dax auf Erfolgskurs

Börse am Mittag: Dax auf Erfolgskurs

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FrankfurtWenige Minuten vor dem Börsenstart in den Mittwoch war es soweit: Der Preis für die weltweit wichtigste Ölsorte Brent ist erstmals seit Mai 2009 wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 50 Dollar gefallen. Ein Barrel (Fass zu 159 Liter) verbilligte sich um 2,3 Prozent auf 49,95 Dollar und kostete damit nur noch etwa halb so viel wie im Sommer.

Die Anleger ließen sich davon jedoch nicht allzu sehr beunruhigen: Nach verlustreichem Handel in den vergangenen Tagen schloss der Leitindex mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 9518 Punkten. In der zweiten Reihe zeigte sich ein ähnliches Bild: Der MDax gewann 0,8 Prozent auf 16.841 Zähler, der Tecdax rückte 0,5 Prozent auf 1368 Stellen vor.

Die Performance von Dax, S&P-500 & Co.

Athex (Griechenland)

Ein Jahr: - 28,9 Prozent
Drei Jahre: 21,4 Prozent
Fünf Jahre: - 62,4 Prozent

Bovespa (Brasilien)

Ein Jahr: - 2,9 Prozent
Drei Jahre: - 11,9 Prozent
Fünf Jahre: - 27,1 Prozent

BUX (Ungarn)

Ein Jahr: - 10,4 Prozent
Drei Jahre: - 2,0 Prozent
Fünf Jahre: - 21,6 Prozent

CSI 300 (China)

Ein Jahr: + 51,7 Prozent
Drei Jahre: + 50,6 Prozent
Fünf Jahre: - 1,2 Prozent

Dax (Deutschland)

Ein Jahr: + 2,7 Prozent
Drei Jahre: + 66,2 Prozent
Fünf Jahre: + 64,6 Prozent

MSCI Emerging Markets

Ein Jahr: - 4,6 Prozent
Drei Jahre: + 4,4 Prozent
Fünf Jahre: - 4,0 Prozent

MSCI World

Ein Jahr: + 2,9 Prozent
Drei Jahre: + 44,6 Prozent
Fünf Jahre: + 46,4 Prozent

NZX 50 (Neuseeland)

Ein Jahr: + 17,6 Prozent
Drei Jahre: + 70,0 Prozent
Fünf Jahre: + 72,4 Prozent

PSI 20 (Portugal)

Ein Jahr: - 26,8 Prozent
Drei Jahre: - 12,7 Prozent
Fünf Jahre: - 43,3 Prozent

RTS (Russland)

Ein Jahr: - 45,2 Prozent
Drei Jahre: - 42,8 Prozent
Fünf Jahre: - 45,3 Prozent

S&P-500 (USA)

Ein Jahr: + 11,4 Prozent
Drei Jahre: + 63,7 Prozent
Fünf Jahre: + 84,6 Prozent

TA-25 (Israel)

Ein Jahr: + 10,2 Prozent
Drei Jahre: + 35,0 Prozent
Fünf Jahre: + 27,9 Prozent

Spekulationen auf eine baldige Ausweitung der ohnehin schon ultra-lockeren Geldpolitik der EZB haben die europäischen Aktienmärkte offenbar nach oben getrieben. Auslöser für die Spekulationen sind die rückläufigen Preise in der Euro-Zone. Die Lebenshaltungskosten sanken im Dezember zum Vorjahr um 0,2 Prozent, wie das Europäische Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Experten hatten nur mit einem Minus von 0,1 Prozent gerechnet.

„Daher dürfte die EZB in den nächsten Wochen mit einer Ausweitung ihrer Anleihenkäufe reagieren“, schrieb Postbank-Analyst Thilo Heidrich in einem Kommentar. Sie würde damit einen Anreiz bieten, dass Banken die Papiere abstoßen und im Gegenzug mehr Geld zur Kreditvergabe zur Verfügung haben.

Damit könnte die maue Konjunktur angekurbelt und letztlich die Inflationsrate nach oben getrieben werden. Die EZB entscheidet das nächste Mal am 22. Januar über ihren geldpolitischen Kurs.

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Die Lage auf dem Ölmarkt bleibt unterdes ungewiss: „Die Stimmung an den Rohölmärkten ist so schlecht wie seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise nicht mehr“, schrieb NordLB-Analyst Frederik Kunze in einem Kommentar.

„Die Marke von 40 Dollar je Barrel Rohöl scheint für immer mehr Marktteilnehmer kein absolutes Extremszenario mehr zu sein.“ Vor allem die erwartete Abkühlung der Konjunktur in den Schwellenländern mache dem Ölpreis zu schaffen, fügte Kunze hinzu. Nobuyuki Nakahara, ehemaliges Vorstandsmitglied der Bank von Japan und ehemaliger Manager in der Ölindustrie, hält sogar einen Rückgang auf bis zu 20 Dollar je Barrel für möglich.

Eine Entspannung der Lage ist bislang jedenfalls nicht in Sicht. Einer Prognose der Internationalen Energieagentur vom Dezember zufolge wird sich das Überangebot in der ersten Jahreshälfte 2015 auf zwei Millionen Barrel täglich vergrößern. Gleichzeitig senkten die Experten ihre Prognose für das Nachfragewachstum um 230.000 auf 900.000 Barrel pro Tag.

Kommentare (15)

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Herr Edgar Cayce

07.01.2015, 08:41 Uhr

Vorsicht, Mittwoch ist ein besonders gefährlicher Börsentag. Dicht gefolgt von Montag,Dienstag, Donnerstag und Freitag.

Das mediale Fähnchen scheint sich wieder zu drehen. Bis letzte Woche waren Aktien noch "alternativlos", "Anleihenersatz in der Niedrigzinsphase" und "günstig bewertet" etc. und jetzt droht wieder eine heftige Korrektur wegen den bösen Griechen.

Langfristig ist das bedeutungslos. In 2-3 Jahren wird man zurückschauen und sich ärgern, keine Ölaktien gekauft zu haben.

Herr Peter Delli

07.01.2015, 08:51 Uhr

Hab ich, Shell mit ca.25E Dividende 5%in USD.

Account gelöscht!

07.01.2015, 09:00 Uhr

"Hab ich, Shell mit ca.25E Dividende 5%in USD"

Schön das Sie an mein Unternehmen glauben.
Ich habe Shell komplett gekauft und bin jetzt ein Ölscheich.

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