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07.10.2013

17:53 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt am Montag im Minus

Eine Lösung im Streit um die US-Staatsfinanzen ist nach wie vor nicht in Sicht. Das blieb am Montag nicht ohne Folgen an der Börse. Für den deutschen Leitindex ging es erst einmal abwärts.

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FrankfurtDer weiter schwelende US-Haushaltsstreit hat den deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn belastet. Der Dax rutschte am Montag um 0,4 Prozent auf 8591 Zähler ab, der EuroStoxx verlor 0,3 Prozent und auch der MDax sank um 0,1 Prozent ins Minus.

„Bis auf weiteres prägt die US-Politik das Kursgeschehen“, fasste Analyst Gregor Kuhn von IG Markets zusammen. Die Regierung in Washington steuert auf eine Zahlungsunfähigkeit zu, da sich Republikaner und Demokraten bislang nicht auf einen neuen Haushalt und die Anhebung der gesetzlichen Schuldenobergrenze von derzeit 16,7 Billionen Dollar einigen konnten. Auch an der Wall Street gaben die Kurse bis zum Handelsschluss hierzulande überwiegend nach.

Fakten zum Dax

Fakt 1

Der Dax führt den Index der „Börsen-Zeitung“ fort. Basis der Indexberechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Die historische Zeitreihe reicht bis 1959 zurück.

Fakt 2

Dem Dax gehören die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse an.

Fakt 3

Der Dax wird als Performance-Index berechnet und unterscheidet sich so wesentlich vom Dow-Jones-Index für die US-Standardwerte, in dem die Aktien nicht gewichtet sind.

Fakt 4

Das Gewicht einer Aktie bemisst sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung der im Index enthaltenen Werte.

Fakt 5

Wichtigstes Kriterium für die Dax-Aufnahme sind der Wert des Unternehmens an der Börse (Marktkapitalisierung) und der Börsenumsatz. Jeweils zu Monatsbeginn erstellt die Börse eine Rangliste für Börsenumsatz und Marktkapitalisierung. Diese dient auch dem Arbeitskreis Aktienindizes als Entscheidungsgrundlage bei der Überprüfung des Index. Daneben werden unter anderem auch der Streubesitz oder die Sektorenzugehörigkeit berücksichtigt.

Fakt 6

Bei Dividenden- oder Bonuszahlungen wird die Indexberechnung um den Betrag der Barausschüttung korrigiert. Ähnliches gilt bei Kapitalmaßnahmen.

Fakt 7

Zur Dax-Familie zählen für die Nebenwerte der MDax und für die Kleinwerte der SDax, denen je 50 Werte angehören. Zudem gibt es den TecDax mit 30 Technologieaktien.

Fakt 8

Die Zusammensetzung des Dax wird einmal jährlich im September vom Arbeitskreis Aktienindizes überprüft. Diesem gehören die Deutsche Börse und Banken aus dem In- und Ausland an. Der Arbeitskreis tagt vier Mal im Jahr: im März, Juni, September, Dezember. Dabei überprüft er vor allem die Zusammensetzung der übrigen Indizes.

Fakt 9

Der Dax wird auf Basis der Xetra-Kurse von 9.00 bis 17.30 Uhr sekündlich berechnet. Danach gibt es einen L-Dax, der die Kursentwicklung an der bis 20.00 Uhr offenen Parkettbörse abbildet.

„Wäre erst einmal klar, dass Gläubiger der Vereinigten Staaten von Amerika zu Geiseln im parteipolitischen Hickhack genommen werden, wäre der Nuklearblitz da“, warnte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. „Denn wenn Amerikas Politiker erst einmal diese Hemmschwelle überschritten hätten, wäre kaum anzunehmen, dass sie noch irgendein Tabu kennen.“

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Die US-Haushaltskrise belastet die Börsen, die Insolvenz eines Fernsehherstellers reißt dessen Aktien ins Bodenlose. Andere Titel werden von Analysten geprügelt. Doch es gab auch verblüffende Kurssprünge nach oben.

Vor diesem Hintergrund nahmen einige Anleger Kurs auf die als sicher geltenden Staatsanleihen - auch denen aus den USA, was zeigt, dass die Anleger nicht wirklich mit einer Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung rechnen. Der Bund-Future, der auf der zehnjährigen Bundesanleihe basiert, legte 34 Ticks auf 140,30 Punkte zu.

Der Dollar behauptete sich zum Euro nur knapp, so dass ein Euro mit 1,3570 Dollar etwas mehr als am Freitagabend kostete. Am Rohstoffmarkt hinterließ die Furcht vor den Folgen des US-Haushaltsnotstandes für die Weltwirtschaft Spuren.

Da viele eine nachlassende Nachfrage nach Öl und Industriemetallen erwarten, gaben die Preise für Rohöl und Kupfer nach. Gold und Silber profitierten dagegen von ihrer Funktion als sichere Anlagehäfen und verteuerten sich um ein beziehungsweise drei Prozent.

Kommentare (23)

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Programmierer

07.10.2013, 09:33 Uhr

UP, UP & AWAY.

Programmierer

07.10.2013, 10:09 Uhr

Voll dabei aber nicht mit Daxcalls. Allianz ist mir lieber als Index. Bei einer Einigung im Haushalt sind 200 % drin, zur Not allerdings gibt es Stopps welche die Verlste begrenzen können. Der Haushaltsstreit wird beendet nur eine Frage der Zeit

verwunderlich

07.10.2013, 10:55 Uhr

jetzt wo die DAX-Calls so billig sind, spielen sie nicht mehr mit. Verwunderlich, da die Systeme doch auf UP programmiert sind (zumindest laut ihrer Meinung seit Wochen)

Haben Sie das System offenbar doch nicht verstanden?

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