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06.11.2012

17:58 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt am US-Wahltag im Plus

Die US-Präsidentschaftswahlen versprechen spannend zu werden. Ob Obama oder Romney das Rennen machen wird, ist den Finanzmärkten allerdings weitgehend egal. Viel wichtiger ist die neue Stimmverteilung im US-Kongress.

Optimismus bei den Anlegern am Tag der US-Wahlen - Dax zieht an

Video: Optimismus bei den Anlegern am Tag der US-Wahlen - Dax zieht an

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FrankfurtAm Tag der US-Wahlen macht sich im Dax leichter Optimismus breit. Der Index schloss rund 0,7 Prozent fester bei 7.378 Punkten. Die zweite Reihe beendete den Handelstag ebenfalls erfolgreich. Der MDax verzeichnete mit 11.656 Punkten ein Plus von 0,8 Prozent und der TecDax legte um 0,9 Prozent zu auf 813 Zähler.

In Anbetracht der geringen Umsätze darf der heutige Handelstag allerdings nicht überbewertet werden. Die Börsianer sind sich einig, dass die heutigen Kursgewinne nur eine Momentaufnahme sind. Verantwortlich für diese Kurzlebigkeit im Börsenhandel ist die Präsidentschaftswahl in den USA. Viele Anleger blieben wegen der Wahlen dem Handel fern. Sie wollen lieber auf das Ergebnis warten, bevor sie wieder voll einsteigen.

An den US-Börsen hielt sich die Beteiligung der Aktionäre ebenfalls in Grenzen. Der Dow Jones kam am Abend bei einem Kurs von 13.214 Punkten auf ein Plus von 0,8 Prozent, der S&P 500 kletterte um 0,6 Prozent und der Nasdaq-100 notierte 0,2 Prozent fester.

Romneys Top-Spender

Platz 1

Goldman Sachs: 0,99 Millionen US-Dollar

Platz 2

Bank of America: 0,92 Millionen US-Dollar

Platz 3

Morgan Stanley: 0,83 Millionen US-Dollar

Platz 4

JP Morgan Chase & Co.: 0,79 Millionen US-Dollar

Platz 5

Credit Suisse: 0,62 Millionen US-Dollar

"Vor den Ergebnissen der US-Wahlen lässt sich kaum ein Marktteilnehmer aus der Reserve locken", schrieben die Analysten der Metzler Bank in einem Kommentar. "Amerika steht voraussichtlich vor einem der knappsten Wahlausgänge seiner jüngeren Geschichte." Händler sagten, wer sich jetzt noch deutlich für oder gegen eine Branche positioniere, gehe eine Wette auf den Wahlausgang ein.

Zwischen Amtsinhaber Obama und seinem republikanischen Herausforderer Romney zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum letzten Moment ab. In landesweiten Umfragen liegen die Rivalen praktisch gleichauf. In den wahlentscheidenden Schlüsselstaaten hat der Demokrat aber leichte Vorteile.

Obamas Top-Spender

Platz 1

University of California: 1,08 Millionen US-Dollar

Platz 2

Microsoft: 0,76 Millionen US-Dollar

Platz 3

Google: 0,74 Millionen US-Dollar

Platz 4

US-Regierung: 0,62 Millionen US-Dollar

Platz 5

Harvard University: 0,60 Millionen US-Dollar

Für die Börsen ist allerdings nicht die Wahl des kommenden US-Präsidenten relevant, sondern vielmehr die Stimmverteilung im Kongress. Denn diese ist entscheidend für den Handlungsspielraum des künftigen Mannes im Weißen Haus. "Das beste Szenario wäre eine komfortable Mehrheit für den Präsidenten in Senat und Repräsentantenhaus", sagt Bertrand Lamielle, Chef-Vermögensverwalter bei B*Capital. Damit wäre die Gefahr geringer, dass sich die USA in eine Sackgasse manövrieren und Investoren abschrecken.

Obama landet in Chicago

Video: Obama landet in Chicago

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Die große Angst der Börsianer ist, dass die alte Konstellation im Repräsentantenhaus und im Senat bestehen bleibt. Denn die Aufteilung zwischen der Mehrheit der Republikaner im Repräsentantenhaus und das Übergewicht der Demokraten im Senat, dürfte laut Analysten beim Thema Schuldenabbau weiter zu einer Blockadepolitik führen.

Nach den meisten Umfragen dürfte sich an diesem Kräfteverhältnis jedoch wenig ändern. Dabei steht gleich nach der Wahl ein neuer Härtetest an: Bis Januar müssen sich Präsident, Senat und Repräsentantenhaus auf Kompromisse in der Steuer- und Haushaltspolitik einigen, sonst treten massive Ausgabekürzungen in Kraft und laufen zeitgleich eine Reihe von Steuervergünstigungen aus. Dies könnte die weltgrößte Volkswirtschaft über die Haushaltsklippe (Fiscal Cliff) in die Rezession stürzen.

Die Dividenden-Aristokraten in den USA

Mc Donald's

Branche: Gastronomie
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 27,4 Prozent
Dividendenrendite 2013: 3,1

Fedex

Branche: Logistik
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 26,6 Prozent
Dividendenrendite 2013: 0,6 Prozent

Nike

Branche: Sportartikel
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 19,2 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,5 Prozent

IBM

Branche: IT
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 18,1 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,6 Prozent

Colgate-Palmolive

Branche: Konsumgüter
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 12,9 Prozent
Dividendenrendite 2013: 2,3 Prozent

Johnson & Johnson

Branche: Pharma
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 12,4 Prozent
Dividendenrendite 2013: 3,5 Prozent

Coca Cola

Branche: Konsumgüter
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 10,1 Prozent
Dividendenrendite 2013: 2,8 Prozent

Quelle: DZ Bank

Bei den Einzelwerten bestimmen vor allem Quartalsberichte das Geschehen. Bei den meisten Konzernen deuten die Zahlen bereits jetzt an, dass die kommenden Quartale besonders schwierige werden könnten. Das geht auch aus der Halbzeitanalyse der Dax-Quartalszahlen hervor, die die Wirtschaftsprüfer und -berater von Ernst & Young am Dienstag erstellten. Demnach kämpfen die deutschen Börsenschwergewichte mit Schwächen beim Gewinn. Trotz klar wachsender Umsätze wirft das laufende Geschäft spürbar weniger Ertrag ab und drückt die Margen. Das Umsatzwachstum geht von in Summe 14 Prozent eindeutig auf Kosten der Profitabilität, denn die zusammengerechneten Gewinne gaben um neun Prozent nach.

Kommentare (14)

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Account gelöscht!

06.11.2012, 07:37 Uhr

Hoffentlich kommt mal ein bissl mehr Bewegung in den Drecksmarkt rein.
Grässlich dieser Markt ohne News, Volumen und Volatilität, um als Swing- und Alert-Trader auf seinen Tagesschnitt von 3.500 - 5.000 € zu kommen.

sdff

06.11.2012, 08:47 Uhr

so ein blödsinn,donnerstag gings hoch,freitag runter,gestern hoch...da interssiert keinen die Wahl.rumgezocke...und das ist auch gut so

Holzbirne

06.11.2012, 10:20 Uhr

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