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20.07.2016

17:57 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt auf höchstem Stand seit Brexit-Referendum

Der Spuk am Aktienmarkt mit deutlichen Kursverlusten ist bereits nach einem Tag wieder vorbei. Vor allem zwei Aktien zogen den deutschen Leitindex am Mittwoch in unerwartete Höhen.

Börse am Abend

VW an der Spitze des Dax

Börse am Abend: VW an der Spitze des Dax

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FrankfurtPositive Geschäftszahlen von Konzernen wie SAP oder Volkswagen haben Anleger am Mittwoch in die Aktienmärkte zurückgelockt. Dax und Euro Stoxx 50 gewannen jeweils mehr als ein Prozent auf 10.142,01 und 2966,95 Punkte.

An der Wall Street markierte der Dow Jones mit 18.622,01 Punkten zum siebten Mal in acht Tagen ein Rekordhoch. Auch ihm gaben ermutigende Firmenbilanzen Schub. „Damit sich die Rally fortsetzt, müssen wir aber eine ständige Verbesserung der Gewinne und der Wirtschaftsaktivität sehen“, betonte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensverwalter First Standard Financial.

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Der deutsche Softwareanbieter SAP verdiente im zweiten Quartal operativ 1,5 Milliarden statt der von Analysten vorhergesagten 1,45 Milliarden Euro. „SAP hat gezeigt, dass die Anleger vor den Folgen des Brexit-Votums gar nicht so viel Angst haben müssen“, sagte ein Börsianer.

Firmenchef Bill McDermott bezeichnete seine Firma in einem Reuters-Interview sogar als Profiteur des geplanten Ausstiegs Großbritanniens aus der EU. „SAP war nie in einer besseren Position.“ Für die Anpassung an das neue Umfeld bräuchten Unternehmen neue Software. Die Aktien des Walldorfer Konzerns stiegen auf ein Rekordhoch von 76,08 Euro und schlossen 5,7 Prozent fester bei 75,72 Euro.

Mit Erleichterung reagierten Investoren auf die Zwischenbilanz von Volkswagen. Die Aktien stiegen um sechs Prozent, da der Autobauer trotz „Dieselgate“ eines der besten Quartale seiner Geschichte verbuchte. Dank einer Erholung des Geschäfts der Kernmarke VW stieg das operative Ergebnis um ein Fünftel auf 7,5 Milliarden Euro. Die für die Aufarbeitung der Affäre um manipulierte Abgaswerte bislang beiseite gelegten 16,2 Milliarden Euro seien zwar noch nicht das Ende der Fahnenstange, betonte Andrew Edwards, Chef des Brokerhauses ETX Capital. „Aber zumindest hat VW das notwendige Geld, um mit dem Problem fertig zu werden.“

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