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21.02.2017

18:09 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt auf höchstem Stand seit zwei Jahren

Beflügelt vom schwächeren Eurokurs und positiven Stimmungsindikatoren ging es für den Dax am Dienstag aufwärts, auch wenn die 12.000-Punkte-Markte unerreicht blieb. Auch für die Nebenwerte ging es hoch hinaus.

Börse am Abend

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FrankfurtDer deutsche Aktienmarkt kann am Dienstag an seinen positiven Wochenauftakt anknüpfen. Für Unsicherheit sorgen aber weiter die griechische Schuldenkrise, die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump sowie die Lage in Frankreich vor den Präsidentschaftswahlen. Der Dax schloss 1,2 Prozent höher auf 11.968 Punkten. Das ist der höchste Stand seit zwei Jahren. Zwischendurch schoss der Index auf bis zu 11.988 Punkte nach oben – gerade einmal zwölf Punkte von der „magischen“ 12.000-Punkte-Marke entfernt.

Die besten Anlagen 2016

Zucker

Die Preise vieler Agrarrohstoffe sind 2016 deutlich gestiegen. Am deutlichsten stieg der Preis für Rohrzucker – auch wenn über die Hälfte der Performance seit dem Herbst wieder abgeschmolzen ist. Wer an den Terminbörsen zu Jahresbeginn 100.000 Euro in Zucker anlegte, hat jetzt 132.950 Euro auf dem Konto. Grund für den Anstieg sind Aussichten auf eine sinkende Produktion. Ähnlich ist es bei Kaffee, Baumwolle und Kakao. Ein höheres Angebot ließ dagegen die Preise für Mais und Weizen fallen.

Aktien Russland

Vom Absturz zu Beginn des Jahres erholten sich sowohl der Leitindex Micex als auch der Rubel deutlich. Hauptgründe dafür sind der steigende Ölpreis und nach der Trump-Wahl die Hoffnung auf ein besseres politisches Verhältnis zwischen den USA und Russland. Aus 100.000 in Russland angelegten Euro wurden so im vergangenen Jahr 152.950 Euro. Zum Vergleich: Aus 100.000 angelegten Euro wurden im amerikanischen Dow Jones - inklusive des Dollar-Anstiegs - „nur“ 116.140 Euro, im deutschen Dax waren es 106.780 Euro und im Euro Stoxx 50 der Standardwerte im Euro-Raum 100.770 Euro.

Öl

Der weitere Verfall des Ölpreises schockte die Anleger zu Jahresbeginn. Bis auf das Zwölfjahrestief von 27 Dollar fiel der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Bren bis zum Februar. Er erholte sich aber deutlich, in der Hoffnung darauf, dass die Ölstaaten die Fördermengen begrenzen. was sie Ende 2016 tatsächlich machten. Aus 100.000 in Öl-Terminkontrakte investierten Euro wurden bis am Jahresende 161.080 Euro.

Zink

Zink war 2016 der Rohstoff mit dem höchsten Preisanstieg. Im vergangenen Jahr stieg der Preis von Zink, das vielfach in der Industrie eingesetzt wird in Euro gerechnet um 62,84 Prozent.

Aktien Kasachstan

Das zentralasiatische Land ist der zweitgrößte Ölexporteur im postsowjetischen Raum und profitierte damit deutlich vom seit Mitte Februar wieder gestiegenen Ölpreis. Wer 100.000 Euro in den gerade mal neun Werte umfassenden Kase-Index investierte, machte einen Gewinn von 66,27 Prozent.

Aktien Peru

Die Aktie in Peru profitierte von der Wahl des neuen Präsidenten Pablo Kuczynski, der als liberal und wirtschaftsfreundlich gilt. Dazu sind im Leitindex Peru General S&P/BVL viele Minenwerte notiert – und die profitierten vom Anstieg der Minenpreise. Auch die Landeswertung Sol stieg. Das machte bei einer Investition von 100.000 Euro für hiesige Investoren einen Gewinn von 67.210 Euro. Im vergangenen Jahr hatte die Börse allerdings ein Drittel verloren.

Aktien Brasilien

Vor allem das Amtsenthebungsverfahren gegen Staatschefin Dilma Rousseff trieb Brasiliens Aktienkurse und den Real nach oben, weil dadurch die Präsidentin abgelöst wurde, die das Land in die Rezession und den größten Korruptionsskandal aller Zeiten getrieben hatte. Dass inzwischen auch gegen die Regierung und Ihren Präsidenten Michel Temer Korruptionsvorwürfe bestehen, bremste die Hausse nicht – ebenso wenig wie die Tatsache, dass das Land immer noch in der Rezession feststeckt. Unter dem Strich machten Anleger, die Anfang vergangenen Jahres 100.000 Euro in Brasiliens Leitindex investierten einen Gewinn von 76.160 Euro. So viel gab es in keiner anderen Anlageklasse.

Alle Angaben ohne Transaktionskosten. Stand: 30.12.2016

Es war mit unter die positive Stimmung an den US-Börsen, welche den Dax höher fahren ließ. Dank ermutigender Bilanzen von Einzelhändlern hat die Wall Street ihre Rekordjagd am Dienstag fortgesetzt. Sowohl beim global führenden Einzelhändler Wal-Mart als auch bei der weltgrößten Baumarktkette Home Depot liefen die Geschäfte rund. Dies verstärkte auch Hoffnungen auf ein Anziehen der Konjunktur, die in den vergangenen Wochen vom neuen US-Präsidenten Donald Trump und seinen Plänen für Infrastrukturprogramme und Steuersenkungen geschürt wurden. Auch steigende Ölpreise trugen dazu bei. Die Gesamtgemengelage rücke neue Rekordhöhen in greifbare Nähe, sagte Analyst Peter Cardillo vom Broker First Standard Financial. Der Dow Jones stieg über 20.700 Punkte.

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In Deutschland ging es nicht nur für den Dax, sondern auch für die Nebenwerte-Indizes hoch hinaus. Der MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, stieg 0,8 Prozent höher auf 23.636 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax kletterte um 1,1 Prozent auf 1.919 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand 0,8 Prozent höher.

Vor allem die guten Daten des Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft beflügelten die Kauflaune: Die Geschäfte der Unternehmen in der Euro-Zone laufen im Februar durch den Aufschwung in Deutschland und Frankreich so gut wie seit knapp sechs Jahren nicht mehr. Ökonomen hatten einen leichten Rückgang erwartet. Halte das Tempo im März an, könne das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal mit 0,6 Prozent schneller wachsen als Ende 2016 mit 0,4 Prozent. Börsianer erwarteten weitere Impulse am Nachmittag, wenn die Anleger an der Wall Street nach dem Feiertag am Montag wieder mit an Bord sind.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

21.02.2017, 10:46 Uhr

Mal schauen, ob der Dax den Vorsprung des Dow Jones etwas verkürzen kann.

Account gelöscht!

21.02.2017, 10:51 Uhr

Nicht wesentlich Herr Hofmann, das Boot ist zu voll für das kleine Tier.

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