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01.02.2011

06:32 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt auf neuem Jahreshoch

Der Dax hat ein neues Jahreshoch aufgestellt. Das Wachstum der Industrie der Euro-Zone machte Anlegern wieder Mut. Anhaltende Unsicherheit um die politische Lage im Nahen Osten verdängten die Investoren dagegen. Die Deutsche Bank kam nach einem Gewinneinbruch glimpflich davon. Infineon-Aktien waren nach guten Zahlen gesucht.

HB FRANKFURT. Der Dax hat am Dienstag so hoch wie seit Mai 2008 nicht mehr geschlossen. Anhaltende Unsicherheiten um die politische Lage im Nahen Osten schüttelte der Leitindex dank positiv aufgenommener Zahlen von Deutscher Bank und Infineon Technologies ab. Der Dax kletterte um 1,5 Prozent auf 7184 Punkte. Für den MDax ging es um 1,2 Prozent auf 10 262 Punkte nach oben, der TecDax stieg um 1,2 Prozent auf 877 Punkte.

Das Handelsvolumen im Dax stieg auf 117 (Montag: 93) Millionen Aktien. Der Umsatz kletterte auf rund 3,8 (3,1) Milliarden Euro.

"Die Börsenampeln stehen wieder auf grün", sagte Händler Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel. "Aus Ägypten sind keine weiteren negativen Nachrichten gekommen, so dass sich die Anleger nun auf die guten Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten konzentrieren." In den USA und in Europa hatte sich im Januar die Stimmung der Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe unerwartet aufgehellt.

Nach überraschend vorgelegten Eckdaten zum vierten Quartal stiegen Aktien der Deutschen Bank um 1,64 Prozent auf 43,88 Euro. Wegen des Konzernumbaus und der Übernahme der Postbank sowie der Privatbank Sal. Oppenheim hatte sich der Gewinn von 1,3 Mrd. Euro im Vorjahresquartal auf rund 600 Mio. Euro mehr als halbiert. Die Erträge aber waren vorläufigen Berechnungen zufolge von 5,5 Mrd. Euro im vierten Quartal 2009 auf rund 7,4 Mrd. gestiegen. Ein Händler sagte: "Die Deutsche Bank hat offenbar alle Belastungen im vierten Quartal verbucht, um 2011 richtig loszulegen." Infineon hatte nach einem überraschend hohen Gewinn im ersten Geschäftsquartal die Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Die Halbleitertitel kletterten daraufhin um 1,31 Prozent auf 7,822 Euro.

Eine Kaufempfehlung der UBS trieb Papiere der Metro um 3,29 Prozent auf 53,12 Euro nach oben. Trotz der Abhängigkeit von zyklischer Nachfrage und vom osteuropäischen Markt habe der Handelskonzern die Rezession gut überstanden, schrieb Analyst Matthew Taylor in einer Studie. BASF-Anteile verteuerten sich um 3,24 Prozent auf genau 58,00 Euro. Der Chemiekonzern hatte eine erweiterte Anlage zur Produktion des biologisch abbaubaren Kunststoffs Ecoflex in Betrieb genommen. BASF erwartet ein signifikantes Marktwachstum für biologisch abbaubare Kunststoffe bis 2020.

Allianz-Papiere kletterten an der Dax-Spitze um 4,73 Prozent auf 106,25 Euro. Die Titel des Versicherers notieren derzeit so hoch wie seit September 2008 nicht mehr.

Der EuroStoxx 50 stieg um 1,80 Prozent auf 3006,81 Punkte. In Paris und in London kletterten die Leitindizes ebenfalls. Auch an der New Yorker Börse legte der Dow Jones zum europäischen Handelsschluss zu.

Kommentare (1)

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Plebs

01.02.2011, 20:21 Uhr

Einer der wirklich ganz, ganz wenigen klugen börsensprüche lautet: Stay with the trend, the trend is your friend.
Allerdings ist dieser Trend schon sehr weit gelaufen. Die realwirtschaftliche Entsprechung dazu ist der extreme Aufbau von Überkapazitäten in praktisch allen nur denkbaren Sparten und das weltweit.
Nach der Dotcom- (00/01) und der immoblase (08/09) kommt nun die Asien- und Schwellenlandblase. Wer die Rhetorik
vergleicht, stellt frappierende Ähnlichkeiten in der Sprachwahl damals und heute fest.
Aber das Erlahmen der börsenkursanstiege in den "Hoffnungsländern" selbst und stattdessen die extreme Flucht in "Junk" wie z.b. börse Athen, Dublin, bangladesh oder Mongolei deuten an, dass nach "Stufe blöd" der Zockerrakete nun "Stufe saublöd" gezündet wurde.
Trotzdem: Mitmachen lohnt sich durchaus noch aber der "Not Aus Schalter" sollte Tag und Nacht in Reichweite sein.

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