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10.03.2011

18:36 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt auf tiefstem Stand seit Januar

Unruhen in Nordafrika, hohe Ölpreise und die Herabstufung Spaniens ließen den Dax abrutschen. Eine Vielzahl guter Firmenbilanzen kann die Verluste kaum abfedern. Der Leitindex schließt fast ein Prozent im Minus.

Der Dax fällt am Donnerstag weiter zurück. Quelle: dpa

Der Dax fällt am Donnerstag weiter zurück.

FrankfurtAnhaltende Unsicherheiten haben den Dax am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit dem 25. Januar gedrückt. Er fiel weiter in Richtung 7000 Punkte und markierte zum Handelsschluss ein Minus von 0,96 Prozent auf 7063,09 Punkte. Der MDax sank um 1,34 Prozent auf 10 152,25 Punkte und der TecDax verlor 1,78 Prozent auf 878,88 Punkte. Marktstratege David Buik von BGC Partners hält die Kombination aus den Unruhen in Libyen und der europäischen Schuldenkrise für einen „giftigen Cocktail“.

Die US-Ratingagentur Moody's hatte mit der Abstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens die Schuldenkrise in Europa ins Gedächtnis zurückgebracht. Zudem wertete ein Marktstratege das überraschende Handelsbilanzdefizit Chinas als Nackenschlag für die Zuversicht der Anleger. Schwach ausgefallene wöchentliche Arbeitsmarktdaten aus den USA trugen am Nachmittag zur trüben Stimmung bei.

Im Dax legten mit K+S, Linde, der Deutschen Post, Munich Re sowie Volkswagen und BMW gleich sechs Unternehmen ihre Zahlen vor. Dank einer unerwartet hohen Dividende hielten sich die Post-Anteile mit einem Plus von 0,31 Prozent auf 12,975 Euro besser als der Gesamtmarkt. Die Linde-Aktien büßten ihre frühen Gewinne komplett ein und sanken um 0,67 Prozent auf 111,90 Euro. Der Industriegase- Spezialist hatte das Jahr 2010 mit Spitzenwerten beim Gewinn und Umsatz abgeschlossen. Für einen Börsianer klang der Ausblick indes eher vorsichtig formuliert.

Deutlicher nach unten ging es mit minus 1,39 Prozent dagegen für die Papiere der Munich Re, die zum Schluss bei 116,75 Euro gehandelt wurden. Der weltgrößte Rückversicherer sieht sein Gewinnziel wegen der in diesem Jahr bereits aufgelaufenen Kosten für Naturkatastrophen in Gefahr. Die VW-Vorzüge sanken als zweitschwächster Dax-Wert um 3,59 Prozent auf 114,20 Euro, obwohl der Konzern nach dem besten Jahr der Unternehmensgeschichte 2011 erneut Rekorde bei Absatz, Umsatz und Gewinn erzielen will. Börsianer verwiesen auf Gewinnmitnahmen. Auch bei K+S machten die Anleger Kasse, die Aktien fielen um 1,83 Prozent. Die BMW-Anteile verloren 1,75 Prozent.

Der EuroStoxx 50 schloss mit einem Abschlag von 0,86 Prozent bei 2909,73 Punkten. Verluste verbuchten auch die Leitindizes in Paris und London. Der Dow-Jones-Index in New York lag zum europäischen Handelsschluss ebenfalls im Minus.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Martin

10.03.2011, 07:54 Uhr

Nur verrückte, dumme oder Zocker finden sich im DAX / DOW und Co.
Menschen mit einem Rest klarem Verstand haben ihr Geld längst in physischem Silber und Gold in Sicherheit gebracht vor dem vor der Tür stehenden Super-Gau !!!!!!!

Zeitungslaser

10.03.2011, 10:25 Uhr

"Unruhen in Nordafrika, Daten aus China und die Schuldenkrise in Europa lassen den Dax abrutschen. Eine Vielzahl guter Firmenbilanzen federt die Verluste allerdings ab."

Schenkt den Leuten lieber reinen Wein ein! Stürzen alle Kurse grade etwa nicht auch weil Amerika pleite ist, und zwar drastischer als Euro-Land? Dieser Grund für fallende Kurse fehlt. Statt dessen schenkt die Redaktion dem Leser beruhigende Tagträume von guten Bilanzen... Kurse richten sich nicht nach Bilanzen sondern nach Aussichten! Ich betrachte diesen Artikel als entweder propagandistisch und schönmalerisch oder als einfach schlecht. Solche Halbwahrheiten bekommt meine Tageszeitung hin. Dafür braucht man kein H.-blatt.

otto15

10.03.2011, 13:02 Uhr

Liebe Blogger,
regt Euch nicht auf: Alle Einschätzungen sind interessengesteuert.
1. Politiker müssen schönfärben, sonst kommt der Gau sofort
2. Ackermann & Co dürfen nicht sagen, was sie denken, sonst holen Politiker und Medien die grosse Keule heraus.
3. Die Finanzbranche ist interessengesteuert - das gilt vor allem für die im HB veröffentlichten Fremdkommentare. Das gesteht jeder aufrichtige Anlagemanager im Gespräch auch ein.

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