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27.02.2014

18:07 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt auf tiefsten Stand seit zwei Wochen

Die unsichere Lage in der Ukraine wirkte sich am Donnerstag auf den deutschen Aktienmarkt aus. Der Dax schloss auf dem tiefsten Stand seit zwei Wochen. Bei den Einzeltiteln sorgte Allianz für Gesprächsstoff.

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Dirk Müller: "Sprung über 10.000 ist realistisch"

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Frankfurt
Sorgen wegen der Spannungen zwischen der Ukraine und Russland haben am Donnerstag die Stimmung am deutschen Aktienmarkt getrübt. Der Dax rutschte kurzzeitig unter die Marke von 9500 Punkten. Am Abend schloss der deutsche Leitindex 0,8 tiefer bei 9588 Punkten. Für den MDax ging es um 0,2 Prozent auf 16.826 Punkte nach unten, und der TecDax büßte 0,6 Prozent auf 1255 Punkte ein. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gab um 0,3 Prozent auf 3139 Punkte nach.

Der zunehmende Druck Russlands auf die Ukraine fordert inzwischen auch die USA heraus und droht die beiden Supermächte in eine Konfrontation zu treiben. Nach der Armee versetzte Moskau inzwischen auch die Luftwaffe an der Grenze zur Ukraine in Alarmbereitschaft und kündigte an, die Rechte seiner Landsleute auf der Halbinsel Krim „stark und kompromisslos“ zu verteidigen. Im Osten der Ukraine und auf der Halbinsel Krim leben viele ethnische Russen. Bewaffnete hatten am Vormittag die Gebäude der Regionalregierung und des Parlaments der Krim besetzt und die russische Flagge gehisst.
„Die ganze Situation ist sehr heikel, nicht nur was die Politik und eine mögliche russische Invasion, sondern auch was das Engagement einiger europäischer Banken und Unternehmen in der Ukraine angeht“, kommentierte Markus Huber vom Handelshaus Peregrine & Black. Die Verunsicherung der Investoren spiegelte sich in den Volatilitätsindizes wider. VStoxx und VDax, die die Nervosität der Anleger messen, zogen um jeweils mehr als zehn Prozent an.

Am Devisenmarkt flohen Anleger sowohl aus der russischen als auch der ukrainischen Währung. Der Rubel verlor zu einem Dollar-Euro-Korb und auch direkt zum Dollar jeweils 0,5 Prozent. Die Hrywnia fiel auf ein neuerliches Rekordtief: Ein Dollar kostete elf Hrywnia und damit zehn Prozent mehr als am Vorabend. Die Ukraine ist von der Zahlungsunfähigkeit bedroht, russische Kredite liegen auf Eis, über Hilfsgelder aus dem Westen oder dem Internationalen Währungsfonds wird verhandelt.

Auch der Euro geriet in dieser Gemengelage zugunsten des Dollars unter Druck. Die Gemeinschaftswährung fiel um 0,3 Prozent auf 1,3644 Dollar. Den Analysten der Metzler Bank zufolge verdeutlichte das Verhalten der Anleger, dass in wirklich kritischen Situationen einzig der US-Dollar als sicherer Hafen gesehen werde. Die Gemeinschaftswährung steht im Moment ohnehin unter Druck, weil etliche Investoren darauf wetten, dass die Europäische Zentralbank in der kommenden Woche den Zins nochmals senken wird.

Kommentare (8)

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27.02.2014, 08:02 Uhr

"Von seinem Rekordhoch ist der Dax zwar nur noch knapp 100 Prozent entfernt"... aber nur, wenn Praktikanten schlampen...

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27.02.2014, 08:09 Uhr

Gute 100 Punkte soll das wohl heißen.9795 war das ATH.

Account gelöscht!

27.02.2014, 08:52 Uhr

Es geschehen noch Zeichen & Wunder. Danke, liebe HB-Redaktion, dass anonyme Kommentare jetzt nicht mehr möglich sind.

Zum Dax. Irgendwie traue ich dem Braten nicht. Klar, auf lange Sicht werden auch die 10000 nur eine weitere Marke von vielen sein, aber im Augenblick sehe ich nicht, dass wir in absehbarer Zeit (ohne neue Notenbankimpulse) auf die magische Markte steigen werden.

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