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28.04.2014

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt dank Pharma-Industrie im Plus

Der Dax kann sich ein wenig erholen. Zu verdanken hat er das den Übernahmefantasien in der Branche der Medikamentenhersteller. Doch die Erholung könnte von kurzer Dauer sein. Für Unsicherheit sorgt die Ukraine-Krise.

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FrankfurtHeute hat die Pharma-Industrie den Takt an den Börsen angegeben. Zahlreiche Übernahmespekulationen stützten die Kurse. So konnte der Dax trotz der weiterhin bedrohlichen Lage in der Ukraine 0,5 Prozent zulegen auf 9438 Punkte.

In der zweiten Reihen blieb man skeptischer. Der MDax schloss bei einem Kurs von 16.049 Zählern kaum verändert. Der TecDax beendete den Handelstag mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 1204 Punkten.

Grundsätzlich bewegten sich die Märkte weiter aufwärts, sagte Marktstratege Craig Erlam vom Broker Alpari UK. Im Fokus der Anleger standen neben der Berichtssaison erneut Übernahmeaktivitäten in der Branche der Medikamentenhersteller. Dabei spielte hierzulande Bayer eine wichtige Rolle. Der mögliche Verkauf der Kunststoffsparte an Evonik Chemicals hat das Dax-Schwergewicht Bayer deutlich ins Plus gedrückt und zugleich die Stimmung beim Dax merklich angehoben.

In Übersee bestimmte Pfizer das Stimmungsbild. Die mögliche 100-Milliarden-Dollar-Übernahme von AstraZeneca trieb den Dow Jones 0,4 Prozent ins Plus auf 16.433 Punkte. Der S&P-500 konnte immerhin noch 0,2 Prozent zulegen. Der Nasdaq hinkte mit einem Minus von 0,3 Prozent etwas hinterher.

Entwicklung von Aktienindizes - 1. Quartal 2014

Japan

Nikkei

- 8,88 Prozent

Großbritannien

FTSE 100

- 2,23 Prozent

USA

Dow Jones

- 0,72 Prozent

Deutschland

Dax

+ 0,04 Prozent

Euro-Zone

Euro Stoxx 50

+ 1,69 Prozent

Frankreich

CAC 40

+ 2,22 Prozent

Spanien

Ibex 35

+ 4,27 Prozent

Italien

FTSE MIB

+ 14,36 Prozent

Griechenland

ASE Index

+ 14,88 Prozent

Portugal

PSI 20

+ 15,99 Prozent

Doch trotz der verbesserten Stimmung an den Aktienmärkten am Montag, dürfte die Zuversicht, ausgelöst durch das Übernahmekarussell in der Pharma-Branche, nur von kurzer Dauer sein. „Fusionen und Übernahmen werden den Aktienmarkt weiterhin stützen, aber gleichzeitig wird die Ukraine-Krise für Unsicherheit sorgen“, sagte Aktienstratege Markus Wallner von der Commerzbank in Frankfurt. „Dies bedeutet erhöhte Volatilität im Tagesverlauf.“

Die Blicke bleiben Erlam zufolge auch weiterhin auf die Unsicherheit über eine weitere Eskalation in der Ukraine gerichtet, was Aufwärtschancen begrenzen könnte. Jegliche weitere Eskalation in der Ukraine dürfte schnell wieder zum zentralen Impuls für die Märkte werden, merkte Händler Chris Weston von IG Markets in einem Kommentar an.

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US-Präsident Barack Obama wandte am Montag mit scharfen Worten an Russland. Die Strafmaßnahmen wegen der Ukraine-Krise würden Personen und Firmen treffen und noch am Montag verkündet, sagte Obama bei einem Besuch in Manila. Die Sanktionen zielten auf Exporte im Hochtechnologiebereich. In einer nächsten Stufe könnten Sanktionen möglicherweise auch auf die Banken- und Verteidigungsbranche zielen, sollte Russland weiter aggressiv gegen die Ukraine vorgehen. Die USA und ihre Alliierten behielten sich weitere Strafmaßnahmen vor, betonte Obama.

Die sich zuspitzende Krise trieb die russischen CDS in die Höhe: Die Absicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets russischer Anleihen gegen Zahlungsausfall verteuerte sich um 4000 auf 288.000 Dollar. Dies ist laut dem Datenanbieter Markit der höchste Stand seit November 2011. Vergleichbare ukrainische CDS verteuern sich Markit zufolge um 7000 auf 1,152 Millionen Dollar.

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

28.04.2014, 09:32 Uhr

"Die Ungewissheit über die weitere Entwicklung des Ukraine-Konflikts dürfte jedoch laut Börsianern am deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn für Zurückhaltung sorgen. "

Ich glaube nicht, dass jemand wirklich mit einschneidenden Wirtschaftssanktionen rechnet. dafür müsste Putin in die Ukraine einmarschieren oder Teile der Ostukraine nach bekanntem Muster annektieren. Putin iaht genug Selbsterhaltungstrieb und Instinkt um nicht zu begreifen, dass er in diesem Fall nicht lange russisches Staatsoberhaupt bleiben wird. Diese Wirtschaftssanktionen würden gegenüber Russland nur dann gelockert, wenn er sich vollständig - das gilt dann auch für die Krim - zurückzieht. Putin hält das sicher Jahre durch, das russische Volk macht das aber nach dem dritten entbehrungsreichen Winter ganz sicher nicht mehr mit. Wenn die Zukunft der eigenen Kinder auf dem Spiel steht, dann treten großrussiche Ambitionen in der Bevölkerung schnell in den Hintergrund. Marschiert Russland ein, ist Putin am Ende- dann muss er hoffen, dass er sich wie Assad gegen die eigene Bevölkerung an der Macht halten kann.

Account gelöscht!

28.04.2014, 10:48 Uhr

Da auch ich nicht nur seit ein paar Jährchen die Börse beobachte ((:-))sondern auch seit Jahrtausenden die allgemeine Historie .... so etwa ab der Zeiten Athens / Spartas sagt mir mein Blutdruck, dass es auf jeden Fall nicht zu einem Ende desselben kommen wird; zumindest nicht wegen der Ukraine.
Aber aufpassen müssen wir schon alle, dass uns da nicht ein Argument flöten geht. Wäre sehr schlimm eine Börsenwelle bzw. Börsental nicht vorher zu erkennen; wie sonst halt auch immer.

Ansonsten gilt derzeit : Eigefahrene und kommende Dividenden reinvestieren, das bringt langfristig die beste performance.

Account gelöscht!

28.04.2014, 15:03 Uhr

Auf die Verluste vom Freitag reagieren die Käufer heute mit einem Konter. Zwar lassen sich in den sehr kleinen Zeitebenen damit bereits wieder erste Kaufsignale ausmachen, aber die großen Ebenen müssen noch nachziehen. Da liegt folglich noch eine Menge Arbeit vor den Bullen, vor allem auch mit Blick auf die Entwicklung im Tageschart.

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