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07.04.2015

17:47 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt dank US-Daten deutlich im Plus

In den USA entwickelt sich der Arbeitsmarkt nicht so wie von der Fed erhofft. Eine Leitzinsanhebung in den kommenden Monaten wird damit unwahrscheinlicher. Die Anleger jubeln. Sie lassen den Dax über 150 Punkte steigen.

Börse am Abend

US-Arbeitsmarktbericht beflügelt Dax

Börse am Abend: US-Arbeitsmarktbericht beflügelt Dax

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Düsseldorf/FrankfurtDer US-Arbeitsmarkt beflügelt die Börsen. In Frankfurt schoss der Dax vom Start weg deutlich ins Plus. Bis zu 1,5 Prozent trieb es den Leitindex nach oben. Am Ende ging der Dax mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 12.123 Punkten aus dem Handel.

In der zweiten Reihe verzeichneten die Indizes ebenfalls deutliche Gewinne. Der MDax notierte 0,8 Prozent fester auf 21.034 Punkten. Der TecDax schloss 1,2 Prozent fester auf 1634 Zählern.

Der Arbeitsmarkt in den USA erholt sich nicht wie erhofft. Im März wurden nur halb so viele Jobs geschaffen wie prognostiziert. Die US-Notenbank Federal Reserve stellt das vor besonderen Herausforderungen. Denn der US-Jobmarkt ist ausschlaggebend für den Zeitpunkt der Zinserhöhung. Die jetzigen Arbeitsmarktzahlen lassen darauf schließen, dass sich die Fed mit einer Erhöhung nun doch etwas mehr Zeit lassen wird. Die Fed will nun die Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt kritisch in Blick behalten.

Quartalsbilanz der Anlageklassen

Dax

Rendite im ersten Quartal 2015: + 22 Prozent. Quelle: Bloomberg.

Dow Jones

Rendite im ersten Quartal 2015: -0,3 Prozent.

S&P 500

Rendite im ersten Quartal 2015: + 0,4 Prozent.

Nikkei

Rendite im ersten Quartal 2015: + 10,1 Prozent.

10-jährige Bundesanleihe

Kursgewinn im ersten Quartal 2015: + 3,5 Prozent.

10-jährige US-Treasuries

Kursgewinn im ersten Quartal 2015: + 2,0 Prozent.

Gold

Rendite im ersten Quartal 2015: + 12,7 Prozent (Für Anleger die mit Euro bezahlt haben).

US-Dollar

Wertzuwachs der US-Dollars gegenüber dem Euro im ersten Quartal 2015: + 12,7 Prozent

Die Wahrscheinlichkeit für einen ersten Zinsschritt durch die US-Notenbank im Juni sei nun erheblich niedriger als noch vor dem Arbeitsmarktbericht, prognostizierten die Analysten der Essener Nationalbank in einem Kommentar. Jasper Lawler, Analyst von CMC Markets in London, rechnet ebenfalls mit einem vorsichtigen Vorgehen der US- Währungshüter. „Sie wollen nicht den Fehler einer zu schnellen Anhebung begehen“, sagte Lawler.

Der Chef der Federal Reserve von Minneapolis, Narayana Kocherlakota, geht sogar noch weiter. Ihm zufolge sei es möglich, dass sich die US-Notenbank bis weit ins kommende Jahr hinein mit einer Anhebung der Leitzinsen Zeit lassen könnte. Denkbar sei, in der zweiten Jahreshälfte 2016 die Zinsen von derzeit null bis 0,25 Prozent erstmals anzuziehen. Danach könnten sie kontinuierlich angehoben werden bis Ende 2017 ein Niveau von zwei Prozent erreicht sei. Die Fed hält die Zinsen nunmehr seit Dezember 2008 bei nahe null.

Kocherlakota vertritt damit eine andere Meinung als viele seiner Fed-Kollegen wie auch der Notenbankchefin Janet Yellen. Diese wollen die Zinswende bereits im laufenden Jahr einleiten, da sich der Arbeitsmarkt verbessert und damit positiven Druck auf die sehr niedrige Inflation ausübt. Einige Fed-Vertreter plädieren dafür, bereits im Juni diesen Schritt zu gehen.

Der deutsche Dienstleistungssektor beschleunigt weiter sein Wachstum. Der Einkaufsmanagerindex der deutschen Dienstleister stieg im vergangenen Monat um 0,7 auf 55,4 Punkte, wie das Markit-Institut am Dienstag zu seiner Umfrage unter 500 Unternehmen mitteilte. Das ist der höchste Stand seit einem halben Jahr. Das Barometer signalisiert bereits ab 50 Zählern wachsende Geschäfte. „Die Unternehmen profitierten hierbei von einer wirtschaftlichen Belebung, die sie auch dazu ermutigte, ihren Personalbestand weiter auszubauen“, sagte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike.

Kommentare (16)

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Herr Tom Bauer

07.04.2015, 08:37 Uhr

Nein, nicht die Griechen machen uns Sorgen wie der Subtext titelt, wir selbst machen uns Sorgen. Wie immer!
Dazu braucht der Durchschnittsdeutsche nämlich niemand anderen.

Ansonsten alles beim alten. Die einen glauben, dass die INdizes langfristig um eine imaginär Durchscnittslinie pendeln und wir daher deutlich runter müssen, die anderen argumentieren, dass der Markt zu weit gelaufen sei und die Ergebnisse der companies die hohen Kurse nicht rechtfertigen.

Wie immer ist beides falsch:

Der Dax performance besteht seit ca. 27 Jahren und es sind bereits knapp 6000 Pünktleins allein durch Dividenden hier eingerechnet. Der gehässige Rechner kann daher argumentieren, dass selbst wenn alle Kurse gen null streben der Dax immer noch 5000 Pünktchen zeigen würde! Passt natürlich nicht in die Welt der Leutchens die einen Dax von 4000 als adäquat ansehen. Sorry, das geht bereits mathematisch gar nicht mehr!

Weiterhin gilt: Langfrstig streben die Börsen nach oben. Dafür sorgt allein die deutsche Börse, dass nämlich nicht erfolgreiche durch erfolgreichere AGs im Index ausgetauscht werden. Leider kein gewogener Austausch der die deutsche Wirtschaft harmonisch abbildet sondern vorwiegend auf Börsenkapitalisierung und Umsatzvolumen schielt.Leider!

Daher: Neben dem Mogeldax bitte auch in einen Blick auf ehrlichen Index wie den Dow werfen.

Herr A. Schneider

07.04.2015, 08:55 Uhr

 
Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Peter Spiegel

07.04.2015, 09:47 Uhr

Wer nimmt den Mogel-Dax schon wichtig, ein Indexchen nach oben manipuliert vom Rande der Welt . Außer ein für paar Hysterika, kann die Neben-Börse in Deutschland nicht wichtig sein.

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