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06.07.2015

17:39 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt deutlich im Minus

Tag eins nach dem griechischen Referendum verlief ohne Panik an der Frankfurter Börse. Der Dax und der Euro zeigten sich mit Abschlägen. Bank-Titel gerieten europaweit am stärksten unter Druck.

Börse am Abend

„Panik sieht anders aus!“

Börse am Abend: „Panik sieht anders aus!“

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Düsseldorf/FrankfurtDas „Nein“ der griechischen Wähler zu den Reformvorschlägen der Gläubiger hat den deutschen Leitindex Dax am Montag ins Minus gedrückt. Zu einem Kursrutsch kam es allerdings nicht: Das Börsenbarometer beendete den Tag mit einem Minus von 1,5 Prozent bei 10.891 Punkten. In der zweiten Reihe zeigte sich ein ähnliches Bild: Der MDax verlor 1,0 Prozent auf 19.674 Zähler, der TecDax 0,4 Prozent auf 1651 Punkte.

In einem Referendum hatte sich am Sonntag die Mehrheit der Griechen entschieden, ein Stabilisierungsprogramm der internationalen Gläubiger des Landes nicht zu akzeptieren. Das könnte dazu führen, dass Griechenland den Euro als Währung verliert – auch wenn sich europäische Politiker in der Zeit dagegen ausgesprochen haben.

Das verlieren die Euro-Länder, wenn Griechenland pleitegeht

Deutschland

88,7 Milliarden Euro

Frankreich

67,9 Milliarden Euro

Italien

59,2 Milliarden Euro

Spanien

40,5 Milliarden Euro

Niederlande

19,3 Milliarden Euro

Belgien

11,9 Milliarden Euro

Österreich

9,4 Milliarden Euro

Finnland

6 Milliarden Euro

Portugal

4,5 Milliarden Euro

Slowakei

2,9 Milliarden Euro

Irland

2,7 Milliarden Euro

Slowenien

1,6 Milliarden Euro

Quellen

IWF, EU-Kommission, EFSF, ESM, EZB, Bank of Greece, Berechnungen des ifo Instituts.

Der Rückschlag ist insgesamt weniger deutlich als nach Ankündigung des Referendums am Wochenende zuvor – am Montag vergangene Woche hatte der Dax mit Abschlägen von zwischenzeitlich über vier Prozent reagiert.

Die Aktien der Banken in Europa gingen am Montag hingegen merklich auf Talfahrt. Der Index für Papiere der Geldhäuser der Euro-Zone sackte um bis zu 3,2 Prozent ab. Vor allem Papiere südeuropäischer Institute wie der italienischen Banco Popolare, der spanischen Banco de Sabadell oder der portugiesischen BCP fielen bei den Anlegern in Ungnade. Ihre Aktien verloren in der Spitze 5,5 Prozent.

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An der Börse Frankfurt büßten Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank bis zu 3,9 Prozent ein. Die in den USA notierten Titel der National Bank of Greece stürzten zeitweise 15 Prozent ab. Einen Ausverkauf gab es auch bei einem börsennotierten Fonds (ETF) auf griechische Aktien. Die Athener Börse blieb bis auf weiteres geschlossen.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

06.07.2015, 09:39 Uhr

Danke das Sie das Forum wieder geöffnet haben.
Es ist sonst ein sehr langer Tag für mich.
Obwohl mich die äglichen Schwankungen als Langfristanleger nicht interessieren, kommentiere ich sie gerne mit Freunden.

Herr walter rehm

06.07.2015, 15:35 Uhr

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