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20.01.2016

17:50 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt deutlich im Minus

Von Entspannung fehlte zur Wochenmitte jede Spur. Das billige Öl hatte die Märkte weiter fest im Griff, und der Dax machte das, was er 2016 schon so oft gemacht hat: Er verlor deutlich.

Ölpreisverfall: Dax mit Kursrutsch erwartet

Börsen-News: Ölpreisverfall: Dax mit Kursrutsch erwartet

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Frankfurt am Main/DüsseldorfSo schnell findet eine solche Januar-Talfahrt doch nicht ihr Ende. Hatte der Dax gestern noch bewiesen, dass er auch im Jahr 2016 mit einem soliden Plus aus dem Handel gehen kann – der Ein oder Andere hatte das schon in leichter Verbitterung zynisch in Abrede gestellt –, folgte am heutigen Mittwoch die große Ernüchterung. Der Deutsche Aktienindex stürzte phasenweise um bis zu dreieinhalb Prozent ab und notierte so tief wie zuletzt im Dezember 2014. Der nicht zu Ruhe kommende Ölmarkt treibt die Börsianer immer weiter aus Aktien, allein im Januar verlor das wichtigste deutsche Börsenbarometer mehr als zwölf Prozent.

Im Verlauf des Nachmittags konnte sich der Leitindex aber etwas fangen. Mäßig Gestiegene US-Verbraucherpreise antizipierten die Börsianer als positives Signal an die Fed, ihren Kurs in der Zinspolitik beizubehalten, was mittelfristig einen schwächeren Euro zur Folge hätte, der die Exporte in Europa vorantreibt. Doch der Halt dadurch verblaste relativ schnell. Mit einer absackenden Wall Street rutschte der Dax im Späthandel weiter ab und schloss 2,8 Prozent niedriger als am Vortag bei 9.391,64 Zählern.

Dax-Umfrage: Kein Ende der Talfahrt in Sicht

Dax-Umfrage

Kein Ende der Talfahrt in Sicht

Die Stimmung  an den Märkten ist extrem schlecht, aber noch nicht schlecht genug. Eine Zwischenerholung ist drin, aber mehr auch nicht. Was passieren muss, damit der Dax die Wende schafft, zeigt ein exklusive Umfrage.

Aus der Katerstimmung könnte schnell auch eine Krisenstimmung werden, denn vor allem der beunruhigende Ölmarkt zeigt derzeit keine Anzeichen einer kurzfristigen Stabilisierung. Das richtungsweisende Barrel WTI stürzte weitere 3,8 Prozent ab auf 27,38 Dollar, ein Fass Brent aus der Nordsee verbilligte sich auf 27,81 Dollar. Damit fallen die beiden bestimmenden Sorten immer weiter unter die 30-Dollar-Marke, die zuletzt 2003 erreicht worden war.

Wie angespannt die Lage auf den Aktienmärkten derzeit ist, davon zeugt ein Blick auf den Rentenmarkt. Die als sichere Hafen geltenden Bundesanleihen erfreuen sich massiven Zulaufs. Der entscheidende Euro-Bund-Future erreichte bei 161,31 Punkten einen historischen Höchststand. Marktanalyst Michael Hewson vom Handelshaus CMC Markets kommentierte nüchtern, dass in diesem Umfeld selbst die tags zuvor noch stützende Hoffnung auf weitere Konjunkturimpulse Chinas nicht reiche, um den Kursrutsch aufzuhalten.

Doch es ist nicht nur das massive Überangebot am Markt, das den Preis drückt und die Börsianer besorgt. Die tatsächliche Krux liegt auf der Nachfrageseite. Denn der Absturz des wichtigsten Rohstoffes schürt die Sorgen um die Weltkonjunktur. Vor allem die Lage in China verunsichert die Märkte. Im Reich der Mitte mehren sich die Hiobsbotschaften aus der Industrie.

Auch wenn die gestrigen Eingaben die Märkte etwas beruhigen hatten können, – die chinesische Wirtschaft war 2015 mit 6,5 Prozent zwar so schwach wie seit 25 Jahren nicht mehr, aber immerhin nicht so gering wie befürchtet, gewachsen –, bleibt die Abkühlung offensichtlich. Sie fällt mitten in die von Peking angestrebte Transformation der Wirtschaft, die als gigantisches Projekt ohnehin mit genügend Schwierigkeiten aufwartet.

So hielt die Freude über die BIP-Zahlen aus Peking dem Abwärtstrend nicht lange stand. Wobei sich die Abschläge im Reich der Mitte dieses Mal erstaunlich in Grenzen hielten: In Shanghai und Shenzhen büßten die Börsen jeweils ein Prozent ein. Das japanische Parkett hingegen geriet unter dem Eindruck des Ölmarktes unter die Räder. Der Nikkei hatte seine Handel deutliche 3,7 Prozent tiefer bei 16.416 Punkten beendet und bereits einen Vorgeschmack darauf gegeben, was Europas Marktplätze heute erwartete. In New York kam der Dow-Jones-Index in seinem Frühhandel bei 15.730 Punkten auf ein Minus von 1,9 Prozent.

Kommentare (27)

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Herr Chris Woodley

20.01.2016, 09:51 Uhr

Aktien sind alternativ los. ^^^^^^

Herr Hans Mayer

20.01.2016, 09:52 Uhr

Wo bleiben nur die "Experten" welche jetzt zum Einstieg raten, Aktien sollte jeder haben und so?.

Account gelöscht!

20.01.2016, 10:11 Uhr

Der sinkende Ölpreis ist beim bestenn Willen nicht am Absturz der Wirtschaft schuld...es ist diese Grün-Sozialistischen Ideologie einer CO2 freien Gesellschaft die auf der absurden politischen Annahme beruht, dass das menschliche CO2 das Klima steuern/beeinflussen kann.
Und weil die Natur und der Mensch aus politischen Gründen kein CO2 mehr ausstossen darf, hat diese gesellschafts- und marktfeindliche Politik Gesetze erlassen, die den CO2 Ausstoss verbieten. Die Natur scherrt sich einen Dreck drum und der Mensch in dieser CO2 freien diktierten Politischen Welt wird sich diesen Gestzen unterordnen. Mit der Folge, dass er nicht mehr in die Wirtschaft und in die Zukunft investieren wird weil die Zunkunft in dieser CO2 freien Gesellschaft eben kein CO2 und damit kein Wirtschaftsleben/Industrie/Dienstleistung vorsieht.
Es ist diese marktfeindliche und damit gesellschaftsfeindliche CO2 Verbotspolitik, die das Writschaftsleben und somit den Dax in den Keller (Mangel, Armut) abstürtzen lässt.

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