Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.07.2011

17:57 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt deutlich im Plus

Lange hielt sich der Dax bedeckt. Ein solides Plus begleitete ihn bis zum Nachmittag. Daran konnte auch die EZB-Zinserhöhung nichts ändern. Erst die Veröffentlichung der guten US-Arbeitsmarktzahlen gaben dem Dax Auftrieb.

Trader an der Frankfurter Börse. Quelle: APN

Trader an der Frankfurter Börse.

FrankfurtÜberraschend gute Zahlen vom US-Arbeitsmarkt haben die Dax-Anleger am Donnerstagnachmittag aus der Reserve gelockt. In der Privatwirtschaft stieg die Zahl der Jobs um 157.000. Analysten hatten bei den ADP-Daten mit einem Plus von lediglich 68.000 gerechnet. Auch die Zahl der Erstanträge ging deutlich zurück. „Das lässt hoffen, dass auch der am Freitag anstehende Arbeitsmarktbericht der Regierung besser ausfällt als erwartet“, sagte ein Händler. Der Dax, am Morgen etwa im Rahmen von 0,3 bis 0,4 Prozent im Plus, verdoppelte seine Gewinne nach Veröffentlichung der Daten. In der Spitze lag der deutsche Leitindex bei 7.516 Punkten kaum 100 Punkte von seinem Jahreshoch aus dem Monat Mai entfernt. Gegen Handelsschluss ging dem deutschen Leitindex dann etwas die Luft aus und schloss den heutigen Tag bei 7.475 Punkten 0,54 Prozent im Plus. Die zweite Reihe der Indizes legte am Donnerstag ebenfalls kräftig zu. Der MDax konnte einen Zugewinn von 1,13 Prozent auf 11.199 Punkte vorweisen, der TecDax notierte 1,06 Prozent auf 909 Zähler fester.

Die Zinserhöhung durch die EZB ließ die Anleger am deutschen Aktienmarkt dagegen weitestgehend kalt. „Das hat niemanden umgehauen“, sagte ein Börsianer. Wie erwartet hat die Notenbank den Schlüsselzins für die Euro-Zone im Kampf gegen die Inflation von 1,25 auf 1,5 Prozent hochgeschraubt. Es ist die zweite Erhöhung in diesem Jahr.

Aus den USA kamen neben den glänzenden Arbeitsmarktdaten auch erfreuliche Meldungen aus der Politik: In den Verhandlungen um eine Vermeidung der drohende Zahlungsunfähigkeit der USA ist Bewegung gekommen. Ein Spitzengespräch zwischen US-Präsident Obama und den Parteivorsitzenden im Kongress soll die lang ersehnte Lösung in die festgefahrenen Verhandlungen bringen. Sollten diese zu einem positiven Ergebnis führen, würde das den Märkten neue Impulse geben.

Börse am Nachmittag: EZB zieht Zügel an

Video: Börse am Nachmittag: EZB zieht Zügel an

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Die Aussicht auf einen erfolgreichen Zusammenschluss mit der Nyse Euronext trieb die Papiere der Deutschen Börse auf den höchsten Stand seit knapp fünf Wochen. Sie gingen mit einem Plus von 2,5 Prozent auf 54,57 Euro aus dem Handel. Vorläufigen Abstimmungsergebnissen zufolge stimmten 65,6 Prozent der Aktionäre der Nyse für die Fusion von Nyse und Deutsche Börse, notwendig sind mehr als 50 Prozent. „Der Deal ist wegen möglicher regulatorischer Hürden zwar noch nicht perfekt, aber für die Deutsche Börse sind das erst einmal gute Nachrichten“, sagte ein Händler.

Wie geht es mit dem Dax weiter?

Allianz Global Investors

7500 Punkte bis Ende 2011, 7850 Punkte bis Mitte 2012

Alpha Trading

6800 Punkte bis Ende 2011, 6500 Punkte bis Mitte 2012

Baader Bank

8200 Punkte bis Ende 2011, 8500 Punkte bis Mitte 2012

BNP Paribas

6600 Punkte bis Ende 2011, 7100 Punkte bis Mitte 2012

Close Brothers Seydler

6800 Punkte bis Ende 2011, 7200 Punkte bis Mitte 2012

Commerzbank

8200 Punkte bis Ende 2011, 8600 Punkte bis Mitte 2012

ETX Capital

8000 Punkte bis Ende 2011, 8200 Punkte bis Mitte 2012

Genivest

7590 Punkte bis Ende 2011, 8040 Punkte bis Mitte 2012

Postbank

6750 Punkte bis Ende 2011, 7500 Punkte bis Mitte 2012

Sal. Oppenheim

7450 Punkte bis Ende 2011, 7650 Punkte bis Mitte 2012

ThyssenKrupp platziert eigene Aktien zum Schuldenabbau

Auf dem deutschen Aktienmarkt standen heute die Aktien von ThyssenKrupp im Fokus. Der Stahlriese hat für rund 1,6 Milliarden Euro ein Aktienpaket von 9,6 Prozent abgestoßen. Damit wolle man den Schuldenberg abbauen und ziehe nach der Aufdeckung des Schienenkartells personelle Konsequenzen, berichtete das „Handelsblatt“. Auf den Aktien des Traditionsunternehmens lastete heute fast durchgehend ein dickes Minus von fünf Prozent oder mehr. Nach Handelsschluss lagen die Papiere des Stahlkonzerns mit 5,2 Prozent auf 32,96 Euro am roten Ende der Dax-Werte.

Die Finanzwerte -seit Beginn der Schuldenkrise in Griechenland unter Druck- gaben am heutigen Tag ein geteiltes Bild ab. Nach Veröffentlichung der Leitzinsentscheidung und der guten US-Arbeitsmarktzahlen noch über ein Prozent im Plus gaben sie vor Handelsschluss nach. Die Aktien der Commerzbank lagen 0,2 Prozent auf 3,03 Euro im Minus, die Papiere Deutschen Bank lagen bei 40,75 Euro nur noch 0,01 Prozent im Plus. Der Branchenprimus wird die BHF nun möglicherweise doch noch los. Derzeit werde mit dem belgischen Finanzunternehmen RHJ International exklusiv über den Verkauf der BHF-Bank verhandelt, teilte die Deutsche Bank mit.

Kommentare (14)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

07.07.2011, 07:51 Uhr

wann kommt die hausfrauenrally???

qwertz

07.07.2011, 08:19 Uhr

positive konjunkturdaten?ein paar Grossaufträge?die es sicher nicht jeden Monat gibt und die dann die statistik verfälschen?
oder meint man den ISM,China Rate-hike,Samsung Gewinnwarnung,EZB heute?der Arbeitsmarkt wird sicher boomen in Amerika seit dem letzten Monat
Wann schmeissen die Banken ihre Pakete auf den Markt nachdem der Privatanleger reingelockt wurde?
lächerlicher Markt

Kenner

07.07.2011, 08:57 Uhr

solange ich während dem Geld "verdienen" im Urlaub sein kann sollen die Kurse steigen und steigen.Der einfachste "Job" der Welt

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×