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27.01.2014

17:58 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt erneut mit Kursverlusten

Der Dax hat am Montag seinen Abwärtstrend mit gebremstem Tempo fortgesetzt. Als Belastung sahen Börsianer Sorgen, dass die US-Notenbank Fed mit der Reduzierung ihrer Anleihekäufe die Finanzmärkte zu sehr belasten könnte.

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FrankfurtDer deutsche Leitindex schloss 0,46 Prozent schwächer bei 9349,22 Punkten, womit er immerhin klar über seinem Tagestief bei 9310 Punkten blieb. In der vergangenen Woche hatte er gut dreieinhalb Prozent eingebüßt. Für den MDax ging es am Montag um ein Prozent auf 16.134,05 Punkte bergab, während der TecDax 2,1 Prozent auf 1194,27 Punkte verlor.

Am Markt bleibt eine lange nicht erlebte Verunsicherung spürbar. „Die euphorische Stimmung an den Börsen zum Jahreswechsel ist aktuell einer hohen Nervosität gewichen“, sagte Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX. „Das Gemisch aus der massiven Abwertung von Schwellenländer-Währungen, Wachstumssorgen in China und rund um den Globus heiß gelaufene Börsen birgt explosive Risiken.“

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Die Börsenwoche brachte einige Turbulenzen. Manche Dax-Aktien mussten herbe Verluste hinnehmen, darunter große Finanzwerte. Mit welchen Titeln die Anleger Geld verloren haben - und mit welchen sie Kasse machten.

Die weiter überraschend gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft, die das Ifo-Geschäftsklima am Vormittag zeigte, hatte zunächst kaum etwas gegen den laufenden Rücksetzer ausrichten können. Ihn hatten viele Marktteilnehmer nach der satten Kursrally der vergangenen Wochen und Monate bereits für „überfällig“ gehalten.

Auslöser der heftigen Kursbewegungen am Montag war zudem der Wechsel des an den Märkten hoch angesehenen Merck-Finanzvorstand Zachert zum Chemiekonzern Lanxess. Der 46-jährige kehr damit zu dem Unternehmen zurück, bei dem er 2004 bis 2011 Finanzvorstand war. Es sei verständlich, dass Zachert jetzt zu Lanxess wechsele und nicht warte, bis ihm bei Merck die Weihe zum Vorstandschef erteilt werde, erklärte Analyst Ulrich Huwald von Warburg Research.

Wie Huwald hielten auch einige Händler den Kurseinbruch bei Merck für übertrieben: „Das ist zwar wie Götze vom BVB zum FC Bayern. Aber deswegen steigt Dortmund ja nicht ab, Übertreibung ohne Ende.“ Merck-Aktien notierten am Abend mit 119 Euro noch 10,1 Prozent im Minus. Lanxess-Titel dagegen lagen mit 48,72 Euro 8,2 Prozent höher.

Auch die Tatsache, dass es an den Börsen in den vergangenen Wochen schnell, vielleicht zu schnell aufwärts ging, führe zu Gewinnmitnahmen, stellten die Analysten von IG Markets fest. „Viele Anleger denken sich möglicherweise wohl, dass an realisierten Kursgewinnen bislang noch niemand arm geworden ist.“
Viele Anleger fürchten, dass vor allem die Konjunktur in den Schwellenländer leiden wird, wenn die Anleger ihre Gelder wieder in den USA anlegen. Denn sollte die Fed ihre Anleihekäufe weiter drosseln, wären die Anlagen in den USA wieder attraktiver. Am Freitag war die Skepsis durch eine Währungskrise in Argentinien noch zusätzlich verstärkt worden

Kommentare (22)

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Account gelöscht!

27.01.2014, 08:48 Uhr

Mir ist der UNterschied von Ihnen zu mir schon klar:
Sie brauchen den Job und das Geld und somit tägliche Aktivität nötig.
Für alle anderen jedoch, die den Job nicht an der Börse haben ist das Halten oder besser investieren als quasi unternehmerischer Ansatz nach meiner Überzeugung der einzige WEg langfristig an der Börse Geld zu verdienen.

Hier außerhalb der Börse tatsächliche und bleibende Werte zu schaffen ist zudem auch nicht ganz unbefriedigend.
Dennoch, Hut ab vor dieser für mich zu aufreibenden Tätigkeit.

Stratege

27.01.2014, 09:35 Uhr

Ab Mittwoch gehts wieder hoch. Die Fed wird das Tapering verschieben.

Paolo

27.01.2014, 09:55 Uhr

Die Gefahr, die von den Emerging Markets ausgeht, wird zur Zeit komplett unterschätzt. Das Tapering ist Gift für diese Märkte, aber das juckt die FED mit Tunnelblick auf die USA nicht. Die luckrativen Carry-Trades werden so unmöglich.

Gerade in EM-Anleihen steckt soviel "Tourismus"-Geld, was da nicht nachhaltig investiert wurde, sondern nur da ist auf Grund des niedrigen Zinsumfelds - sobald die Risikoaversion abnimmt wird das in großen Tickets & schnell verkauft.

Für den Langfristanleger wird dieses Blutbad Chancen bieten. Für die, die bei 9500 oder drüber eingestieren sind, heisst es erstmal Geduld haben. Das der Dax die 10000, der Dow die 20000, der S&P die 2000 überspringt, ist nur eine Frage der Zeit.

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