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20.02.2017

18:02 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt fest über 11.800 Punkten

Die Anleger schickten den Dax am Montag in Richtung der 12.000-Punkte-Marke. Erreicht wurde die magische Zahl nicht, dafür verbuchten MDax und TecDax Höchststände. Nur der geplatzte Kraft-Heinz-Unilever-Deal enttäuschte.

Dax-Ausblick

Dax dürfte Atempause einlegen

Dax-Ausblick: Dax dürfte Atempause einlegen

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FrankfurtDie Jagd auf neue Rekorde an den US-Börsen zum Abschluss der vergangenen Handelswoche haben den Dax am Montag beflügelt. Das Börsenbarometer startete schwungvoll in den Tag, hielt sich im Plus und schloss mit 11.828 Punkten 0,6 Prozent höher. Der MDax stieg gar auf ein Rekordhoch bei 23.456 Punkten und schloss 0,7 Prozent höher bei 23.454 Punkten – so hoch wie noch nie. Der Technologiewerte-Index TecDax kletterte mit 1899 Punkten auf den höchsten Stand seit fast 16 Jahren.

Die schlechtesten Anlagen 2016

Sparbuch

Seit Jahren lässt sich mit dem Sparbuch nichts mehr verdienen. So war es auch 2016. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro anlegt hat einen Gewinn von gerade mal 50 Euro – entsprechend von 0,05 Prozent gemacht. Immerhin verloren Anleger aber zumindest nominal – also ohne Berücksichtigung der Inflation – auch nichts.

Alle Angaben ohne Transaktionskosten. Stand 30.12.2016

Mexikanischer Peso

Dem mexikanischen Peso – dem zweitgrößten Verlierer der Hauptwährungen zum Euro – machte der Wahlsieg von Donald Trump zum US-Präsidenten zu schaffen. Kein Wunder, die USA sind Mexikos wichtigster Handelspartner, doch Trump will den Handel massiv besteuern und die Grenzen zu Mexiko dichter machen- auch wenn zuletzt vom dem im Wahlkampf propagierten Mauerbau nichts mehr zu hören war. Wer zu Jahresbeginn 100.000 Euro in mexikanischen Peso anlegt, verfügte Ende des Jahres jetzt nur noch über 89.510 Euro.

Britisches Pfund

Das knappe Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union schockte am 24. Juni Europa die ganze westliche Welt. Der britische Aktienmarkt erholte sich – wie auch andere europäische Börsen – von dem Schock zwar recht schnell und legte zweistellig zu. Doch das britische Pfund selbst steht weiter unter massivem Druck. Zum Euro hat es in diesem Jahr gut 13 Prozent verloren und damit so viel wie keine andere Hauptwährung. Aus 100.000 in Pfund investierten Euro wurden so nur noch 86.980 Euro.

Aktien China

Der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft verunsichert Anleger weltweit seit anderthalb Jahren. Das spiegelt sich auch der Börse wider. Der Leitindex CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandchinas erfasst, verlor über elf Prozent. Da gleichzeitig der Yuan zum Euro weiter abwertete, bleiben Anlegern die 100.000 Euro in den Index investiert haben, nur 85.450Euro übrig.

Aktien Ägypten

In Ägypten gab die Zentralbank den Wechselkurs im November frei, das ägyptische Pfund stürzte ab. Der ägyptische Leitindex EGX 30 gewann zwar über 70 Prozent - Euro Anleger hatten aber am Jahresende von 100.000 investierten Euro nur noch 79.570 Euro übrig.

Aktien Ghana

Der Aktienindex der ebenfalls sehr kleinen Börse in Ghana, verlor ebenfalls stark. Von 100.000 Euro bleiben nur 77.840 Euro übrig. Die agrarisch strukturierte Wirtschaft des als Musterdemokratie auf dem Kontinent geltenden Landes, schrumpft. Das Land ist stark vom Export von Rohstoffen wie Gold, Öl, Kakao und Edelhölzern abhängig. Dabei steigen zwar im vergangenen Jahr viele Rohstoffpreise, doch der Kakaopreis brach um fast ein Drittel ein.

Aktien Nigeria

Deutsche Anleger, die 2016 an der kleinen nigerianischen Börse 100.000 Euro investierten, hatten Ende des Jahres nur noch 61.390 Euro auf dem Konto. Das lag vor allem daran, dass die Währung Naira im Sommer einbrach, nachdem die Zentralbank die Anbindung der heimischen Währung an den Dollar aufgab.

Grund für den Optimismus ist wieder einmal Donald Trump. Die Hoffnung auf konkrete Pläne des neuen US-Präsidenten für Steuern und Wirtschaft treibe die Wall Street und zieht den Deutschen Aktienindex mehr oder weniger mit, erklärt Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Weil wegen eines Feiertags in den USA die Börsen an der Wall Street geschlossen bleiben, rechneten Experten aber mit einem vergleichsweise ruhigen Handel. Andere Analysten warnen vor Trumps unberechenbaren Handlungen: „Donald Trumps sprunghafte Politikversuche wirken am Kapitalmarkt in gewisser Weise wie ein Abkühlbecken nach einem ordentlichen Saunagang“, schrieb LBBW-Analyst Clemens Bundschuh in einem Marktkommentar.

Veröffentlichung der US-Börsenaufsicht: Das runderneuerte Portfolio von Warren Buffett

Veröffentlichung der US-Börsenaufsicht

Das runderneuerte Portfolio von Warren Buffett

Auch in den vergangenen Monaten ging Warren Buffett auf Einkaufstour. Neu dabei: unter anderem Monsanto.

Bei den Einzelwerten standen bei den Anlegern die Papiere der Deutschen Telekom hoch im Kurs. Sie stiegen um 3,3 Prozent auf den höchsten Stand seit Ende Januar und waren mit Abstand stärkster Wert im Dax. Am Tagesende notierten die Papiere noch gut 2,5 Prozent höher. Insidern zufolge will der japanische Telekom-Riese Softbank die Mehrheit an seiner US-Mobilfunksparte Sprint an die Telekom-Tochter T-Mobile US verkaufen.

Kommentare (3)

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20.02.2017, 09:35 Uhr

Der Dow Jones zieht mit Trump dem Merkel EU-Dax immer mehr davon. Mal schauen, ob das Plus des Dax sich heute ins Ziel retten kann.

Herr Tomas Maidan

20.02.2017, 13:25 Uhr

Lachhaft, Herr Hoffmann, selbst den weniger guten ANSTIEG des DAX zu einem Zeichen gegen Merkel zu wenden. Können Sie nicht an ihrem Stammtisch ihren Wahlkampf gegen Merkel machen? Dort könnnen Sie dann auch mal konkrete Alternativen vorstellen.

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20.02.2017, 16:33 Uhr

Die Schadenskanzlerin hat den Dax, das arme Tier, fest im Clinch. Nur ein Wahlsieg des glorreichen Herrn Schulz, kann den Ärmsten befreien.

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