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05.09.2016

17:52 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt im Minus

Der deutsche Leitindex verliert an Fahrt. Anlegern fehlen die Impulse, weil die US-Börsen wegen eines Feiertags geschlossen bleiben. Mehr Bewegung gab es an den Ölmärkten. Auch die Aktie von Metro ging auf Achterbahnfahrt.

Börse am Abend

Feiertag in den USA bremst den DAX

Börse am Abend: Feiertag in den USA bremst den DAX

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FrankfurtDer Labour Day in den USA sorgt für einen müden Dax. Wegen der feierbedingten Schließung der Wall Street fehlen die Impulse für größere Kurssprünge. Bis zum frühen Nachmittag hatten noch die schwachen US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag nachgewirkt und den Dax bis auf weniger als 100 Punkte an sein Jahreshoch gehievt. Später rutschte der Dax bei insgesamt dünnen Umsätzen in die Verlustzone und schloss mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 10.672 Punkten.

Trotz des impulsarmen Handels stehen die Vorzeichen für steigende Kurse recht gut. Denn die schwachen Jobdaten aus Übersee lassen Spekulationen aufkeimen, dass die Fed weiterhin mit niedrigen Zinsen plane.

„Deutsche Aktien profitieren immer noch von den US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag“, sagte ein Börsianer. „Denn sie signalisieren, dass die erwartete US-Zinserhöhung eher später als früher kommt.“ Für die Analysten der Essener National-Bank ist eine Anhebung bei der nächsten Fed-Sitzung Ende September aber noch nicht vom Tisch. „Obwohl die Markterwartungen verfehlt wurden, zeigt der Arbeitsmarktbericht deutlich an, dass der US-Jobmotor weiterhin in einem guten Zustand ist.“ Einer baldigen Zinserhöhung stünden die Zahlen nicht im Weg.

Daneben wetteten einige Anleger darauf, dass die Europäische Zentralbank (EZB) nach ihrer Ratssitzung am Donnerstag den Ankauf europäischer Aktien ankündigen wird, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Bislang sammeln die Währungshüter Anleihen im Volumen von 80 Milliarden Euro monatlich ein, um die heimische Konjunktur anzukurbeln. Ruland bezweifelte allerdings, dass eine Ausweitung des sogenannten Quantitative Easing (QE) auf den Aktienmarkt sinnvoll ist. „Schließlich fließt das Geld nicht direkt in die Realwirtschaft, sondern kommt Anlegern zugute.“

An den Rohölmärkten sorgte eine gemeinsame Erklärung Saudi-Arabiens und Russlands für Verwirrung. Die Ölpreise gingen daraufhin auch Achterbahnfahrt. Vor der Erklärung noch über fünf Prozent im Plus, verteuerte sich Rohöl der Sorte Brent zuletzt nur noch um 1,4 Prozent auf 47,49 Dollar.

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