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03.10.2013

18:08 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt im Minus

Schwache US-Börsen haben am Deutschen Aktienmarkt am Donnerstag zu Verlusten geführt. Nach einem trägen Feiertagshandel kam erst mit dem Start in New York Bewegung in die Indizes. Gewinner des Tages: Die Aktien von K+S.

Trügerische Ruhe im Feiertagshandel

Video: Trügerische Ruhe im Feiertagshandel

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DüsseldorfDer ungelöste Haushaltsstreit in den USA hat die europäischen Börsen auch am Donnerstag in die Tiefe gezogen. Der Dax fiel nach zuvor geringen Schwankungen mit der schwachen Eröffnung an den US-Märkten ins Minus und schloss 0,37 Prozent niedriger bei 8597,91 Punkten. Der MDax mittelgroßer Werte verlor 0,09 Prozent auf 15 112,84 Punkte. Der TecDax sank um 0,14 Prozent auf 1093,58 Punkte.

Hauptthema am Markt bleibt der Etatstreit in den USA und der damit einhergehende teilweise Verwaltungsstillstand. „Die Vorstellung, dass die weltgrößte Volkswirtschaft zahlungsunfähig wird, scheint absurd“, sagte ein Händler. „Aber Investoren fangen an, das Unerwartete einzupreisen.“


Fakten zum Dax

Fakt 1

Der Dax führt den Index der „Börsen-Zeitung“ fort. Basis der Indexberechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Die historische Zeitreihe reicht bis 1959 zurück.

Fakt 2

Dem Dax gehören die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse an.

Fakt 3

Der Dax wird als Performance-Index berechnet und unterscheidet sich so wesentlich vom Dow-Jones-Index für die US-Standardwerte, in dem die Aktien nicht gewichtet sind.

Fakt 4

Das Gewicht einer Aktie bemisst sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung der im Index enthaltenen Werte.

Fakt 5

Wichtigstes Kriterium für die Dax-Aufnahme sind der Wert des Unternehmens an der Börse (Marktkapitalisierung) und der Börsenumsatz. Jeweils zu Monatsbeginn erstellt die Börse eine Rangliste für Börsenumsatz und Marktkapitalisierung. Diese dient auch dem Arbeitskreis Aktienindizes als Entscheidungsgrundlage bei der Überprüfung des Index. Daneben werden unter anderem auch der Streubesitz oder die Sektorenzugehörigkeit berücksichtigt.

Fakt 6

Bei Dividenden- oder Bonuszahlungen wird die Indexberechnung um den Betrag der Barausschüttung korrigiert. Ähnliches gilt bei Kapitalmaßnahmen.

Fakt 7

Zur Dax-Familie zählen für die Nebenwerte der MDax und für die Kleinwerte der SDax, denen je 50 Werte angehören. Zudem gibt es den TecDax mit 30 Technologieaktien.

Fakt 8

Die Zusammensetzung des Dax wird einmal jährlich im September vom Arbeitskreis Aktienindizes überprüft. Diesem gehören die Deutsche Börse und Banken aus dem In- und Ausland an. Der Arbeitskreis tagt vier Mal im Jahr: im März, Juni, September, Dezember. Dabei überprüft er vor allem die Zusammensetzung der übrigen Indizes.

Fakt 9

Der Dax wird auf Basis der Xetra-Kurse von 9.00 bis 17.30 Uhr sekündlich berechnet. Danach gibt es einen L-Dax, der die Kursentwicklung an der bis 20.00 Uhr offenen Parkettbörse abbildet.

Im Streit um den US-Haushalt blieben die Fronten zwischen Demokraten und Republikanern auch am dritten Tag des „Government Shutdown“ verhärtet. Auch ein Spitzentreffen im Weißen Haus am Mittwoch hatte keine Annäherung gebracht. Die US-Parlamentarier haben noch bis Mitte Oktober Zeit, eine Anhebung der Schuldenobergrenze von derzeit 16,7 Billionen Dollar beschließen, sonst droht der weltgrößten Volkswirtschaft die Zahlungsunfähigkeit. Volkswirte warnen inzwischen vor spürbaren Rückschlägen für die Weltwirtschaft, für die US-Notenbank dürfte zudem die Gestaltung der Geldpolitik noch schwieriger werden.

An der Wall Street lag der Dow-Jones-Index der Standardwerte zum Handelsschluss in Europa 0,8 Prozent niedriger, die Technologiebörse Nasdaq büßte ebenfalls 0,8 Prozent ein. Zwar hofften die meisten Börsianer wie bei den vorangegangenen Diskussionen um die Anhebung der Schuldengrenze auf einen Kompromiss in letzter Minute, einige Händler begannen jedoch daran zu zweifeln. Als Grund nannten sie pessimistische Aussagen des US-Präsidenten Barack Obama. Dieser hat am Nachmittag die Republikaner angegriffen und ihnen vorgeworfen, wegen ihrer Ablehnung der Gesundheitsreform eine Einigung zu verhindern.

Die US-Währung stand erneut unter Verkaufsdruck. Der Dollar-Index fiel zu einem Korb aus sechs Währungen um bis zu 0,25 Prozent auf den tiefsten Stand seit Februar. Ein unerwartet schwach ausgefallener ISM-Index für den Dienstleistungssektor setzte dem Greenback zusätzlich zu. Der Euro markierte dagegen bei 1,3632 Dollar ein Acht-Monats-Hoch.

Kommentare (47)

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Programmierer

03.10.2013, 08:00 Uhr

Nein, der Dax geht auf über 8700, er muß doch noch das vorgestrige ausserbörsliche high bestätigen.
Das hatte er gestern vergessen der freche Dax.
Am meisten freue ich mich auf die Allianzeröffnung von mindestens 117,80.
Jeden Tag kann man Gewinne von 200 % und mehr machen.
Gestern wurden zwar die 8600er Calls ausgeknockt,aber das wollten die mal so, die Mächtigen, die haben bestimmt auch daran verdient.
Mein System sagt mir das heute wieder die maximale Gewinnmaximierung stattfindet.

Taglilie

03.10.2013, 08:23 Uhr

Ich gebe ja zu das man an der Börse die Zukunft handelt und daher die Kurse steigen. Trotzdem ziemlich auffällig das hier was nicht mehr normal läuft. Der Goldpreis fällt die Aktien steigen nur weil Profit gemacht wird mit dubiosen Geschäften mit Finanzzertifikaten? Was heißt das ausgeknockt? Und wie kann eine Aktie heute steigen wenn Pimco das ist eine Allianztochter Milliarden verliert? Warten die nur auf die frohe Botschaft bzgl. Haushaltseinigung?
Und wie können sie heute 200% Gewinn machen was muss da passieren?
So etwas gibt es gar nicht.

Account gelöscht!

03.10.2013, 08:39 Uhr

Wen oder was interessieren deutsche Feiertage ?

Da das institutionelle Geschäft zu ca. 75 % von Ausländern dominiert wird und ca. 70 % des Ordervolumens auf Eurex und Xetra in Deutschland aus dem angelsächsischen Raum kommt, wird auch an diesen Tagen auch ganz normal gearbeitet. Sinnvoller ist es daher, dass die Deutsche Börse endlich ihren Handelskalender nach US und UK Feiertagen ausrichtet/gestaltet. Aber da stößt man bei Gesprächen mit dem Börsenvorstand und der Geschäftsführung (leider) regelmäßig auf taube Ohren. Als Personen angesprochen fühlen sollten sich die Herren Preuß, Peters und Francioni.

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