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11.11.2015

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt im Plus

Angetrieben von den Bilanzen einiger Großkonzerne legt der Deutsche Aktienindex am Mittwoch zu. Größter Tagesgewinner ist die Aktie von Henkel. Bei den deutschen Nebenwerten gab es allerdings auch Enttäuschungen.

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FrankfurtAngetrieben von den Bilanzen einiger Großkonzerne haben die Aktienkurse am Mittwoch zugelegt. Der Dax schloss 0,7 Prozent im Plus bei 10.907 Punkten. „Wie zuletzt so häufig gesehen werden selbst überschaubare Rücksetzer postwendend zum Einstieg genutzt“, sagte Gregor Kuhn, Analyst beim Brokerhaus IG Markets. Allgemeine Marktimpulse gebe es derzeit kaum, fügte LBBW-Analyst Uwe Streich hinzu. Im Fokus stünden die Quartalszahlen.

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Ganz oben im Dax standen die Aktien von Henkel mit einem Plus von 6,7 Prozent. Die Anleger honorierten die höhere Prognose für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie. Gesucht waren auch Versorger-Aktien: RWE machte die Verluste vom Vortag wett und stieg um 0,7 Prozent. Die Eon-Aktie hingegen notierte im Handelsverlauf zwar im Plus, schloss dann aber nahezu unverändert bei 9,17 Euro. Eon-Chef Johannes Teyssen versuchte nach dem größten Verlust in der Unternehmensgeschichte Zweifel an der geplanten Aufspaltung zu zerstreuen: „Investoren spekulieren darauf, dass das große Reinemachen vor der Aufspaltung nun mit der hohen Abschreibung durch ist“, sagte ein Händler. RWE legt am Donnerstag seinen Zwischenbericht vor.

Es gab Enttäuschungen: Ein trüber Ausblick machte K+S zu schaffen. Die Aktien des Salz- und Düngemittelherstellers fielen um 3,7 Prozent und waren damit größter Tagesverlierer im Dax. Mit einem Abschlag von rund drei Prozent zählten auch die Titel der Deutschen Post zu den Dax-Schlusslichtern. Die Bonner schrammten nach hohen Abschreibungen auf eine fehlgeschlagene IT-Umstellung in ihrer kriselnden Frachtsparte im dritten Quartal nur knapp an einem Verlust vorbei.

Milliardenschwere Investitionspläne ließen dagegen die Aktionäre von Osram düster in die Zukunft blicken. Die Aktien brachen um 28 Prozent ein - das war der größte Kurssturz in der Firmengeschichte. Im TecDax setzten die Aktien des Apple-Zulieferers Manz im Sog ihrer Anfang der Woche vorgelegten Zahlen ihre Talfahrt fort und verloren rund sechs Prozent. Rund zehn Prozent büßten Jenoptik nach einer Prognosesenkung ein.

Schlusslicht im Euro Stoxx 50 war die Aktie von Vivendi mit einem Abschlag von 5,8 Prozent. Der Medienriese hatte angesichts des Konkurrenzkampfs im Musik- und Bezahlfernsehgeschäft im dritten Quartal einen Gewinnrückgang verzeichnet. Ebenfalls schrumpfende Gewinne als Folge des Preiskampfes mit den den deutschen Discountern Aldi und Lidl setzten in London Sainsbury zu, die sieben Prozent verloren. In Kopenhagen stiegen die Aktien von Carlsberg um acht Prozent. Der Brauer streicht nach einem massiven Verlust im dritten Quartal Stellen und baut kräftig um.

Von

rtr

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