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08.01.2010

07:19 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt im Plus

Der schwache Arbeitsmarktbericht aus den Vereinigten Staaten belastete den Dax nur kurzzeitig. Bis zum Schluss schaffte es der Index wieder ins Plus. Besonders gefragt waren Finanzwerte. Im TecDax legte Conergy um 30 Prozent zu.

Im Fokus der Anleger in Frankfurt: Der Arbeitsmarktbericht aus den USA. Reuters

Im Fokus der Anleger in Frankfurt: Der Arbeitsmarktbericht aus den USA.

HB FRANKFURT. Der überraschender Stellenabbau in den USA hat den Dax am Freitag nur kurzzeitig gebremst. Nach der Veröffentlichung der Daten war er zeitweilig auf bis 5 972 Zähler und damit unter die psychologisch wichtige Marke von 6 000 Punkten gefallen. Doch am Ende hat sich der deutsche Leitindex berappelt und legte um 0,3 Prozent auf 6 037 Punkte zu.

Das Handelsvolumen im Dax fiel auf 126 (Donnerstag: 133,7) Millionen Aktien. Der Umsatz kletterte auf 3,17 (2,99) Milliarden Euro.

An den US-Börsen notierte zum Handelsschluss in Europa der Dow-Jones-Index mit 10 581 Punkten 0,2 Prozent tiefer, der S&P 500 gab 0,1 Prozent auf 1 140 Stellen nach. Hingegen lag der Nasdaq-Composite 0,4 Prozent im Plus bei 2 308 Stellen.

"Der Stellenabbau ist zwar nicht dramatisch, aber enttäuschend, weil die Erwartungen nicht erfüllt wurden", sagte ein Börsianer. "Das ist aber noch nicht richtungsweisend. Erst wenn nächste Woche alle aus dem Weihnachtsurlaub zurück sind, machen wir Nägel mit Köpfen."

Im Dezember waren in der weltgrößten Volkswirtschaft 85 000 Arbeitsplätze abgebaut worden, während von Reuters befragte Analysten im Schnitt mit einer unveränderten Zahl an Jobs gerechnet hatten. Allerdings war die Spannbreite der Schätzungen relativ groß. "Temporäre Rückschläge in einem sich zunächst stabilisierenden und später bessernden Arbeitsmarkt sind normal", sagte Postbank-Volkswirt Heinrich Bayer. "Und zudem weisen alle verfügbaren Indikatoren darauf hin, dass sich die US-Wirtschaft derzeit in der Nähe der Beschäftigungsschwelle befindet." Positiv aufgenommen wurde zudem, dass im November nach revidierten Daten sogar 4 000 Stellen geschaffen wurden, nachdem ursprünglich ein Minus von 11 000 Jobs ausgewiesen worden war.

Europaweit standen Finanzwerte auf der Gewinnerseite. Am Morgen hatte die UBS empfohlen, Aktien aus dem Sektor der europäischen Investmentbanken überzugewichten. In diesem Jahr dürften sich die Umsätze der Investmentbanken verbessern, heißt es in einer Studie der Schweizer Bank. Der Stoxx-Sektorindex stieg um 0,5 Prozent. Eine Stütze für den Dax war das gut dreiprozentige Kursplus bei den Aktien des Index-Schwergewichts Deutsche Bank. Die UBS empfahl die Aktien des Frankfurter Instituts zum Kauf und begründete dies mit Aussagen auf einem Investorentag, bei dem ehrgeizige, aber glaubhafte Ziele für 2011 vorgestellt worden seien.

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