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24.02.2014

17:53 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt in Schlagdistanz zum Allzeithoch

Bis zum Nachmittag hatte der Dax nichts zu melden – trotz starker Konjunkturaussichten in Deutschland. Erst mit Eröffnung der US-Börsen wurden die Anleger mutiger. Das Rekordhoch ist wieder in greifbarer Nähe.

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Frankfurt„Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.“ Das bekannte deutsche Sprichwort lässt sich heute einmal mehr auf die Frankfurter Aktienmärkte übertragen. Denn der Dax, heute lange ein Schatten seiner selbst, sendete wie aus dem Nichts am Nachmittag erste Lebenszeichen in die Börsenwelt hinaus. Die Wiederbelebungsmaßnahmen leistete, wie so oft, die Wall Street.

Zum Ende hin kam dann noch die zweite Luft hinzu. Der Dax schloss mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 9709 Punkten. Von seinem Rekordhoch bei 9794 Punkten trennen den Leitindex somit weniger als 90 Punkte.

Die zweite Reihe präsentierte sich am Montag noch stärker. Der MDax beendete den Handel 0,6 Prozent fester auf 16.933 Punkten. Der TecDax verzeichnete ein Plus von 0,8 Prozent auf 1276 Punkten und schloss damit auf dem höchsten Stand seit Januar 2002.

Der Dow Jones notierte nach Frankfurter Börsenschluss 1,1 Prozent im Plus auf 16.284 Punkten. Der Nasdaq erklomm mit einem Punktestand von 4305 Zählern ein neues 14-Jahres-Hoch. Der S&P-500 verzeichnete bei 1855 Punkten sogar ein neues Rekordhoch.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar unerwartet weiter verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im zweiten Monat des Jahres von 110,6 auf 111,3 Punkte, wie das Ifo Institut am Montag in München mitteilte. Bereits in den vergangenen drei Monaten zeigte der Index einen positiven Trend. Experten hatten eine Stagnation bei 110,6 Punkten erwartet. Die Unternehmer blicken optimistisch in Zukunft. Allerdings darf der negative Einfluss der Schwellenländerkrise und der schlappen chinesischen Konjunktur mittelfristig nicht unterschätzt werden.

Der Ausblick für die deutsche Konjunktur bleibe freundlich, urteilte Helaba-Analyst Ralf Umlauf in einem Kommentar. Anhaltenden Grund zur Besorgnis bereiten laut LBBW-Analyst Berndt Fernow hingegen die Schwellenländer, wo sich wirtschaftliche und politische Probleme teilweise vermischen. „Direkt an der Ostgrenze der EU brennt es lichterloh: Die Zahlungsfähigkeit der Ukraine hängt an der Unterstützung Russlands, und die steht wiederum einer Annäherung an die EU und ihren politischen Standards entgegen.“ Russland drehte der Ukraine als Reaktion auf den Machtwechsel den Geldhahn zu und legte Milliardenhilfen auf Eis. Am Samstag hatte das Parlament Präsident Viktor Janukowitsch abgesetzt. Die ukrainische Währung Hrywnia verlor zum Dollar 2,4 Prozent und zum Euro 2,7 Prozent.

Bei den Einzelwerten erwischten die Aktien von VW einen rabenschwarzen Tag. Sie bildeten mit einem dicken Minus von 6,5 Prozent das Schlusslicht im Dax. Ein als teuer gewertetes Übernahmeangebot für Scania und ein enttäuschender Ausblick haben bei VW-Aktionären für Missmut gesorgt.

Kommentare (57)

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Account gelöscht!

24.02.2014, 10:43 Uhr

Bin gespannt ob der DAX es packt,diesmal nachhaltig die 9700 in Richtung neues ATH zu überwinden.Der Ifo-Index selber ist immer eher ein kleiner Kontra-Indikator.Man kauft Aktien langfristig erfolgreicher ,wenn die Stimmung in der Wirtschaft am Boden ist, wie 2003 oder 2009,nicht am Top wie 2000 oder 2007.

Programmierer

24.02.2014, 10:54 Uhr

Er wird es locker über 9700 schaffen, überall wir auf fallende Kurse gesetzt da kann man so gut wie immer darauf Wetten das die Handelssysteme anders programmiert sind

Wer_bin_ich

24.02.2014, 11:23 Uhr

Beste Kurse VOR oder NACH Handelsstart, das sag ich sicher NACH 10 UHR.
Die Mächtigen haben ihre Maschinen auf Gewinn programmiert.
Die 9600er Calls müssen geholt werden, dann laufen die Stopbuys, denn wir handeln im Kreis.
Die MüRü natürlich ab 9 Uhr immer UP zum Tagesgewinner.
Das Spiel läuft weiter man muss nur die Technik verstehen.

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