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11.04.2013

17:44 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt knapp unter 7900 Punkten

Die Rally am deutschen Aktienmarkt geht weiter. Verantwortlich für den jüngsten Aufschwung sind wieder einmal die Notenbanken. Experten sehen daher noch weiteres Potenzial nach oben - doch die Luft wird dünner.

Börse am Abend

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FrankfurtDie Aktienanleger in Europa haben ihre Einkaufstour auch am Donnerstag fortgesetzt. Der Dax ging am Ende, dank eines starken Schlussspurts, mit einem Gewinn von 0,78 Prozent auf 7871 Punkte aus dem Handel. Der Euro Stoxx 50 rückte um 0,6 Prozent auf 2677 Punkte vor. Der Euro übersprang nach einer erfolgreichen Auktion italienischer Anleihen die Marke von 1,31 Dollar und notierte damit so hoch wie seit sechs Wochen nicht mehr.

LBBW-Analyst Berndt Fernow geht davon aus, dass die Hausse an den Aktienmärkten erst einmal anhalten dürfte. "Die Kaufkraft der Institutionellen ist noch nicht erschöpft." Sie hätten bislang noch genügend Pulver trocken gehalten.

Die Prognosen der Finanzprofis

George Soros, Investor

„Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich, möglicherweise, ein Währungskrieg.“ (25.01.2013)

Marc Faber, Investor

„Zum ersten Mal seit vier Jahren, seit dem Tief im März 2009, liebe ich den Markt wieder. Denn je höher es geht, desto wahrscheinlicher ist, dass es zu einem schönen Crash kommt, einem gewaltigen Crash.“ (31.1.2013)

Bill Gross, Fondsmanager

„Die EZB ist in diesem Tagen die härteste der Zentralbanken. Aber angesichts einer europäischen Arbeitslosigkeit von 12 bis 13 Prozent - verglichen mit 7,7 Prozent in den USA  - müssen sie etwas tun. Letztendlich müssten sie ihre Währung in Relation zum Dollar und anderen Währungen schwächen, damit sie wettbewerbsfähiger werden.” (08.03.2013)

Felix Zulauf, Vermögensverwalter

„Ich sehe nichts von einer Normalisierung. Die strukturellen Probleme sind nach wie vor da, sie sind nur kaschiert worden und hat sie für eine gewisse Zeit in einem Meer von neugeschöpfter Liquidität ertränkt.“ (21.02.2013)

Jim Rogers, Rohstoffguru und Fondsmanager

„Amerika ist die größte Schuldnernation in der Geschichte der Welt.“ (24.02.2012)

Steen Jakobsen, Chefvolkswirt bei der Saxo Bank

„Ich persönlich hatte sehr negative Erwartungen insbesondere bezüglich der Realwirtschaft und den Aktienmärkten. Bei der Wirtschaft lag ich richtig, bei den Aktienmärkten nicht. Aber sollten Aktienmärkte nicht eigentlich der Realwirtschaft folgen?“ (28.2.2013)

Warren Buffett, Investor

Sicherlich, die nähere Zukunft ist unklar. Amerika blickt dem Unbekannten aber seit 1776 ins Auge. (01.03.2012)

Nouriel Roubini, Ökonom

„Die Risiken werden vom Markt derzeit zu niedrig eingeschätzt. Sie werden im ersten Halbjahr wohl eingedämmt bleiben, aber sie könnten wieder an die Oberfläche kommen.” (04.03.2013)

Stan Druckenmiller, Hedge-Fonds-Manager

„Die Party kann noch für eine Weile so weitergehen. Ich weiß nicht, wann sie enden wird, aber ich schätze, dass sie sehr schlimm enden wird.“ (5.3.2013)

Jim O’Neill, Chairman Goldman Sachs Asset Management

„Ich erwarte keine anhaltende Aufwärtsbewegung von dem derzeitigen Niveau, ohne dass es weitere Hinweise darauf gibt, dass die Wirtschaft in einem irrwitzig starken Tempo wächst.“ (18.03.2013)

Barry Knapp, Barclays

„Der große Treiber ist die Fed. Eine Wachstumskorrektur am Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Quartals ist wahrscheinlich. Unser Problem sind die Auswirkungen der fiskalischen Kontraktion, stagnierendes Wachstum und Investoren, die zu enthusiatisch sind in Bezug auf den Häusermarkt.“

Dan Veru, Investment-Chef Palisade Capital Management

„Ich denke es gibt viele Investoren die darauf warten, in den Markt einzusteigen.“

Mohamed El-Erian, Co-CIO bei Pimco

„Europa hat zwei Stangen Dynamit angezündet. Die erste betrifft die Inhaber kleiner Konten. Müssen auch sie Zwangsabgaben leisten, drohen soziale und politische Unruhen und ein Austritt aus der Eurozone. Die Folgen der anderen Dynamitstange sind weit komplizierter und ungewisser. Es ist eine Frage der Unverletzlichkeit von Bankguthaben in Europa. Und eine Erinnerung, dass Europa zu viele Ziele verfolgt und zu wenig Instrumente hat.“ (18.03.2013 zur Zwangsabgabe für zyprische Sparer)

Entscheidend für die weitere Entwicklung an den Börsen dürfte sein, ob die Zentralbanken ihren aggressiven geldpolitischen Kurs tatsächlich beibehalten werden. Bei der Bank of Japan besteht daran kein Zweifel, nachdem die Währungshüter in der vergangenen Woche angekündigt hatten, den Geldhahn noch weiter aufdrehen zu wollen als ohnehin von den Märkten erwartet. Die Führungsspitze der US-Notenbank Fed ist sich über den weiteren geldpolitischen Kurs dagegen alles andere als einig. Allerdings waren bei der Sitzung der Fed die jüngsten Daten vom US-Arbeitsmarkt noch nicht bekannt, die wesentlich schlechter ausgefallen waren als gedacht.

Am Devisenmarkt stieg der Euro bis auf 1,3138 Dollar von 1,3068 am Vorabend in New York. Italien hatte am Vormittag mehr als sieben Milliarden Euro mit Anleihen zwischen drei- und 15-jähriger Laufzeit eingesammelt. Die Renditen gingen zum Teil deutlich zurück. Angesichts der Freude über die lockere Geldpolitik der Zentralbanken - vor allem der japanischen - rückten die Sorgen über die unsichere politische Zukunft Italiens derzeit in den Hintergrund, sagte Analyst Nicholas Spiro von Spiro Sovereign Strategy. Am Sekundärmarkt fielen die Renditen der zehnjährigen Anleihen Italiens zeitweise auf 4,276 Prozent nach 4,315 Prozent im Schlussgeschäft vom Mittwoch.

Kommentare (18)

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11.04.2013, 08:06 Uhr

na wer haette das gedacht.Nach 3 Plustagen in Amerika wird sich bis halb 4 keiner gross aus dem Fenster wagen.und dass die Rally in amerika heute weitergeht würde ich eher bezweifeln.und die Intraday Bewegungen des DAX korelieren zum Glück kaum mit den US Bewegungen

Prittstift

11.04.2013, 09:55 Uhr

Die Karten werden neu gemischt.
Ab 7850 gilt es entweder in neue Höhen vorzudringen oder
der Dax prallt ab und landet irgendwo bei 7600.
Die kommenden Tage werden es zeigen.
Ich favorisiere einen Anstieg Richtung 8100 und dann könnts auch wieder Richtung 7500 und tiefer gehen.

Lock_in_Gains

11.04.2013, 12:00 Uhr

Sind die Vogelgrippe und Nordkorea vom Tisch? Nein. Liefern Italien und Frankreich Stabilität? Nein.

Positive Impulse kommen weiter von der Notenbankenpresse und den US-Unternehmenszahlen, da diese bereits im Vorfeld nach unten revidiert wurden - es kann also fast nur positive Überraschungen geben.

Der nächste Rücksetzer kommt bestimmt und es bleibt weiterhin spannend.

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