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26.11.2013

17:48 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt knapp unter 9300 Punkte

Der heutige Handelstag dürfte schnell in Vergessenheit geraten. Keine Impulse, wenig Bewegung und geringe Umsätze. Der Dax schließt kaum verändert. Doch die Ruhe trügt. Morgen dürfte es wieder spannend werden.

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FrankfurtEin Handelstag geht zu Ende, an dem Handel kaum stattgefunden hat. Nach der gestrigen Rekordrally zeigte sich der Dax heute resistent gegenüber jeglichen Impulsen. So konnten sich die Anleger auch nicht für die neuesten US-Immobiliendaten begeistern. Sie beobachteten das Marktgeschehen und hielten ihr Geld beisammen. Die Zurückhaltung lässt sich gut an den geringen Umsätzen des Dax ablesen. Heute wurden beim Dax Wertpapiere in einem Volumen von gerade einmal 1,6 Milliarden Euro gehandelt. An einem normalen Handelstag sind es mehr als doppelt so viel.

Der Dax ging am Ende mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent auf 9290 Punkten aus dem Handel. Gravierend anders hatte der Deutsche Aktienindex schon zur Eröffnung nicht notiert. Der heutige Kursverlauf war mehr eine Horizontale denn eine steigende beziehungsweise sinkende Kurve. „Der Markt ist ein wenig müde nach der jüngsten Rally“, kommentierte Philippe Gijsels von BNP Paribas Fortis Global Markets das Börsengeschehen.

In Amerika wurden die Wohnbaubeginne im Oktober veröffentlicht, die ein Indikator für den konjunkturellen Zustand der USA sind. Erwartet wurden im Schnitt 930.000 Baubeginne. Diese Zahl wurde übertroffen. Die offizielle Zahl der Baubeginne in den USA lag im Oktober bei 1,03 Millionen.

Die gestiegene Zahl der Baubeginne könnte mit der stetigen Erholung des US-Arbeitsmarktes zu tun haben, die es mehr Menschen erlaubt, sich ein Eigenheim zu leisten. Außerdem erleichtern die niedrigen Zinsen den Häuserbau günstig durch Kredite mitzufinanzieren.

Dass die Zahlen keinen Einfluss auf die Börsen genommen haben, weder in Europa noch in den USA, mag damit zusammenhängen, dass morgen stichhaltigere Daten aus Amerika veröffentlicht werden. Am Mittwochnachmittag werden nämlich die wöchentlichen Erstanträge für die Arbeitslosenhilfe erwartet. Die Arbeitsmarktdaten werden von der US-Notenbank eng an ihr Anleihekaufprogramm geknüpft. Fallen die Zahlen erheblich besser aus als erwartet, würde das den nebulösen Zeitpunkt der Drosselung des Anleihekaufprogramms näher rücken lassen und zugleich die Börsenkurse beeinträchtigen. Sollten die US-Jobdaten hingegen die Prognosen nicht erfüllen können, dürften wieder einmal neue und verwegene Spekulationen über das „Tapering“ an den Börsen herumgeistern und den Kursen einen weiteren irrationalen Schub verleihen.

Deutsche-Bank-Prognose für 2014

Dax

9800 Punkte

S&P 500

1850 Punkte

Rohöl Sorte Brent

105 Dollar je Barrel

Gold

1325 Dollar je Feinunze

Zehnjährige Bundesanleihen
Zehnjährige US-Treasuries

3,5 Prozent

Euro-Dollar

1,15 Dollar

Einige Händler verweisen hierzulande auch auf ein mögliches Platzen der Koalitionsverhandlungen in Berlin, die vor allem in Frankfurt und Europa die Kurse beeinträchtigen könnten. Die Aussicht auf Neuwahlen in der größten Volkswirtschaft der Euro-Zone könnten die Anleger zu einer Überprüfung ihrer derzeitigen Dax-Strategie bewegen, kommentierte ein Börsianer. Union und SPD haben vor den Schlussberatungen in Berlin nach eigenen Angaben noch keinen zentralen Streitpunkt gelöst.

Bei den Einzelwerten konnte Bayer nur kurz von der Meldung profitieren, den norwegischen Algeta zu übernehmen. Die Papiere stiegen am Morgen ins Plus, verloren dies aber schnell wieder. Am Ende gingen die Papiere mit einem Abschlag von 0,3 Prozent aus dem Handel.

Es ist nicht sicher, dass das Angebot auch zu einer Übernahme führen werde, erklärte Algeta. Die „Frankfurter Rundschau“ hatte bereits am Montagabend vorab über das Vorhaben berichtet. Algeta arbeitet mit Bayer schon seit längerem bei dem Krebsmittel Xofigo zusammen. Das Präparat zählt zu den fünf wichtigsten neuen Arzneien von Bayer.

Kommentare (50)

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Account gelöscht!

26.11.2013, 07:43 Uhr

Wie stehen denn die Maschinen heute? Auf Up?

Programmierer

26.11.2013, 07:53 Uhr

Das sieht ja wohl jeder. 8400 am Nachmittag sind Programm
8 Uhr gibt es Aktien am billigsten

Zahlenmeister

26.11.2013, 07:53 Uhr

Ja, klar stehen die Maschinen auf UP! Das sieht doch ein Blinder mit Krückstock... weißt Du doch!
Die Geldvermehrungsmaschinen der Reichen können bei dieser Geldflut doch gar nicht anders! Wer beim Casino momentan nicht mitmacht und mit superknappen Scheinen und noch besseren Stopps kein Geld verdient, ist doch selber Schuld ;)
Achja... Lieber Programmierer: Hat Dir Dein Krombacher zur Rettung des Regenwaldes gut geschmeckt? Ich hoffe, die Philippinin hat sich über Ihre Spende gefreut und sich vielleicht auch "erkenntlich gezeigt":D

PS: Ich finds auch sehr unterhaltsam hier!

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