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22.02.2016

17:53 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt knapp zwei Prozent im Plus

Der Ölpreis steigt, die Börsen in Asien und den USA ebenso und auch dem Dax geht es gut. Nach der bislang besten Woche des Jahres schloss der deutsche Leitindex am Montag erneut im Plus.

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Erfreulicher Montag an der Börse

Börse am Abend: Erfreulicher Montag an der Börse

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FrankfurtDeutlich höhere Rohölpreise und ein schwächelnder Eurokurs haben dem Dax am Montag wieder kräftige Aufwärtsimpulse verliehen. Mit einem Plus von 1,98 Prozent ging der deutsche Leitindex bei 9573,59 Punkten aus dem Handel und knüpfte damit an seinen fast fünfprozentigen Gewinn aus der Vorwoche an.

Seit seinem Hoch im November 2015 hatte der Dax in der Spitze insgesamt 24 Prozent eingebüßt und befindet sich seit Mitte Februar wieder auf Erholungskurs. Doch ein Marktexperte mahnte zur Vorsicht. Die Kurse könnten durchaus wieder fallen, falls das fragile Vertrauen der Anleger durch neue negative Konjunkturdaten wieder erschüttert werde.

Die Chronik des Ölpreisverfalls

Der Verfall

Ein weltweites Überangebot bei schwächelnder Nachfrage setzt dem Ölpreis immer stärker zu. Noch im Juni 2014 kostete ein Barrel (Fass zu je 159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent 115,7 Dollar. Derzeit kostet ein Fass Öl aus der Nordsee weniger als 33 Dollar.

Die Gründe

Ein Grund für das Überangebot ist der Schieferölboom in den USA. Ein anderer ist die Förderpolitik der Opec, die anders als in früheren Jahren den Preis nicht durch die Senkung von Fördermengen stützen will oder kann. Stattdessen kämpfen die Kartellmitglieder mit Rabatten um ihre Marktanteile. Diese Preis-Meilensteine durchschritt die Ölsorte Brent seit Anfang 2015:

7. Januar 2015

Der Brent-Preis fällt zum ersten Mal seit Mai 2009 unter 50 Dollar je Fass.

13. Januar 2015

Mit 45,19 Dollar erreicht Brent den niedrigsten Stand seit März 2009.

3. Februar 2015

Spekulationen auf einen deutlichen Rückgang des Überangebots treiben den Preis für Brent wieder über 55 Dollar.

6. Mai 2015

Export-Ausfälle in Libyen schüren Spekulationen auf einen Versorgungsengpass: Der Ölpreis steigt bis auf 69,63 Dollar.

3. August 2015

Erstmals seit Januar rutscht Brent wieder unter die 50-Dollar-Marke. Auslöser ist ein Rekordanstieg der Ölproduktion der Opec-Länder im Juli.

24. August 2015

Aus Sorgen vor einer deutlichen Abkühlung der chinesischen Wirtschaft machen Anleger einen großen Bogen um Öl. Brent verbilligt sich um bis zu 6,5 Prozent auf 42,51 Dollar. Damit kostet das Nordsee-Öl so wenig wie zuletzt im März 2009.

8. Dezember 2015

Nachdem die Opec ihre Förderpolitik bestätigt hat und in der Abschlusserklärung nicht einmal mehr eine Zahl für die Obergrenze der Produktion auftaucht, gehen die Notierungen erneut in die Knie: Brent fällt auf bis zu 39,81 Dollar und ist damit so billig wie zuletzt im Februar 2009.

21. Dezember 2015

Brent kostet mit rund 36 Dollar so wenig wie zuletzt im Juli 2004.

4. Januar 2016

Nach der Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen im sunnitischen Saudi-Arabien eskaliert der seit langem schwelende Konflikt zwischen dem Iran und dem Königreich. Dies macht eine gemeinsame Linie der beiden Opec-Mitglieder in der Ölpolitik unwahrscheinlich. Die Preise nehmen ihre Talfahrt wieder auf.

7. Januar 2016

Brent stürzt um sechs Prozent auf 32,16 Dollar ab und notiert damit so niedrig wie zuletzt im April 2004. Damals hatte der Preis zuletzt die 30-Dollar-Marke unterschritten.

Der MDax mittelgroßer Werte gewann am Montag 1,67 Prozent auf 19 326,02 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax kletterte um 0,82 Prozent auf 1625,82 Punkte. Die Ölpreise sanken in der Hoffnung auf eine baldige Begrenzung der Ölschwemme. Der Kurs des Euro gab ebenfalls nach und wurde am Abend nahe dem auf 1,1026 Dollar festgelegten Referenzkurs gehandelt. Ein schwacher Euro hilft deutschen Unternehmen, die ihre Waren außerhalb der Eurozone exportieren.

Von

dpa

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