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09.01.2017

17:59 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt leicht im Minus

Dax-Anleger starten lustlos in die neue Woche. Der deutsche Leitindex dümpelt vor sich hin und schließt am Abend leicht unter dem Niveau von Freitag. Unter die Räder geraten die Aktien von Fresenius Medical Care.

Börse am Abend

Erschreckte Aktionäre: Dialysekonzern FMC unter Druck

Börse am Abend: Erschreckte Aktionäre: Dialysekonzern FMC unter Druck

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FrankfurtDer Dax setzt seinen Seitwärtskurs fort. Auch am Montag kommt Deutschlands Börsenbarometer kaum vom Fleck. Der Leitindex schließt am Abend 0,3 Prozent im Minus bei 11.564 Punkten. Auch der MDax, in dem die mittelgroßen Unternehmen repräsentiert sind, geht leicht schwächer bei 22.194 Punkten aus dem Handel. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg hingegen leicht auf 1.847 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,4 Prozent auf 3.309 Zähler nach unten.

Auch aus den USA, wo Anleger gespannt darauf warten, dass der US-Index Dow Jones die magische Marke von 20.000 Punkten übersteigt, kamen keine weiteren Impulse. Zum Handelsschluss in Frankfurt stand der Dow Jones noch etwa 70 Punkte unterhalb der 20.000-Punkte-Schwelle.

„Nach der fulminanten Jahresendrally am deutschen Aktienmarkt im Dezember und einem starken Jahresauftakt hielten sich die Anleger in den letzten Tagen erst einmal mit Engagements zurück“, resümierte LBBW-Investmentanalyst Wolfgang Albrecht. Eine Verschnaufpause sei deshalb nicht überraschend.

Unter den Dax-Werten traf es Papiere von Fresenius Medical Care (FMC) besonders hart. Sie brachen regelrecht ein und waren am Mittag mit mehr als sechs Prozent Verlust die größten Verlierer im deutschen Leitindex. Der Dialysekonzern befürchtet im wichtigen US-Geschäft Einbußen, weil Plänen der US-Behörde CMS zufolge Wohltätigkeitsorganisationen bestimmten Dialysepatienten keine Zuschüsse mehr für Zusatzversicherungen bezahlen dürfen. „Die 2000 Patienten, um die es sich wohl dreht, machen den Kohl nicht fett“, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Aber offenbar befürchteten Investoren, dass die Beschränkungen auf weitere Patientengruppen ausgedehnt würden.

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Gefragt waren dagegen Volkswagen. Die Papiere gingen mit fast fünf Prozent Plus aus dem Handel. Insidern zufolge steht der Autobauer im Streit um manipulierte Abgastests vor einem Vergleich mit den US-Behörden. Der Bericht der „New York Times“ über die Verhaftung eines VW-Managers spielte Börsianern zufolge dagegen nur eine untergeordnete Rolle.

Drohende Belastungen durch steigende Treibstoffkosten haben Lufthansa am Montag zu schaffen gemacht. Die Aktien der Fluggesellschaft gingen fast sechs Prozent schwächer als am Freitag aus dem Handel. Das Unternehmen erwartet wegen des gestiegenen Ölpreises im laufenden Jahr eine um 400 Millionen Euro höhere Tankrechnung. Treibstoff ist für Fluggesellschaften ein großer Kostenfaktor. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee kostet dank gedrosselter Fördermengen derzeit mit etwa 56 Dollar je Barrel (159 Liter) mehr als doppelt so viel wie vor etwa einem Jahr.

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