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07.02.2012

16:56 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt leicht im Minus

Nach der jüngsten Börsenrally kommt der Dax ins Straucheln. Am Dienstag bewegt er sich nach einem leicht positiven Start im Minus. Dennoch erhöhen die Analysten nach dem überragenden Jahresauftakt ihre Prognosen.

Nach der jüngsten Kursrally ist es für einige Anleger Zeit Kasse zu machen. ap

Nach der jüngsten Kursrally ist es für einige Anleger Zeit Kasse zu machen.

Wegen des nicht enden wollenden Gezerres um die Sanierung Griechenlands sind einige Aktienanleger am Dienstag auf Nummer sicher gegangen und haben Gewinne mitgenommen. „Es ist alarmierend, dass Griechenland am Montag eine neue Deadline verstreichen ließ, die die neuen Finanzhilfen endlich in trockene Tücher gebracht hätte“, sagte Analyst Daniel Kukalj vom Bankhaus Close Brothers Seydler. „Die Nerven der Investoren werden weiter strapaziert und Griechenland bewegt sich immer mehr auf eine Pleite zu, die auch für die übrigen europäischen Länder zur Bedrohung wird.“

Der Dax schloss am späten Nachmittag nur noch 0,2 Prozent tiefer bei 6.754 Punkten, nachdem er längere Zeit sogar unter der Marke von 6.700 Zählern verweilte. „Der Dax ist charttechnisch gesehen hoffnungslos überkauft“, betonte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Es sei schon positiv, dass er nicht stärker falle. Belastend wirkten sich auch schwache Daten zur deutschen Industrieproduktion aus. Der MDax der mittelgroßen Werte sank um 0,7 Prozent auf 10.307 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es 0,8 Prozent auf 764 Punkte runter.

Börse Frankfurt am Abend

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Unterdessen brachen im Nebenwerte-Index MDax Fielmann um 6,9 Prozent ein. Börsianer äußerten sich enttäuscht über die vorgelegten Geschäftszahlen.

Der Commerzbank drohen millionenschwere Zins-Nachzahlungen auf mehrere Genussscheine ihrer Tochter Eurohypo. Die Bank unterlag am Dienstag auch in zweiter Instanz gegen den Hedgefonds QVT, der vor dem Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) einen noch größeren Erfolg feiern konnte als beim Landgericht. Am Dienstag notierte das Papier gegen den Markttrend mit drei Prozent im Plus. „Eine Lösung für die Eurohypo wäre ein Riesenschritt nach vorne“, beschrieb ein großer Investor den Optimismus.

Zulegen konnten dagegen die im Technologie-Index TecDax gelisteten Aktien von Centrotherm, die sich 3,9 Prozent verteuerten. Medienberichten zufolge hat der Solarindustrie-Zulieferer einen Großauftrag aus Saudi-Arabien erhalten. Die zuletzt gut gelaufenen Titel von HHLA verloren 1,2 Prozent, obwohl der Containerboom dem Hamburger Hafenbetreiber im abgelaufenen Jahr einen Umsatz- und Gewinnsprung beschert hatte.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:55 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Bund-Future

138,70 Euro (+ 0,3 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin hat wegen eines deutlich gekappten Flugangebots im Januar weit weniger Fluggäste befördert als ein Jahr zuvor. Insgesamt ging die Zahl der Passagiere um elf Prozent auf 1,9 Millionen zurück, wie Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft am Dienstag mitteilte. Zugleich waren die Maschinen aber besser gefüllt: Die Auslastung verbesserte sich von rund 72,4 auf rund 75 Prozent. Dies sei der beste Januar-Wert, seit Air Berlin die Verkehrszahlen veröffentliche, hieß es. Air Berlin hatte im Zuge ihres Sanierungsprogramms das Flugangebot deutlich zusammengestrichen. Im Januar sank die Zahl der angebotenen Tickets um mehr als 14 Prozent. Unrentable Routen fielen weg, außerdem soll die Flotte schrumpfen. Die mittlerweile im SDax gehandelten Titel verloren 0,2 Prozent.

Aktie im Fokus: Fielmann sacken nach Zahlen ab

Video: Aktie im Fokus: Fielmann sacken nach Zahlen ab

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Gute Geschäftsaussichten beim norwegischen Düngemittelkonzern Yara haben laut Händlern auch die Aktien des Rivalen K+S nach oben gezogen. Die Papiere gewannen am Dienstag 1,7 Prozent und gehörten damit zu den wenigen Gewinnern im Dax. Yara hatte am Morgen mitgeteilt, dass der Stickstoff-Markt im ersten Quartal wieder an Schwung gewonnen habe. Die Aktien schossen in Oslo in der Spitze um 4,6 Prozent in die Höhe. Auftrieb erhielt die K+S-Aktie auch von einen Kommentar der WestLB. Die Analysten setzten die Aktien auf die Large Cap Focus List und bekräftigten ihre Kaufempfehlung. „Wir glauben nicht, dass es am Kali-Markt eine Spekulationsblase gibt und daher größere Preisrückschläge drohen“, hieß es in dem Kommentar.

Kommentare (44)

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Alfons-a-mon-president

07.02.2012, 07:12 Uhr

Es muss an dem Satz liegen: "„Ich unterstütze Nicolas Sarkozy, egal, was er tut“"
Das dämliche Grinsen von Sarkozy war kaum noch zu ertragen, wenn er steht und die Hüfte verdreht als hätte er Hämorrhoiden, muss man unwillkürlich an Louis de Funès denken.
Die pummelige Angela versucht graziös zu erscheinen und macht sich dabei nur lächerlich.
Unglaubwürdig und vorgespielt kommt dem Zuschauer diese Trauergemeinde vor.
Man kann, man muss sich schämen ein Europäer zu sein wenn diese beiden das Nonplusultra von Europa der Nationen sein sollen und wollen.
Was ist aus unsere Politelite geworden dass wir uns diese Mittelmäßigkeit stundenlang reinziehen müssen.
Auf allen Kanälen werden wir überflutet mit der deutsch-französische Commedia dell'Arte.
Und keiner merkt dass diese sich als Retter des Euro aufspielende Duo, Stellvertretend der deutsch-französische Achse sind, die uns Europäer in diese Sackgasse geführt haben weil sie allein bis heute in Europa das Sagen hatten. Morgen muss ich zum Arzt, meine Galle hat da nicht mehr mit gemacht. Sie hat sich entzündet, ich bin eben empfindlich.

Wann_raus

07.02.2012, 07:20 Uhr

Richtig HB: Die Geldflutung der Notenbanken bzw. der Nullzins treiben die Kurse. Uralter Zusammenhang, der gerne unterschätzt wird. Diese Inflationierungspolitik war zu befürchten, aber nicht unbedingt zu erwarten - oder doch? Entschuldung nur über Inflationierung, steht rechts treffend. Nur ist die Frage offen, wann das durchschlägt.

Hhm! Prognose zur Jahresmitte 6.500. Oder 7.000.

Was sind solche Prognosen wert? Gesten 6.765. Da sind 7.000 nicht wirklich weit. Auch 6.500 nicht.

Dennoch in Optimismus nach oben? Vorsicht bleibt angesagt. Die nachziehenden Prognosen sind nur Eingeständnisse, zuvor falsch gelegen zu haben. Die Meldungen der letzten Wochen klingen einfach zu phantastisch, um dem blind zu folgen. Korrekturen nicht ausgeschlossen. Also nichts wirklich Neues. Business als usual. Der große dicke Daumen, der den verlässlichen Weg nach oben oder unten weist, ist wieder nicht da. ;-)




An_PausenClown_Alfons

07.02.2012, 07:29 Uhr

@ Alfons
Sie hätten, so klingt Ihr Beitrag, eine ganz andere Meinung von dem Duo(und eine gesunde Galle), wenn es aussehen und auftreten würde wie KTG und Bettina Wulff.
Zu den Inhalten sagen Sie nichts.

Genau solche Menschen wie Sie sind es, die uns eine Unmenge von politischen Totalversager beschert haben.

Kümmern Sie sich um Inhalte, geben Sie Anregungen, was heute zu tun sein könnte. Es geht nicht darum, zu entscheiden wie es gewesen wäre, wenn es den Euro nicht gäbe oder Griechenland nie beigetreten wäre oder die Banken keine Problem hätten. Was dann nämlich zu tun wäre, wissen alle.
Was haben Sie zu sagen, außer Plattheiten? Welche Alternative gibt es zur 55 Jahre bestens bewährten deutsch-französischen Achse? Etwa smarte Typen wie KTG oder was???

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