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06.01.2014

17:48 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt leicht im Minus

Vor wichtigen Daten im Wochenverlauf verhielten sich Anleger am Montag träge. Die nachmittäglichen Kursgewinne verabschiedeten sich zu Börsenschluss wieder. Der Dax ging mit Verlusten aus dem Handelstag.

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FrankfurtDer deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag zum Start in die erste vollständige Handelswoche des neuen Jahres nur wenig bewegt. Der Dax schloss 0,1 Prozent im Minus auf 9428 Punkten. Vor der Sitzung der EZB und vor dem Beginn der US-Bilanzsaison - beides am Donnerstag - wolle sich niemand zu weit aus dem Fenster lehnen, sagte ein Händler. Entsprechend gering blieb der Handel.

Der MDax ging mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 16.566 Punkten aus dem Rennen. Der TecDax schloss 0,1 Prozent schwächer auf 1182 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,2 Prozent.

DWS-Prognose: Aktienmärkte

Aktienmärkte: Mehr Volatilität

Insgesamt dürfte es ein solides Jahr an den Finanzmärkten werden. Wir erwarten verhaltene Anstiege an den Kapitalmärkten, wenn auch nicht mehr so deutlich wie 2013. Allerdings rechnen wir mit einer höheren Volatilität.

Anhaltende Niedrigzinsen

Für den Kapitalanleger gilt angesichts des Niedrigzinsumfelds und der finanziellen Repression grundsätzlich: Er muss mehr ins Risiko gehen.

Unternehmensgewinne sind die Kurstreiber

Für die Aktienmärkte sehr optimistisch ist Henning Gebhardt, Head Europe, Middle East and Africa Equities. Er sagt: „In den vergangenen Jahren standen die Aktienmärkte unter dem Einfluss von Risikoaversion und Normalisierung. 2014 dürfte sich dies wandeln. Jetzt dürften die Gewinne der Unternehmen zum Haupttreiber werden. Dies sollte den Börsen in den kommenden zwölf Monaten weiteren Auftrieb geben.“

15 Prozent sind drin

Für die Fortsetzung des Kursanstiegs spreche auch, dass viele Investoren Aktien in ihren Depots immer noch untergewichtet haben. An den meisten Aktienmärkten sollten Renditen von bis zu fünfzehn Prozent erzielbar sein.

Europäische Aktien

An europäischen Aktien führt nach Ansicht der DWS-Experten kein Weg vorbei. Aktien in Europa seien historisch gesehen immer noch sehr günstig.

Solide: Zyklische Konsumgüter und Industrie

Investoren sollten zudem überlegen, auf konjunktursensitive Branchen zu setzen und Aktien aus den Bereichen zyklische Konsumgüter, Industrie und Finanzdienstleistungen über zu gewichten.

Wachstumsprofiteure: Small-Cap-Aktien

Small-Cap-Aktien dürften ebenfalls überdurchschnittlich von dem höheren Wirtschaftswachstum profitieren und sollten daher gegenüber Large-Cap-Papieren die Nase vorne haben. Anleger sollten Aktien zinssensitiver Unternehmen aus den Bereichen Versorger und Basiskonsum tendenziell untergewichten.

Zu Beginn der ersten vollen Handelswoche im neuen Jahr fänden die Märkte angesichts gemischt ausgefallener Einkaufsmanagerindizes keine klare Richtung, sagte Aktienhändler Toby Morris von CMC Markets. „Wir fahren mit angezogener Handbremse", brachte ein Händler in Zürich die Stimmung auf den Punkt. Die Investoren wollten erst die in den nächsten Wochen anstehenden Bilanzen abwarten, ehe sie sich neu positionierten. Am Donnerstag beginnt in den USA mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen von Alcoa die Bilanzsaison. Ebenfalls am Donnerstag tritt der Rat der EZB zur ersten Sitzung im neuen Jahr zusammen. Zwar besteht nach Ansicht der meisten Experten bis auf weiteres kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Dennoch dürfte die Pressekonferenz von EZB-Chef-Mario Draghi im Fokus stehen. Denn viele Anleger erhofften sich Hinweise auf den weiteren Kurs der EZB.

Für Kursbewegung sorgten Konjunkturdaten aus China und Europa. Das Reich der Mitte und Lokomotive für die Weltkonjunktur enttäuschte: Die Geschäfte der Dienstleister wuchsen im Dezember so langsam wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Die Wirtschaft in der Euro-Zone legte dagegen zum Jahresende einen Schlussspurt hing, so dass erstmals seit knapp zwei Jahren wieder neue Jobs geschaffen wurden. Bei den Dienstleistern in Spanien - einem der Euro-Sorgenkinder der vergangenen Jahre - liefen die Geschäfte sogar so gut seit Juli 2007 nicht mehr. Das honorierten auch die Investoren: Der Standardwerte-Index Ibex an der Madrider Börse lief mit einem Plus von rund einem Prozent dem Dax davon.

Kommentare (60)

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deltaone

06.01.2014, 08:05 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

alexfiftyfour

06.01.2014, 09:43 Uhr

Das ist möglich. Vielleicht wird die 10.000 eine 8.000.
Da haben wir auch erst ein Stückchen drüber umgedreht.

Für mich ist 10.000 eine ganz dicke Widerstandslinie. Und ich werde mit großer Wahrscheinlichkeit alle meine Long Positionen vor der 10.000 schließen und dann erst mal schauen, was passiert.

Aber das kann man jetzt noch nicht genaus sagen. Das ist von so viele Faktoren abhängig. Erreichen wir die 10k erst im März, ist vielleicht noch Luft nach oben, weil der Markt langsam an die 10k gelaufen ist und keine Übertreibung gebildet hat.

Vielleicht rennen wir aber auch direkt ab dem 6. Januar zur 10k. Das ist nicht mehr weit. Eine starke Woche und wir sind da. Dann würden bei mir alle Warnleuchten angehen und ich würde vermutlich direkt bei erreichen der 10k eine dicke Short Position eingehen.

Die großen charttechnischen Marken haben auch immer eine enorme Anziehungskraft. Das hat man heute bei der 9500 gesehen. Die letzten Punkte ist der Markt gerannt wie blöd. Und das obwohl eigentlich heute schon fast Weihnachten ist und eigentlich die meisten Trader Urlaub machen.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir bei der 10k auch so einen Anziehungseffekt sehen. Vielleicht ab 9850 oder 9920 geht es dann rasant aufwärts. Dann ein kurzes Anklopfen und wir fallen wieder zurück.

Auf jeden Fall wird es die ersten Wochen in 2014 sehr spannend.

Game_Over

06.01.2014, 09:46 Uhr

Sehr gut erkannt!

Die Baisse nährt die Baisse.
Im Schnitt verlieren wir jetzt 100 - 150 Punkte pro Tag.
Die 8000 ist also durchaus realistisch bis Ostern.

Man sieht es ja auch heute wieder wie schnell sich die Käufer zurückziehen.

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