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03.03.2016

17:49 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt leicht unter Vortagesniveau

Lange hat der Dax den Positivtrend am Donnerstag nicht gehalten. Nach der jüngsten Rally nahmen Anleger ihre Gewinne mit. Der deutsche Leitindex verzeichnet bis Handelsschluss leichte Verluste.

Dax verliert an Schwung - Conti im Aufwind

Video: Dax verliert an Schwung - Conti im Aufwind

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Frankfurt/DüsseldorfDer deutsche Leitindex hat am Donnerstag lange um die knappen Vortagesgewinne gekämpft. Letztlich konnte er sie aber nicht verteidigen. Der Dax schloss auf 9752 Punkten und damit 0,3 Prozent im Minus.

Dabei ging der Tag vielversprechend los: Nachdem Vonovia und Continental positive Bilanzen vorgelegt haben, drehte er sogar ins Minus. Doch am Mittag war damit schon Schluss.

Für etwas Pessimismus hatte auch der Ölpreis gesorgt. Sowohl die Nordseesorte Brent als auch das amerikanische Leichtöl WTI rutschten im Tagesverlauf in den negativen Bereich. Nach Berichten über eine rückläufige Produktion in den USA sowie der schwachen Dollarnotierung zog die Nachfrage wieder an. Die Preise kletterten auf ein Acht-Wochen-Hoch. Dabei gelang Brent sogar der Sprung über 37 Dollar. Ein Barrel (159 Liter) kostete am Abend 37,06 Dollar und war damit 0,4 Prozent teurer als am Vortag. Ein Fass WTI kostet 25 Cent mehr und liegt am Abend bei 34,91 Dollar.

Im Dax hat Continental die Anleger mit seiner Jahresbilanz überzeugt. Die Aktien des Autozulieferers stehen mit einem Plus von 4,7 Prozent auf 201,85 Euro an der Spitze des Feldes. Die Zahlen für 2015 seien gut ausgefallen, schrieben die Analysten der Baader Bank in einem Kommentar. Im laufenden Jahr will Continental den Umsatz organisch um fünf Prozent auf 41 Milliarden Euro steigern und die Rendite über 10,5 Prozent halten. Die Baader Bank traut Continental sogar eine Rendite von 11,5 Prozent zu, da Continental von seinen Geschäften in der Automobilindustrie profitiere sowie über ein starkes Reifengeschäft und Wachstumspotenzial in Asien verfüge.

Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt und übertraf die eigenen Erwartungen und die Schätzungen der Analysten. Die jüngsten Zukäufe Gagfah und Südewo trugen zum Gewinnsprung maßgeblich bei, denn die Mieteinnahmen sind deutlich gestiegen. Die Titel an der Frankfurter Börse legen um 0,7 Prozent zu.

Die Erholung der Kupferpreise hat am Donnerstag wieder einige Anleger in die Stahlwerte gelockt. Die in Amsterdam und Paris gelisteten Aktien des Branchenführers ArcelorMittal stiegen bis zu sieben Prozent auf 4,46 Euro. ThyssenKrupp zählten im Dax mit einem Plus von in der Spitze 1,8 Prozent zu den Favoriten. Im MDax legten Salzgitter bis zu 4,8 Prozent zu. Auch die Aktien einiger Bergbaukonzerne wie Glencore oder Anglo American legten mehr als sechs Prozent zu. Die Erholung der Aktienmärkte in Europa in der laufenden Woche habe den Appetit der Anleger auf Rohstoffe wie Kupfer wieder erhöht, begründeten Händler den Preisanstieg für das vor allem im Bau benötigte Kupfer. Mit 4823 Dollar kostete am Londoner Metallmarkt eine Tonne 0,7 Prozent mehr als am Mittwochabend. Zudem war Kupfer damit so teuer wie seit Mitte November nicht mehr. Viele Anleger setzten darauf, dass in China die Bauindustrie und damit die Kupfer-Nachfrage wieder angekurbelt wird, sagte ein Analyst.

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