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08.01.2015

17:49 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt mehr als 300 Punkte höher

Die Fed will sich mit der Zinsstraffung Zeit lassen, die EZB schwere Geschütze gegen die Deflation aufstellen. Die Anleger sind entzückt. Der Dax legt mehr als 300 Punkte zu. Der MDax erklimmt sogar ein neues Rekordhoch.

Börse am Abend

Dax schießt durch die Decke

Börse am Abend: Dax schießt durch die Decke

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FrankfurtEin furioser Börsenhandel. Die Aussicht auf eine behutsame Straffung der Geldpolitik in den USA löst in Frankfurt wahre Jubelstürme aus. Die Anleger katapultieren den Dax am Donnerstag satte 3,4 Prozent ins Plus auf 9838 Punkte. Die Verluste vom Wochenbeginn spielen damit keine Rolle mehr.

In der zweiten Reihe konnten die Indizes ebenfalls zulegen. Der MDax notierte bei einem Kurs von 17.248 Punkten auf einem neuen Rekordhoch. Am Ende schloss er 2,2 Prozent fester auf 17.214 Zählern. Der TecDax stieg um 3,2 Prozent auf 1412 Zähler.

Die Börsianer halten es wegen der Krise in Griechenland und der drohenden Deflation in der Euro-Zone umso wahrscheinlicher, dass die Fed ihre Zinsstraffung verschiebt und die EZB schwerere Geschütze gegen die widerspenstige Teuerungsrate aufstellt. Händler Jonathan Sudaria von der London Capital Group in London, erklärte: „Der Schritt in die Deflation in Europa schürt Erwartungen an die EZB, die tatsächlich die schweren Waffen auspacken muss“, sagte er, „und das FOMC-Protokoll signalisiert andererseits, dass die Fed mit ihrer Zinswende eher noch warten wird“.

Die Performance von Dax, S&P-500 & Co.

Athex (Griechenland)

Ein Jahr: - 28,9 Prozent
Drei Jahre: 21,4 Prozent
Fünf Jahre: - 62,4 Prozent

Bovespa (Brasilien)

Ein Jahr: - 2,9 Prozent
Drei Jahre: - 11,9 Prozent
Fünf Jahre: - 27,1 Prozent

BUX (Ungarn)

Ein Jahr: - 10,4 Prozent
Drei Jahre: - 2,0 Prozent
Fünf Jahre: - 21,6 Prozent

CSI 300 (China)

Ein Jahr: + 51,7 Prozent
Drei Jahre: + 50,6 Prozent
Fünf Jahre: - 1,2 Prozent

Dax (Deutschland)

Ein Jahr: + 2,7 Prozent
Drei Jahre: + 66,2 Prozent
Fünf Jahre: + 64,6 Prozent

MSCI Emerging Markets

Ein Jahr: - 4,6 Prozent
Drei Jahre: + 4,4 Prozent
Fünf Jahre: - 4,0 Prozent

MSCI World

Ein Jahr: + 2,9 Prozent
Drei Jahre: + 44,6 Prozent
Fünf Jahre: + 46,4 Prozent

NZX 50 (Neuseeland)

Ein Jahr: + 17,6 Prozent
Drei Jahre: + 70,0 Prozent
Fünf Jahre: + 72,4 Prozent

PSI 20 (Portugal)

Ein Jahr: - 26,8 Prozent
Drei Jahre: - 12,7 Prozent
Fünf Jahre: - 43,3 Prozent

RTS (Russland)

Ein Jahr: - 45,2 Prozent
Drei Jahre: - 42,8 Prozent
Fünf Jahre: - 45,3 Prozent

S&P-500 (USA)

Ein Jahr: + 11,4 Prozent
Drei Jahre: + 63,7 Prozent
Fünf Jahre: + 84,6 Prozent

TA-25 (Israel)

Ein Jahr: + 10,2 Prozent
Drei Jahre: + 35,0 Prozent
Fünf Jahre: + 27,9 Prozent

Die meisten Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses erwarten keine Leitzinserhöhung vor Ende April, wie das am Mittwoch veröffentliche Protokoll zur Sitzung vom 16. und 17. Dezember zeigt. Sorgen vor einem überraschend schnellen Anstieg des Leitzinses hatten die Märkte jüngst unter Druck gesetzt.

Eine Reaktion an den Aktienmärkten sei insgesamt überfällig gewesen, da diese zuletzt deutlich gefallen seien, sagte Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba. Laut Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black zeigten sich die Anleger erleichtert, dass die wichtigsten Notenbanken weiterhin das Wirtschaftswachstum stützen und sich gegen den als zu niedrig erachteten Preisauftrieb stemmen.

In den USA sorgen die Fed-Protokolle ebenfalls für gute Stimmung. Nach Frankfurter Börsenschluss lagen alle drei Indizes deutlich im Plus. Der Dow Jones legte 1,6 Prozent auf 17.868 Punkte. Der Nasdaq notierte 1,7 Prozent fester, der S&P-500 stieg um 1,6 Prozent.

Gestützt wurden die Kurse heute zudem von positiven Arbeitsmarktdaten. Eine Stunde vor US-Börseneröffnung wurden in Washington die wöchentlichen Zahlen zu Anträgen auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Den Daten zufolge sank die Zahl der Anträge um 4000 auf 294.000. Allerdings hatten die Experten im Vorfeld mit besseren Zahlen gerechnet. Sie hatten mit 290.000 neuen Anträgen gerechnet.

Kommentare (27)

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Celo Abdi

08.01.2015, 08:45 Uhr

"Dax vor freundlicher Eröffnung"

Ich habe heute morgen auch freundlich lächelnd den Mülleimer geöffnet.
Schön wenn die Reste der Nacht beseitigt sind.

Herr Sheldon Cooper

08.01.2015, 09:52 Uhr

Der Markt steht vor einer kleinen Korrektur. Ich denke, die 8.000 sollten bis März erreicht sein. Danke Griechenland, dass ihr dieses Kunstwerk "Europa" endlich zum Wanken bringt. Ein Dominoeffekt sollte mindestens drin sein. Wie lange ist der Markt jetzt in diese Höhen gestiegen? Die letzten 5-6 Jahre? Uns Shorties reicht es. Jetzt kann es ruhig mal wieder ein paar Jahre bergab gehen.

Celo Abdi

08.01.2015, 09:53 Uhr

"Federal Reserve macht dem Dax Beine"

Bei mir macht es mein Fallmanager,muss mich unbedingt beim Center melden.

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