Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.08.2015

17:39 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt mehr als zwei Prozent tiefer

Auch am Donnerstag fliehen Anleger weiter vom Parkett. Die schwache Performance der Schwellenländer wirft die globale Wachstumsfrage auf. Starke US-Daten lassen die Zinswende in den Vereinigten Staaten näher rücken.

Börse am Abend

Kursverluste setzen sich fort

Börse am Abend: Kursverluste setzen sich fort

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

FrankfurtWeiter geht die Talfahrt an den Aktienmärkten: Der Dax ist am Donnerstag 2,4 Prozent schwächer bei 10.432 Punkten aus dem Handel gegangen. Auch ohne frische Konjunkturdaten mehren sich die Zweifel am globalen Wachstum. Vor allem die Schwellenländer, diese designierten Garanten weltweiten Wachstums, geraten immer mehr ins Stottern. Zuletzt sorgten Unsicherheiten in China für Turbulenzen auf den Rohstoff- und Devisenmärkten.

Doch auch von bekannter Seite droht eine Verschärfung: Die nahende US-Zinswende, bisher von Börsianer eher deswegen so gefürchtet, weil sie die jahrelange Rallye an den Aktienmärkten langsam aber sicher zum erliegen bringen würde, rückt unter dem Vorzeichen unsicheren Wachstums in ein grelleres Licht. Kommt die Erhöhung der Leitzinsen zu früh, könnte sie der anziehenden Konjunktur in den Vereinigten Staaten einen Dämpfer verpassen. Angesichts der schwankenden Lokomotiven der Weltwirtschaft kein schönes Szenario für die Anleger, die sich diese Woche vermehrt vom Parkett verabschieden.

Dax-Schnäppchen: Dax-Aktien zum kleinen Preis

Dax-Schnäppchen

Dax-Aktien zum kleinen Preis

Im turbulenten Börsenjahr 2015 sind viele Aktien teuer geworden. Doch es gibt auch Schnäppchen.

Zwar zeigt das Fed-Führungsgremium um Chefin Janet Yellen, sich dieser Sorgen bewusst, behutsames Fingerspitzengefühl in der „Z-Frage“, und mit einem abrupten Kurswechsel ist nicht zu rechnen. Doch wie angespannt die Lage bei den Anlegern in dieser Hinsicht ist, zeigt der heutige Handel. Gute Konjunkturdaten, wie ein überraschend stark gestiegener Industrie-Index der lokalen Federal Reserve des Großraums Philadelphia ließen den Dow-Jones-Index ordentlich verlieren. Zum Frankfurter Handelsschluss lief der Leitindex an der Wall Street 1,3 Prozent unter Vortagsniveau bei 17.128 Zählern.

Die näher rückende Zinswende, die nicht nur die Kurse in den USA drückt, ließ den Euro in der Spitze um 0,8 Prozent auf 1,12 Dollar steigen. Das sorgte für zusätzliche Probleme auf den europäischen Märkten. Auf Wochensicht kommt der Dax bisher auf einen Abschlag von fast fünf Prozent. Zwischenzeitlich fiel er heute auf sein Januar-Niveau zurück. Auch die zweite Frankfurter Reihe musste Punkte lassen. Der MDax der Mittelwerte verlor ganze drei Prozent bei 19.869 Punkten, der TecDax gab 3,6 Prozent nach auf 1685 Zähler. Der Euro-Stoxx-50 notierte 2,2 Prozent leichter bei 3354 Stellen.

Dabei gerieten die eigentlich guten Nachrichten aus Washington schnell aus dem Blickfeld. Wie die US-Notenbank Federal Reserve in den Protokollen ihrer monatlichen Sitzung bekannt gab, erwägt sie diesen Monat noch nicht die erste Erhöhung der Leitzinsen seit der Finanzkrise. Die obersten Geldpolitiker der Vereinigten Staaten verwiesen auf Verbesserungen am US-Arbeitsmarkt. Sie erwähnten allerdings auch Sorgen wegen der nach wie vor niedrigen Inflation und des schwachen Wachstums der Weltwirtschaft. Entscheidend dürfte, wie schon so oft in der Z-Frage die nächste Sitzung sein, die Mitte September stattfindet.

Mit Blick auf die lahmende Wirtschaft in den Schwellenländern und dem wachsenden Überangebot fiel der Ölpreis heute auf ein Sechseinhalb-Jahres-Tief. Die Oktober-Futures, sprich die Preise für eine Auslieferung des Öls im Oktober, für die in den USA richtungsweisende Sorte WTI konnte die 40-Dollar-Marke für ein Barrel nur knapp halten. Das sorgte vor allem unter den klassischen Standardwerten des Dow-Jones-Index für weitere Kursverluste.

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr wulff baer

20.08.2015, 09:33 Uhr

Die Dax-Blase nähert sich langsam dem wahren Wert.
Aber wo bleiben die Aufrufe, dass jetzt wieder erstklassige Kaufgelegenheiten da sind.

Herr walter rehm

20.08.2015, 10:35 Uhr

Wie ich gestern schon angemerkt habe, der Dax wird weiter fallen. Heute morgen natürlich auch wieder
bisher unerreichte Daxstände bei 10555. Da wird er auf Xetrabasis irgendwann auch noch laden. Zum Glück gibt es auch Puts und man verdient trotzdem Geld, auch wenn die Blase platzt

Herr walter rehm

20.08.2015, 11:33 Uhr

Da mussten anscheinend noch die 10530er Calls geholt werden....man muss die Chancen nutzen nochmal so billig kaufen zu dürfen...

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×