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03.12.2013

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt mit größtem Verlust seit drei Monaten

Die Investoren blicken mit Sorge auf den morgigen Handelstag. Sie befürchten, dass neue Zahlen aus den USA ihnen früher als erhofft die Geldspritze wegnehmen könnten. Der Dax muss deutliche Verluste verschmerzen.

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FrankfurtDen Anlegern wird langsam aber sicher mulmig. Mit dem zu Ende gehenden Jahr rückt die Entscheidung der Fed immer näher. An den Aktienmärkten fragt man sich: Kommt das „Tapering“ schon Anfang des Jahres oder lässt es noch auf sich warten?

Die Zahlen sprechen gegen eine Fortsetzung des 85 Milliarden Dollar schweren Anleihekaufprogramms der Federal Reserve. Morgen könnten sich diese Befürchtungen noch verstärken, wenn in den USA der ADP-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht wird. Darüber hinaus lässt sich die US-Notenbank am morgigen Abend in ihr Beige Book blicken. Und am Donnerstag folgt die EZB-Ratssitzung.

Für einige Börsianer ist das zu viel – zu viel Unsicherheit. Sie wollen nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden und gingen deswegen am Dienstag auf Nummer sicher. Angesichts der wackeligen Höchststände veräußerten sie ihre Beteiligungen und schickten so den Dax satte 1,9 Prozent ins Minus auf 9233 Punkte. In Punkten ausgedrückt verlor der Leitindex heute knapp 180 Punkte. So viel musste der Dax zuletzt vor über drei Monaten an einem Handelstag abgeben.

Auch in der zweiten Reihe sah es düster aus. Der MDax notierte rund zwei Prozent leichter auf 16.075 Punkte. Der TecDax gab 1,9 Prozent nach auf 1135 Zähler.

Wie groß die Nervosität an den Märkten ist, zeigt auch der VDax. Der Volatilitätsindex, der eine Prognose über künftige Schwankungen abgibt, stieg am Dienstag um ganze 8,2 Prozent auf 15,49 Punkte.

Für viele Investoren ist es nun aller höchste Zeit ihre Gewinne zu realisieren. In den vergangenen Wochen vermehrten sich bereits die Gewinnmitnahmen bei Großanlegern und Managern. „Es wird Zeit, Kasse zu machen“, erklärte ein Händler. Seit Jahresbeginn hat der Dax fast 24 Prozent zugelegt. Auch in den USA scheinen sich erste Unsicherheiten zu verbreiten. Der Dow Jones gab bis Frankfurter Börsenschluss 0,6 Prozent nach auf 15.906 Punkte.

Deutsche-Bank-Prognose für 2014

Dax

9800 Punkte

S&P 500

1850 Punkte

Rohöl Sorte Brent

105 Dollar je Barrel

Gold

1325 Dollar je Feinunze

Zehnjährige Bundesanleihen
Zehnjährige US-Treasuries

3,5 Prozent

Euro-Dollar

1,15 Dollar

Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baader Bank zeigte sich gelassener. „Es ist gesund, dass der Dax sein Überdruckventil geöffnet hat und zwischenzeitlich auch einmal nachgibt“, sagte er in einem Interview.

Neben dem ADP-Arbeitsmarktbericht kommen morgen aus den USA die neuesten Zahlen zum ISM-Dienstleistungsindex und die Kaufzahlen neuer Häuser in den USA im Oktober und September.

Im Fokus stand heute erneut der kriselnde Thyssen-Krupp-Konzern. Der Essener Konzern gab am Montag den Startschuss zu seiner lang erwarteten Kapitalerhöhung. Insgesamt brachte dieser Schritt einen Bruttoerlös von 882,3 Millionen Euro. Dabei wurden 51,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 17,15 Euro je Papier bei deutschen und internationalen Investoren platziert. Brisanter Nebeneffekt der Kapitalerhöhung: Die Krupp-Stiftung ist nach Informationen des Handelsblatts nicht mitgezogen und verliert nun ihre Sperrminorität beim Thyssen-Krupp. Die Beteiligung der Stiftung sei auf 22,99 Prozent gesunken, teilte eine Sprecherin in Essen mit. Damit kann die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung kein Veto mehr gegen eine eventuelle feindliche Übernahme Thyssen-Krupps einlegen.

Kommentare (71)

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Account gelöscht!

03.12.2013, 08:10 Uhr

Die Aktiencalls sind heute teurer als sonst, obwohl Dax unter 9400?! Da warte ich lieber mal Xetrastart ab. Das Tagesgeschäft ist mir nach wie vor am liebsten

Salida

03.12.2013, 08:11 Uhr

Heute Korrektur?

berndnintyseven

03.12.2013, 08:18 Uhr

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