Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.08.2015

17:39 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt mit leichten Verlusten

Der Dax kam heute kaum vom Fleck. Einerseits belastet China, andererseits stehen hinter der Zinspolitik der Fed noch immer zu viele Fragezeichen. Der Dax schließt deswegen kaum verändert. Ist das die Ruhe vor dem Sturm?

China verunsichert: Dax geht wieder auf Tauchstation

Video: China verunsichert: Dax geht wieder auf Tauchstation

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

FrankfurtJede Kursbewegung beim Dax gleicht derzeit einem Kraftakt. Vor allem die wirtschaftlich angespannte Lage in China und die Ungewissheit über den Zeitpunkt der Anhebung des US-Leitzinses lähmen die Anleger in Frankfurt. Der Dax kam deswegen heute kaum vom Fleck. Bei verschwindend geringen Umsätzen schloss der Leitindex 0,2 Prozent leichter auf 10.916 Punkten.

Der erneute Verluste des Yuan gegenüber dem Dollar hat in China für einen erneuten Kursrutsch gesorgt. Der Shanghai-Composite rauschte am Dienstag über sechs Prozent ins Minus. Auch in den USA tun sich die Börsen schwer. Der Dow Jones notierte nach Frankfurter Börsenschluss bei 17.524 Punkten 0,1 Prozent schwächer.

In den USA wird es morgen spannend. Um 20 Uhr (MEZ) veröffentlicht die Fed ihre Sitzungsprotokolle. Dabei werden die Investoren jedes Wort des Protokolls zwei Mal lesen müssen. Die Protokolle sind für ihre Chiffren bekannt, die Ökonomen, Händler und Journalisten zu dechiffrieren versuchen. Bislang geht ein Großteil der Marktakteure davon aus, dass im September erstmals seit 2008 der Zins angehoben werden könnte. Neben den Fed-Protokollen liegt der Fokus außerdem auf neuesten Inflationsdaten.

Deutsche Aktien: In diesen Dax-Aktien steckt am meisten China

Deutsche Aktien

In diesen Dax-Aktien steckt am meisten China

Chinas Wirtschaft schwächelt. Das könnte auch Deutschlands Konzerne treffen. Ein Unternehmen liegt in China vorn.

Derweil blicken einige Analysten mit großer Sorge auf die derzeitige Kursentwicklung des Dax. So ist der Leitindex, der seit seinem Rekordhoch bereits zwölf Prozent verloren hat, am Montag zum dritten Mal in vier Tagen unter den 200-Tages-Durchschnitt gefallen. Das hat es seit Januar nicht mehr gegeben. Schlimmer noch. Geht es nach der ING Groep ist mit weiteren Turbulenzen zu rechnen, sollte sich der Dax seinem Tief bei 10.653 Punkten vom 7. Juli nähern.

„Wenn der Index diese Marke durchbricht, sollten wir mit weiterer Schwäche rechnen“, sagt Roelof-Jan Van den Akker, leitender technischer Analyst bei ING in Amsterdam. „Die Risiken sind offensichtlich nach unten gerichtet.“

Es gibt allerdings durchaus noch Optimisten. Pessimistische Dax-Optionen sind im Vergleich zu optimistischen Kontrakten vergleichsweise billig, was darauf hindeutet, dass Händler weniger Bedarf für Absicherung sehen. Sie stecken auch mehr Geld in einen börsengehandelten Fonds, der die Aktien abbildet. Der iShares Core DAX UCITS ETF zog in den vergangenen zwei Wochen mehr als 105 Millionen Dollar an und steuert auf den vierten Monat mit Zuflüssen zu. Diejenigen, die weiter auf deutsche Aktien setzen, tun dies möglicherweise wegen eines Mangels an Alternativen, sagt Peter Brändle, Fondsmanager bei Zürcher Kantonalbank in Zürich.

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr wulff baer

18.08.2015, 10:04 Uhr

Aber in China ist ein umgefallener Reissack wieder aufgestellt werden.
Die Rallye kann also weiter gehen.

Solkar .

18.08.2015, 10:59 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette 

Herr Carl Andersen

18.08.2015, 11:20 Uhr

Mehr ist Solkars Charthörigkeit auch nicht Wert.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×