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04.04.2011

17:46 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt mit minimalen Verlusten

Nach der kräftigen Erholung in der Vorwoche schließt der Dax heute nahezu unverändert. Getrieben von Übernahmespekulationen spielt die Musik in der zweiten Reihe.

Experten blicken wenig optimistisch in die neue Börsenwoche. Quelle: dapd

Experten blicken wenig optimistisch in die neue Börsenwoche.

Frankfurt/DüsseldorfDie Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich zu Wochenbeginn zurückgehalten. Der Dax pendelte den Tag über um die Nulllinie und schloss mit einem minimalen Minus von 0,06 Prozent auf 7175 Punkten. In der abgelaufenen Woche hatte der Leitindex 3,4 Prozent zugelegt. Der Aufwärtstrend im deutschen Leitindex sei allerdings ungebrochen, sagte ein Händler. Es fehle immer noch an Alternativen zur Aktie. Die richtungsweisenden Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit rentieren derzeit mit 3,3 Prozent, der im Vorjahr stark gestiegene Goldpreis notiert bei 1430 Dollar pro Feinunze und damit nur leicht über seinem Stand Ende 2010. Unterstützung erhielt der Dax zudem von den US-Börsen, die etwas fester eröffneten.

Die am Donnerstag erwartete Leitzinswende der Europäischen Zentralbank (EZB) stimmte die Anleger nach Einschätzung von Börsianern nicht nervös. "Mit einer Erhöhung um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent sollte die Zinswende sehr moderat ausfallen, das heißt, Geld ist also auch weiterhin sehr günstig zu haben", sagte ein Händler. Sorgen wie Japans anhaltender Kampf gegen den Super-GAU oder der Höhenflug beim Ölpreis würden derzeit in den Hintergrund gedrängt. Solange die Situation nicht eskaliere, seien die Anleger am Aktienmarkt nicht aus der Ruhe zu bringen.

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Einer der Gewinner im Dax war Fresenius Medical Care (FMC). Die Aussicht auf höhere Einnahmen im wichtigen US-Markt trieben die Aktien des Dialyse-Konzerns um 1,2 Prozent auf 48,79 Euro in die Höhe. Der Wegfall des ursprünglich geplanten US-Zwangsrabatts zum Ausgleich möglicher Preiserhöhungen steigere den Gewinn 2011 um 45 Millionen Dollar, schrieb Equinet-Analyst Edouard Aubery in einer Studie. Der Zwangsrabatt sollte im Zuge der Umstellung auf eine pauschale Abrechnung von Dialyse-Behandlungen erhoben werden.

Ebenfalls zulegen konnten die Versorger nach einem positiven Branchenkommentar. Durch die mögliche Abschaltung mehrerer europäischer Atomkraftwerke könne mit steigenden Strom-Preisen und anziehenden Margen gerechnet werden, erläuterte UBS-Analyst Alberto Gandolfi. Er rechne mit einem Anstieg auf bis zu 75 Euro je Megawattstunde. Dies würde die Gewinne der Strom-Konzerne um 20 Prozent in die Höhe treiben. Aktuell kostet der an der Leipziger EEX gehandelte Strom-Future 60,69 Euro je Megawattstunde. Die Aktien von RWE und E.ON verbuchten Kursgewinne von 1,4 Prozent beziehungsweise 0,4 Prozent, nachdem sie im vergangenen Monat mehr als fünf beziehungsweise sieben Prozent verloren hatten.

Getrennt haben sich die Anleger dagegen erneut von den Aktien der Deutschen Börse. Die unklaren Erfolgsaussichten der Fusion mit Nyse Euronext drückten die Papiere um 1,4 Prozent auf 52,05 Euro ins Minus. Die Märkte beschäftige die Frage, ob die Deutsche Börse gewillt sei, ihre Offerte als Reaktion auf das Gegengebot von Nasdaq und ICE nachzubessern, schrieb LBBW-Analyst Martin Peter.

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