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24.02.2017

18:11 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt mit Verlusten

VonKathrin Wesolowski

Der deutsche Leitindex hat mit einem deutlichen Minus geschlossen und einen Großteil seiner Gewinne abgegeben. Eine Ursache dürfte die Diskussion um einen drohenden Frexit sein, aber auch der stärkere Euro belastete.

Der Deutsche Aktienindex wird heute wohl nicht nochmal die 12.000er Marke knacken. dpa

Frankfurter Börse

Der Deutsche Aktienindex wird heute wohl nicht nochmal die 12.000er Marke knacken.

FrankfurtDer deutsche Leitindex Dax hat zum Wochenende 1,20 Prozent nachgegeben und bei 11.809 Punkten geschlossen. Für den Rücksetzer könnten insbesondere die anstehenden französischen Präsidentschaftswahlen verantwortlich sein – schließlich sehen Umfragen die Euro-Gegnerin Marine Le Pen der rechten Front National vorn. Zudem könnte die Erfolgsrallye der US-Börsen zum Wochenende hin ein Ende haben, sagte Analyst Crag Erlam vom Broker Oander.

Insgesamt konnte der Dax nur wenig seines Wochengewinns halten, am Freitag vor einer Woche hatte der Index bei 11.757 Punkten geschlossen. Auch für MDax und SDax blieben dauerhaft im Minus, der MDax verzeichnete ein Prozent, der SDax sogar 1,5 Prozent Minus. Zudem legte der Euro zum Dollar zeitweise deutlich zu - ein starker Euro ist schlecht für den deutschen Export.

Einen weiteren Grund für die schwachen deutschen Indizes sehen Anlagestrategen neben den anstehenden Wahlen in Frankreich in den USA: Die Hoffnungen schwinden, dass in den Vereinigten Staaten ein Wirtschaftsboom naht. Das habe die Börsen am Freitag ins Minus gedrückt. „Nächste Woche werden es drei Wochen sein, seit US-Präsident Donald Trump seine 'phänomenale' Erklärung zur Steuerpolitik angekündigt hat und die Anleger werden langsam unruhig“, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets.

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Doch auch die Präsidentschaftswahlen in Frankreich könnten mehr und mehr zu Unsicherheiten und einen Bremsklotz für die Aufwärtsbewegung entwickeln. Umfragen zufolge wird Marine Le Pen die erste Wahlrunde am 23. April für sich entscheiden. Die Chefin des rechtsextremen Front National will den Frexit, also ihr Land aus der Euro-Zone führen. „Die Politik beherrscht das Börsenjahr 2017“, kommentiert die Kapitalverwaltungsgesellschaft Hansainvest.

Einige Anleger hätten nach den jüngsten Kursgewinnen vermutlich erst einmal Kasse gemacht, sagte zudem ein Börsianer. Dieser Rücksetzer sei nicht überraschend, wenn man sich die deutlichen Kursgewinne der vergangenen Wochen anschaue und passe ins Bild, sagte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin „Index-Radar“: „Mittel- bis langfristig zeigt der deutsche Leitindex eine stabile Aufwärtsbewegung.“

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Der TecDax rutschte ebenfalls weiter ins Minus, er sank um 1,4 Prozent zum Vortag. Unter anderem wegen der Umsatzwarnung von Nordex. Anleger haben am Freitag in Scharen die Aktie des Windturbinenherstellers verkauft. Die Papiere brachen bei hohen Umsätzen und mit mehreren Handelsunterbrechungen um rund 19 Prozent auf 13,44 Euro ein. Damit stürzten die TecDax-Titel auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2014 und büßten binnen zwei Handelstagen so viel wie noch nie ein: fast 30 Prozent ihres Wertes. Innerhalb der ersten 45 Handelsminuten wechselten bereits etwa vier Mal so viele Nordex-Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag.

Kommentare (5)

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24.02.2017, 09:44 Uhr

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