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18.05.2015

17:40 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt nach Achterbahnfahrt deutlich höher

Der Dax macht da weiter, wo er in der vergangenen Woche aufgehört hat: Er schwankt munter weiter. Zunächst belasten Sorgen um Griechenland die Kurse. Am Ende treibt der schwache Euro den Dax aber in die Höhe.

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FrankfurtEs vergeht derzeit kaum ein Tag, an dem der Dax nicht ohne größere Kursschwankungen notiert. Heute wechselte der Leitindex ebenfalls mehrfach sein Vorzeichen. Am Ende konnte sich der Dax bei 11.594 Punkten mit 1,3 Prozent deutlich ins Plus absetzen.

Gestützt wurden die Kurse heute vor allem vom schwachen Euro. Die europäische Gemeinschaftswährung verlor gegenüber dem Dollar 0,9 Prozent auf 1,1348 Dollar. Ein schwacher Euro gilt derzeit als Kaufargument an den Börsen, da er die Produkte europäischer Unternehmen auf den Weltmärkten günstiger und damit konkurrenzfähiger macht.

Doch die Kursgewinne stehen auf äußerst wackeligen Beinen. Zum einen ist da die Unsicherheit über die Zahlungsfähigkeit Griechenlands, zum anderen bleibt auch nach einer Reihe von US-Konjunkturdaten unklar, wann die Federal Reserve ihre Zinsen anheben wird.

Ohne ein Einlenken im Schuldenstreit droht Griechenland nach Ansicht der Bundesbank die Staatspleite. Das bis Ende Juni laufende Hilfsprogramm der Gläubiger könne unter den aktuellen Bedingungen nicht fortgesetzt werden, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht der deutschen Zentralbank. Daher könnten Hilfskredite und Transfers nicht mehr gezahlt werden. „Die Zahlungsfähigkeit Griechenlands ist akut bedroht“, mahnte die Bundesbank.

Fakten rund um den Dax

Die Anfänge

Der Dax führt den Index der „Börsen-Zeitung” fort. Basis der Indexberechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Die historische Zeitreihe reicht bis 1959 zurück.

Wer ist gelistet?

Im Dax sind die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse enthalten.

Wie wird der Dax berechnet?

Der Index wird sekündlich auf Basis der Xetra-Kurse von 9.00 bis 17.30 Uhr berechnet und ist ein Performance-Index. Damit unterscheidet er sich vom Dow-Jones-Index für die US-Standardwerte, in dem die Aktien nicht gewichtet sind.

Wonach werden die Aktien gewichtet?

Das Gewicht einer Aktie bemisst sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung der im Index enthaltenen Werte.

Was entscheidet über die Aufnahme in den Dax?

Wichtigstes Kriterium für die Dax-Aufnahme sind der Wert des Unternehmens an der Börse (Marktkapitalisierung) und der Börsenumsatz. Jeweils zu Monatsbeginn erstellt die Börse nach diesen Kriterien eine Rangliste, die dem Arbeitskreis Aktienindizes als Entscheidungsgrundlage bei der Überprüfung des Index dient. Daneben werden unter anderem auch der Streubesitz oder die Sektorenzugehörigkeit berücksichtigt.

Wie beeinflussen Dividenden den Index?

Bei Dividenden- oder Bonuszahlungen wird die Indexberechnung um den Betrag der Barausschüttung korrigiert. Ähnliches gilt bei Kapitalmaßnahmen.

Wer bestimmt über den Dax?

Die Zusammensetzung des Dax wird einmal jährlich im September vom Arbeitskreis Aktienindizes überprüft. Diesem gehören die Deutsche Börse und Banken aus dem In- und Ausland an. Der Arbeitskreis tagt aber vier Mal im Jahr: im März, Juni, September und Dezember.

Auch die EU-Kommission warnte vor einem Liquiditätsengpass in dem südeuropäischen Krisenstaat. Es gebe Fortschritte in den Gesprächen, aber das Tempo müsse erhöht werden, sagte EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici. „Diese Kommentare schüren bei vielen Anleger wieder die Ängste vor einer Staatspleite der Griechen“, sagte ein Händler. Die Athener Regierung feilscht mit ihren Geldgebern seit Monaten um die Reformauflagen für dringend benötigte zusätzliche Finanzhilfen.

Für Unsicherheit sorgt auch die Zinswende in den USA. Neue Konjunkturdaten könnten die Spekulationen über den Zeitpunkt der Zinserhöhung wieder anheizen. Bisher fielen die amerikanischen Wirtschaftszahlen gemischt aus. „Nach den zuletzt schwächer als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten dürften die Anleger wohl erst einmal sehr vorsichtig agieren“, schrieb Marktanalyst Rick Spooner von CMC Markets. Angesichts der unklaren US-Konjunkturaussichten seien keine größeren Kursgewinne zu erwarten, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research.

Kommentare (11)

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Herr walter rehm

18.05.2015, 07:40 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

Account gelöscht!

18.05.2015, 08:32 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

Herr walter rehm

18.05.2015, 08:45 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

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