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12.01.2015

18:00 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt nach Achterbahnfahrt im Plus

Die US-Anleger mögen schlechte Laune haben, doch die deutschen Investoren hat das am Montag nicht gestört. Nach einem Dämpfer zum negativen Start der US-Börsen, erkämpfte sich der Leitindex ein deutliches Plus.

Tag an den Börsen

Börsenausblick auf Dienstag

Tag an den Börsen: Börsenausblick auf Dienstag

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FrankfurtDer Wochenstart erwies sich für die deutschen Anleger als Achterbahnfahrt. Zunächst kletterte der Leitindex steil nach oben. Doch pünktlich zur Eröffnung des Handels an der New Yorker Börse ging der Dax auf Talfahrt. Er gab seine Gewinne in nur einer halben Stunde ab und erreichte sein Tagestief bei 9622 Punkten. Doch der Dämpfer hielt nicht lange. Der Index drehte wieder ins Plus und schloss schließlich rund 1,4 Prozent fester bei 9782 Zählern.

Das Hin und Her des heutigen Tages passt zur aktuell sehr wankelmütigen Laune der Anleger. Und dafür gibt es viele Gründe: Die Unsicherheit um Griechenland vor den am 25. Januar anstehenden Neuwahlen nimmt zu, Russlands Bonitätsbewertung rutscht gefährlich nahe an den Ramschstatuts für schwache Schuldner, und auch die in der kommenden Woche anstehende Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgt bereits jetzt für Nervosität.

Fraglich ist, ob die Währungshüter einen Beschluss zum Kauf von Staatsanleihen der Euro-Länder treffen werden. Mit Spannung wird in diesem Zusammenhang auch die für diesen Mittwoch angekündigte Empfehlung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum Anleihenkaufprogramm der EZB sein. Der EuGH wird einen Hinweis dazu geben, wie weit die EZB mit ihrer Geldpolitik gehen darf.

Die Performance von Dax, S&P-500 & Co.

Athex (Griechenland)

Ein Jahr: - 28,9 Prozent
Drei Jahre: 21,4 Prozent
Fünf Jahre: - 62,4 Prozent

Bovespa (Brasilien)

Ein Jahr: - 2,9 Prozent
Drei Jahre: - 11,9 Prozent
Fünf Jahre: - 27,1 Prozent

BUX (Ungarn)

Ein Jahr: - 10,4 Prozent
Drei Jahre: - 2,0 Prozent
Fünf Jahre: - 21,6 Prozent

CSI 300 (China)

Ein Jahr: + 51,7 Prozent
Drei Jahre: + 50,6 Prozent
Fünf Jahre: - 1,2 Prozent

Dax (Deutschland)

Ein Jahr: + 2,7 Prozent
Drei Jahre: + 66,2 Prozent
Fünf Jahre: + 64,6 Prozent

MSCI Emerging Markets

Ein Jahr: - 4,6 Prozent
Drei Jahre: + 4,4 Prozent
Fünf Jahre: - 4,0 Prozent

MSCI World

Ein Jahr: + 2,9 Prozent
Drei Jahre: + 44,6 Prozent
Fünf Jahre: + 46,4 Prozent

NZX 50 (Neuseeland)

Ein Jahr: + 17,6 Prozent
Drei Jahre: + 70,0 Prozent
Fünf Jahre: + 72,4 Prozent

PSI 20 (Portugal)

Ein Jahr: - 26,8 Prozent
Drei Jahre: - 12,7 Prozent
Fünf Jahre: - 43,3 Prozent

RTS (Russland)

Ein Jahr: - 45,2 Prozent
Drei Jahre: - 42,8 Prozent
Fünf Jahre: - 45,3 Prozent

S&P-500 (USA)

Ein Jahr: + 11,4 Prozent
Drei Jahre: + 63,7 Prozent
Fünf Jahre: + 84,6 Prozent

TA-25 (Israel)

Ein Jahr: + 10,2 Prozent
Drei Jahre: + 35,0 Prozent
Fünf Jahre: + 27,9 Prozent

Hinzu kommt die Unruhe an den Rohstoff- und Devisenmärkten. Auch, wenn sich die Dax-Anleger davon nicht die Kauflust vermiesen ließen - der Ölpreis ging am Montag erneut auf Talfahrt. Die Nordsee-Ölsorte Brent verbilligte sich um 1,5 Prozent auf 49,20 Dollar, US-Leichtöl der Sorte WTI kostete rund 46 Dollar. Der Euro kostete bei Börsenschluss 1,1828 Dollar.

Bei den Unternehmen standen Automobil- Chemie- und Energiewerte im Fokus der Investoren. Zu den Nachmittagsgewinnern zählten SAP-Aktien. Der Softwarekonzern hat trotz eines leichten Rückgangs bei Lizenzen für Firmensoftware sein Gewinnversprechen für das vergangene Jahr gehalten. Das bereinigte operative Ergebnis stieg um drei Prozent auf 5,64 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Montag auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Während der Umsatz mit Software-Lizenzen um drei Prozent auf 4,4 Milliarden Euro sank, baute SAP den Vertrieb von Cloud-Software - also Programme zur Miete über das Internet - weiterhin rasant aus. Der Umsatz stieg um 45 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Die Aktie stieg an der Dax-Spitze um 4,6 Prozent.

Kommentare (62)

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Herr Edgar Cayce

12.01.2015, 14:09 Uhr

Dieses Mal scheinen die institutionellen Adressen keine Idioten (Käufer) zu finden, die Ihnen Ihre Aktien auf diesem Level noch abkaufen möchten. Von Einstiegseuphorie weit und breit keine Spur.

Die Händler bei den Banken dürfen noch auf Unterstützung der Notenbank hoffen. Ansonsten sind wir jetzt reif für eine Korrektur.

Account gelöscht!

12.01.2015, 14:29 Uhr

"Ansonsten sind wir reif für eine Korrektur"

So wie,2009-2010-2011-2012-2013-2014

Ansonsten gilt: An der Börse kann es täglich fallen oder steigen oder anders herum,sogar mehrmals täglich.....

Herr Edgar Cayce

12.01.2015, 15:05 Uhr

Nein, dieses Mal fehlen die Käufer. Das "Spiel" ist somit endlich. Die Privatanleger widerstehen dem Druck dabei sein zu müssen. Da hat bisher auch das ganze mediale Trommeln nichts geholfen.

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