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05.02.2013

18:01 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt nach Auf und Ab im Plus

Die Sorge um die Stabilität Italiens und Spaniens hemmte auch am Dienstag die Anleger. Nach einem Zickzack-Kurs ging der Dax mit leichten Gewinnen aus dem Handel. Grund zur Freude hatten heute die Munich-Re-Anleger.

Der Dax zeigte sich am Dienstag wieder etwas erholt. dpa

Der Dax zeigte sich am Dienstag wieder etwas erholt.

Düsseldorf/FrankfurtNach den starken Verlusten am Montag hat sich der Dax am Dienstag etwas erholt präsentiert. Nach einem unruhigen Handelstag, mit Ausschlägen nach oben und unten, schloss das Börsenbarometer 0,35 Prozent fester bei 7664 Punkten. In der zweiten Reihe notierte der MDax am Abend 0,7 Prozent besser bei 12.649 Zählern, der TecDax legte 0,25 Prozent auf 875 Stellen zu.

Dax-Prognose: Wo steht der Leitindex Ende 2013?

Umfrage

Knapp 30 Prozent hat der Dax 2012 zugelegt. Weil Deutschlands Topkonzerne bestens aufgestellt sind, hält der Aufwärtstrend in diesem Jahr an, sagen Experten.

Quelle: Handelsblatt, Stand: 30.12.2012

Der Träumer

Nomura: 8.890 Punkte

Die Super-Optimisten

8500 Punkte erwarten Baader Bank, Commerzbank, Haspa und LBBW

Die Optimisten

Bank of America Merrill Lynch und Warburg: 8400 Punkte
BHF-Bank und Hauck & Aufhäuser: 8300 Punkte

Die Zuversichtlichen

Santander Bank: 8250 Punkte
Helaba, HSBC Trinkaus, Landesbank Berlin, Natixis, WGZ-Bank: 8200 Punkte

Die Durchschnittlichen

VP Bank: 8100 Punkte
BNP Paribas: 8084 Punkte

Der Durchschnitt

Der Schnitt aller befragten Experten liegt bei 8029 Punkten

Die 8.000er

8000 Punkte erwarten bis Ende 2013 Bankhaus Lampe, Bayerische Landesbank, Dekabank, Deutsche Bank und Unicredit

Die Vorsichtigen

7800 Punkte sehen Bank Julius Bär, Berenberg Bank, DZ Bank, NordLB und UBS
JP Morgan: 7785 Punkte
Postbank: 7750 Punkte

Die Negativen

Fürst Fugger Privatbank: 7600 Punkte
Bank Sarasin: 7500 Punkte

Die Pessimisten

National Bank: 7300 Punkte
Sociètè Gènèrale: 7250 Punkte

Der Super-Pessimist

Bankhaus Ellwanger & Geiger: 6900 Punkte

Positive Impulse lieferten die US-Börsen, die von Übernahmeplänen und guten Konjunkturdaten profitierten. Sorgen um die Stabilität Spaniens und Italiens sorgten allerdings auch am Dienstag für Unsicherheit unter den Anlegern. Experten sehen die Unruhen in der Eurozone als anhaltenden Belastungsfaktor. In den vergangenen Monaten hätten sich die Märkte zwar auf eine Entspannung in der europäischen Schuldenkrise eingestellt, schrieben die Analysten von Barclays Capital in einem Kommentar. „Auf die zunehmenden politischen Probleme sind sie aber nicht vorbereitet.“

In Spanien muss sich Ministerpräsident Mariano Rajoy mit Korruptionsvorwürfen auseinandersetzen. In Italien wird die Affäre um das älteste Finanzinstitut der Welt, die Banco Monte dei Paschi di Siena (BMPS), zum Politikum. Anleger fürchten, dass der Skandal dem vom ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi geführten Mitte-Rechts-Bündnis Auftrieb gibt. Ende des Monats soll in Italien gewählt werden.

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Neben Großkonzernen finden sich darunter einige No-Names.

„Ein Regierungswechsel in beiden Ländern würde die derzeitigen Sparanstrengungen auf die Kippe stellen“, warnte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. „Eine Sanierung der Staatsfinanzen und ein nachhaltiger Haushalt sind das A und O in der Lösung der Schuldenprobleme.“

Die Analysten von Capital Spreads mahnten allerdings zur Besonnenheit. Die Meldungen über die politische Instabilität in Spanien und Italien hätten Investoren nur als Ausrede gedient, um Gewinne mitzunehmen. Ähnlich urteilte Richard Yetsenga, leitender Analyst bei ANZ Research: "Das sieht nach einer gesunden Korrektur aus, nichts weiter."

Kommentare (37)

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Parketthengst

05.02.2013, 08:38 Uhr

Kommentar zu: Dax verdaut seinen Absturz
... das war doch noch kein Absturz, die lächerlichen 200 Punkte sind nach diesem Wahnsinnsanstieg ein Tropfen auf den heißen Stein, bis Freitag 7000 durchaus möglich, viel Spaß den Bären.

Account gelöscht!

05.02.2013, 08:43 Uhr

Einach auf dem Teppich bleiben. Oder?

Bis zum 01.01.1960 (bzw. 31.12.1959) hat die Bundesbank den DAX als Performance-Index zurückgerechnet. Mit der ihr eigenen Exaktheit.

Start damals mit 418 Punkten. Seit dieser Zeit erlebte Deutschland einen ungeahnten, einen phänomenalen Wirtschaftsaufschwung.

Geht man nun von diesem Stand aus, dann hat der DAX bis heute einschließlich aller Dividenden, Bezugsrechte etc. mit seinen 7.620 Punkten jedes Jahr eine Bruttorendite von mal gerade 5,63 % p.a. erbracht (418*1,0563 hoch 5 = 7.620).
Wer das hat umsetzen wollen, der hatte ganz erhebliche Transaktionskosten für An- und Verkäufe sowie für die Verwahrung. Zudem dürfte in nicht unerheblichem Umfang Spekulationssteuer anfallen bzw. angefallen sein.

Im Ergebnis bleibt allenfalls eine effektive Rendite von rund 4 % p.a.

Vor diesem Hintergrund halte ich die derzeitigen Kursstände, nach dem im vergangenen Jahr rund 12 % Zuwachs standen, für gut ausgereizt.

Was, werte "Bullen", spricht denn dafür, dass der DAX sich plötzlich und so gewaltig nach oben entwickeln könnte. wie es hier oft postuliert wird? Glauben Sie im Ernst, das ginge so weiter, trotz der selbstverständlich nicht gelösten Staatsschuldenkrisen und trotz des erheblichen Rekapitalisierungsbedarfs etlicher systemrelevanter Banken ibs. in Südeuropa? Das wird durch Verschiebung von Basel II nicht gelöst sondern nur weiter aufgeschoben und aufgeblasen.

Ich meine diese Frage ernst: Was sollte die Kurse 2013 wesentlich nach oben treiben?

(Bitte nicht das "Spezialwertgeplapper". Den "expoldierenden Newcomern" stehen entsprechende Abstürze gegenüber.)

Account gelöscht!

05.02.2013, 08:45 Uhr

UBS macht Milliardenverlust. Allerdings kam es nicht ganz so schlimm, wie Analysten erwartet hatten - wenn ich so etwas hier im HB lese zweifele ich am Geisteszustand unserer Generation, von den anonymen Analysten ganz zu schweigen, ist ja weithin bekannt das so gut wie keiner mehr Vorhersagequalitäten als ein Affe hat.

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