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21.06.2012

17:51 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt nach Berg-und Talfahrt im Minus

Das Auf und Ab an den deutschen Aktienmärkten geht weiter. In einem nervösen Marktumfeld reagieren die Börsen auf jede Nachricht mit größeren Kursbewegungen. Schwache US-Konjunkturdaten sorgten heute für Ernüchterung.

Börse Frankfurt am Abend

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FrankfurtDie Aufwärtsbewegung der letzten Tage ist gestoppt. Nach einem volatilen Tag ging der deutsche Leitindex mit Verlusten von 0,77 Prozent auf 6343 Punkte aus dem Handel. Aktien aus der zweiten Reihe präsentierte sich dagegen deutlich stabiler: Der MDax stieg um 0,1 Prozent auf 10 396 Punkte und der TecDax gewann 0,1 Prozent auf 748 Punkte.

Neue Sorgen um den Zustand der US-Wirtschaft haben am Nachmittag für einen erneuten Abverkauf an den europäischen Börsen gesorgt. Der viel beachtete Philly-Fed-Index fiel deutlich schlechter aus, als von vielen Experten prognostiziert. Mit minus 16,6 Punkten ist er unter den Erwartungen von Null ausgefallen. Die Auftragskomponente ist mit einem Rückgang auf minus 18,8 regelrecht eingebrochen. Die Daten unterstreichen die konjunkturellen Risiken in den USA.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:40 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Am Mittag konnte der Dax nach anfänglichen Verlusten noch deutlich zulegen. Der deutsche Leitindex profitierte dabei zudem unter der Erleichterung über die erfolgreiche Emission spanischer Staatsanleihen und guter Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt. In der Überzeugung, dass ein solcher Schritt der US-Notenbank Fed unausweichlich sei, griffen sie bei europäischen Aktien zu. "QE3 kommt", prognostizierte Anlagestratege Daniel McCormack von der Macquarie Bank. "Es ist nur eine Frage der Zeit. Die Fed reißt sich ein Bein aus, um die Wirtschaft und die Märkte zu stützen."

Die US-Notenbank hatte am Vorabend lediglich angekündigt, die "Operation Twist" zu verlängern, bei der sie Anleihen mit kürzerer Laufzeit in länger laufende Papiere umschichtet. Dafür will sie 267 Milliarden Dollar in die Hand nehmen. Fed-Chef Ben Bernanke hatte sich aber eine Tür für zusätzliche Maßnahmen offen gelassen. "Wir würden sicherlich auch weitere Staatsanleihen-Käufe in Erwägung ziehen, wenn die Wirtschaft einer weiteren Stärkung bedarf."

Spanien verkaufte am Vormittag Anleihen im Volumen von 2,2 Milliarden Euro. Das Interesse war so hoch, dass das Land die dreifache Menge hätte absetzen können. Allerdings lagen die Zinsen teilweise so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr. "Unter den gegebenen Voraussetzungen war dies eine erfolgreiche Emission", sagte Analyst Sebastian von Koss von HSBC Trinkaus. "Spanien hat etwas mehr abgesetzt als geplant und auch die Überzeichnungsquote war recht hoch, obwohl die Renditen in den vergangenen Tagen deutlich nachgegeben haben." Vor diesem Hintergrund fielen die Renditen der bereits gehandelten, richtungsweisenden zehnjährigen Titel weiter auf 6,541 Prozent. Anfang der Woche hatten sie noch fast einen ganzen Prozentpunkt höher gelegen.

Am Morgen sorgten enttäuschende Konjunkturdaten für Ernüchterung. Der chinesische Einkaufsmanagerindex fiel im Juni auf ein Sieben-Monats-Tief. Das entsprechende Stimmungsbarometer für die Euro-Zone verharrte auf dem niedrigsten Niveau seit drei Jahren. Und in Deutschland sieht es nicht viel besser aus: Der Markit-Index rutschte auf den tiefsten Stand seit Juni 2009. "Alles deutet darauf hin, dass die Euro-Wirtschaft im zweiten Quartal geschrumpft ist", resümierte Commerzbank-Volkswirt Christoph Weil. "Sorgen bereitet, dass inzwischen auch Deutschland zunehmend in den Abwärtssog der Staatsschuldenkrise gerät."

Kommentare (99)

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Tomate

21.06.2012, 07:27 Uhr

Da hatte Hamburger Recht behalten gestern, nur ein Doping der US Economy von 265 MRD Dollar was Peanuts darstellt, soviel hat Griechenland in zwei Hilfskrediten bekommen und die USA ist etwas größer als GR.
Für alle die einen zuverlässigen Indikator benötigen zur Richtungbewegungen des DAX: Wenn unsere Freunde von der Deutschen Bank mal wieder neue Long/Call Zertifikate veröffentlichen ist dies ein sehr guter Indikator dass es in die entgegengesetzte Richtung läuft.
Das war gestern mal wieder Fall als um 12 Uhr neue Call Optionsscheine auf den Markt gebracht wurden, jedoch keine neuen Puts! Die Regel wurde jetzt schon das 3. mal bestätigt (nur für die Statistik ;)
Dann kann man auch für 200€ 0,5 Put Scheine kaufen die kurz vor der Knockout Schwelle waren. Mal schaun wohnin der Markt heute treibt.

Account gelöscht!

21.06.2012, 08:17 Uhr

Spanien komplett unter den "Schirm".
Griechenland verlangsamt Reformen, die sowieso nicht laufen.
Italien mit Spitzenzinsen.
Plusminus stellt "Zweitwährungsmodelle" vor.
ZEW mit stärkstem Einbruch seit x.
Geschwafel vom "Wachstumspaket"; auf Kredit, vesteht sich.
Richtiger Zoff beim G20.
BVG stärkt Bundestag.
Konträre Mehrheiten in BTag und BRat.
Junkers vor der Ablösung?
Schäuble als Eurogruppen-Chef?
EZB handelt derzeit nur "mäßig" und hält die "Raketenwerfer" für das große Finale bereit.

Kurz:
DAS ENDSPIEL IST ANGEPIFFEN.


Kopfgeschuettelt

21.06.2012, 08:32 Uhr

... und ein User im Handelsblatt-Forum schreibt:

"Realist in Panik, Short-Spekulation scheitert wiederholt an schlechtem Timing"

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