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07.06.2017

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt nach Berg- und Talfahrt leichter

Bevorstehende politische Entscheidungen haben bei den Dax-Anlegern am Mittwoch weiter für Zurückhaltung gesorgt. Der Leitindex schwächelte vor dem wichtigen „Super-Donnerstag“. Gute Nachrichten gab es für AKW-Betreiber.

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FrankfurtNach anfänglichen Verlusten und zwischenzeitlich deutlichen Gewinnen ging der deutsche Leitindex mit einem Minus von 0,1 Prozent aus dem Handel. Zuletzt notierte der Dax bei 12.672 Zählern.

Die Verluste aus dem frühen Handel wurden dank hoher Gewinne bei den Versorgern merklich eingedämmt. Das Bundesverfassungsgericht hatte am Morgen die Brennelemente-Steuer gekippt, woraufhin die Papiere von RWE und Eon kräftig angesprungen waren. Bis zuletzt hielten die hohen Kurszuwächse an.

Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 verlor zuletzt 0,1 Prozent. Die Vorzeichen der deutschen Indizes aus der zweiten Reihe blieben ebenfalls rot. So gab der MDax der mittelgroßen Unternehmen um 0,8 Prozent auf 25. 217 Punkte nach, der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,3 Prozent auf 2303 Punkte.

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Die EZB könnte am morgigen Donnerstag angesichts gefallener Energiepreise ihre Inflationsprognosen bis 2019 senken, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf mit der Sache vertraute Personen berichtete. Der Kurs des Euro geriet daraufhin unter Druck. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1229 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1258 (Montag: 1,1249) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8883 (0,8889) Euro.

Ansonsten schauen die Anleger bereits auf den „Super-Donnerstag“, weil dann eine Vielzahl möglicherweise marktbewegender politischer wie geldpolitischer Entscheidungen auf der Agenda steht. Dazu zählen neben Aussagen der EZB zur Geldpolitik vor allem die britischen Parlamentswahlen. Zudem könnte die geplante Anhörung des ehemaligen FBI-Chefs James Comey in den USA für weitere politische Turbulenzen Sorgen. Im Hintergrund schwelt auch die Katar-Krise weiter.

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Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Brennelemente-Steuer ließ die Aktien von RWE und Eon als beste Werte im Dax um jeweils mehr als fünf Prozent nach oben schnellen. Die von 2011 bis 2016 kassierte Abgabe ist nach Auffassung des Gerichts unvereinbar mit dem Grundgesetz. Damit können die Atomkonzerne auf Rückerstattung von insgesamt mehr als sechs Milliarden Euro hoffen.

Linde-Aktien verteuerten sich um 1,2 Prozent. Mit der Zustimmung des Aufsichtsrats sei eine entscheidende Hürde für die Fusion mit dem US-Industriegase-Hersteller Praxair genommen worden, hieß es. Die Bank sieht einen Zusammenschluss positiv.

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Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer baute seine Beteiligung an der Kunststofftochter Covestro weiter ab. Der Anteil sank von 53,3 Prozent auf 44,8 Prozent. Die Covestro-Aktien sackten im MDax um 4,6 Prozent ab. Noch schwächer waren in dem Index nur noch die Titel des Möbel- und Handelskonzerns Steinhoff, die nach der Vorlage von Halbjahreszahlen 5,9 Prozent einbüßten.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,09 Prozent am Vortag auf 0,08 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 142,14 Punkte. Der Bund Future zeigte mit plus 0,01 Prozent auf 162,84 Punkte nur wenig Veränderung.

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