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09.05.2012

18:00 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt nach Endspurt im Plus

Die Probleme in Europa sorgten heute für nervöse Börsen. Lange Zeit hielten sich die Anleger bedeckt und bremsten den Dax. Doch am Ende nahm der Leitindex wieder Fahrt auf und kämpfte sich ins Plus zurück.

Börse Frankfurt am Abend

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FrankfurtAm Ende reichte es dann doch noch zum Plus: Nach einem wechselreichen Handelstag nahm der Dax kurz vor Handelsschluss noch einmal Fahrt auf und beendete den Mittwoch 0,5 Prozent im Plus auf 6.475 Punkte. Der zweiten Reihe der Indizes gelang der Sprung ins Positive nur teilweise. Während der MDax um 0,3 Prozent steigen konnte auf 10.447 Punkte, schloss der TecDax 0,6 Prozent tiefer auf 768 Zähler.

Dass der Dax zu Handelsschluss noch einmal ins Positive zurückkehrte, lag vor allem an der attraktiven Einstiegsmöglichkeit. Angesichts guter Quartalsbilanzen, die einige deutschen börsennotierten Unternehmen heute vorlegten, schienen den Investoren die Aktienkurse günstig für Anschlusskäufe.

Doch insgesamt zeigte sich der Dax heute volatil und das hatte zwei Gründe. Zum einen lag es an den guten Quartalszahlen deutscher Konzern, zum anderen an den Euro-Sorgenkindern Griechenland und Spanien.

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Spanische Staatsanleihen gerieten wieder in eine Schieflage. Die Verzinsung der Anleihe überschritt die Marke von sechs Prozent. Außerdem will Insidern zufolge die spanische Regierung die Banken dazu bewegen, weitere 35 Milliarden Euro zur Absicherung von Risiken im Immobilienbereich zur Seite zu legen.

In Griechenland sorgten die schleppenden Koalitionsgespräche für Nervosität. Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, hat die Parteien in Athen, aufgrund der zu keinem Ergebnis führenden Koalitionsgespräche, schon vor einem Stopp der Hilfszahlungen gewarnt. "Die griechischen Parteien sollten bedenken, dass eine stabile Regierung, die sich an die Absprachen hält, Grundvoraussetzung für weitere Unterstützung der Eurozonen-Länder ist", sagte Schulz der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. FDP-Generalsekretär Patrick Döring sagte dem Blatt: "Wenn sich in Griechenland keine Regierung der Vernunft bildet, stehen die Chancen sehr schlecht, dass die Troika im Juni weitere Hilfen gewähren kann." Die Griechen hätten es selbst in der Hand.

Der Tag an den Märkten (Stand 18:00 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

"Griechenland ist ein Zombie-Staat"

Bereits gestern hatten die gescheiterten Regierungsverhandlungen der Konservativen in Griechenland für sinkende Kurse an den Börsen gesorgt. "Die Sorgen rund um das Thema Griechenland sind nicht vergessen.", sagte ein Händler.

Das nun an den radikalen Linken Alexis Tsipras übergebene Mandat zur Regierungsbildung sorgte ebenfalls nicht für eine Beruhigung. Im Gegenteil. Tsipras erklärte, dass die Zusagen seines Landes zum milliardenschweren Rettungspaket null und nichtig seien. "Griechenland ist momentan ein Zombie-Staat", sagte Rick Fier, Handelsmanager bei Conifer Securities. Es werde sehr schwierig für das Land, seine Schulden abzuzahlen - egal ob es in der Euro-Zone bliebe oder nicht.

Die Probleme in der Euro-Zone rund im Griechenland, Spanien und den anderen üblichen Verdächtigen machten vor dem Euro logischerweise nicht halt. Die Gemeinschaftswährung fiel am Abend um 0,4 Prozent auf 1,2952 Dollar. Im Gegensatz dazu stieg der Bund-Future auf 142,77 Euro und die Rendite auf zehnjährige Bundesanleihen lag bei kümmerlichen 1,518 Prozent.

Kommentare (44)

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Deutschlandadler

09.05.2012, 08:26 Uhr

Griechenland wird die EU binnen der nächsten 3 Monate verlassen (müssen) - 100%ig.

EU_EURO

09.05.2012, 09:23 Uhr

Aus dem Euro / aber nicht die EU!

Sodener

09.05.2012, 09:42 Uhr

Es sind alle schlechten News z.Zt. eingepreist, wenn nicht noch ein völlig unerwarteter Hammer kommt müßte sich der Dax eigentlich fangen - denke mittlerweile wäre ein Austritt der Griechen aus dem Euro eine Erleichterung und so werden es auch die Märkte sehen. Bankenverbindlichkeiten
in GR werden sowieso vom "Rettungsschirm" aufgefangen.

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