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05.05.2014

17:46 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt nach wilder Fahrt im Minus

Am Morgen stürzte der Dax heftig ab, weil Nachrichten aus China und der Ukraine die Stimmung drückten. Kurz vor Handelsschluss setzte ein Aufwärtstrend ein – der aber unter dem Strich nicht für ein Plus reichte.

DAX: Ukraine-Krise und China-Daten trüben Stimmung ein

Video: DAX: Ukraine-Krise und China-Daten trüben Stimmung ein

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FrankfurtDie neue Woche hat für den Dax zunächst mit einem heftigen Sturz nach unten begonnen - doch im Tagesverlauf machte der Aktienindex einen großen Teil des Verlusts wieder wett. Zum Handelsschluss stand schließlich ein Minus von 0,3 Prozent auf 9530 Punkte zu Buche. Auch der MDax verzeichnete einen Verlust von 0,6 Prozent auf 16.027 Zähler.

Lichtblick war der TecDax mit einem Gewinn von 0,2 Prozent auf 1230 Punkte. Die Börsianer sahen den weiter brodelnden Konflikt an der russischen Grenze als Grund für den anfänglichen Kurssturz. Bislang gebe es in der Ukraine keine Anzeichen einer Deeskalation, schrieb Markus Huber, Analyst beim Brokerhaus Peregrine & Black. Auch Christian Henke von IG Markets urteilte: „Das Säbelrasseln zwischen Kiew und Moskau geht weiter.“

In der Ukraine toben heftige Kämpfe, vor allem rund um die Separatisten-Hochburg Slawjansk und in Odessa am Schwarzen Meer. Aus Sicht von LBBW-Analyst Wolfgang Albrecht ähneln die Zustände in der Ukraine immer mehr einem Bürgerkrieg. Vor diesem Hintergrund und angesichts einer drohenden Verschärfung westlicher Sanktionen gegen Russland gaben die Leitindizes der Moskauer Börse jeweils etwa mehr als ein Prozent nach. Zudem schichteten einige Anleger ihr Geld in die „Anti-Krisenwährung“ Gold um. Der Preis des Edelmetalls stieg zwischenzeitlich um bis zu 1,2 Prozent auf ein Drei-Wochen-Hoch von 1315 Dollar je Feinunze.

Fundamental spreche momentan vieles dafür, dass Aktien eine Durststrecke bevorstehe, sagt Stratege Markus Reinwand von der Helaba. Die Ukraine-Krise habe die Stimmung getrübt, vor allem aber blieben die Unternehmensgewinne seit geraumer Zeit hinter den Erwartungen zurück. „Die alte Börsenregel ‚Sell in May and go away‘ könnte sich in diesem Jahr somit durchaus als sinnvoll erweisen.“

Tops und Flops im Dax 2014 (Stand: 02.05.)

1. Platz - Gewinner

Lufthansa

+ 17,3 Prozent)

2. Platz - Gewinner

Thyssen-Krupp

+ 16 Prozent

3. Platz - Gewinner

Heidelberg-Cement

+ 13,4 Prozent

4. Platz - Gewinner

Lanxess

+ 13,1 Prozent

5. Platz - Gewinner

K+S

+ 12,7 Prozent

5. Platz - Verlierer

Merck KGaA

-6,7 Prozent

4. Platz - Verlierer

SAP

-6,9 Prozent

3. Platz - Verlierer

Deutsche Bank

- 8,4 Prozent

2. Platz - Verlierer

Deutsche Börse

- 12,3 Prozent

1. Platz - Verlierer

Adidas

- 17 Prozent

Das sieht Tobias Basse von der NordLB anders: „Zur Zeit spielt das geopolitische Umfeld eine so große Rolle an der Börse - da würde ich lieber nicht auf einen Mai-Effekt wetten.“ Die Börsenweisheit könnte sich 2014 als Flop herausstellen, meint auch Sarah Brylewski von Ayondo Markets. „Denn eigentlich bedeutet ‚Sell in May‘ auch, dass man die bisher im Jahresverlauf angesammelten Gewinne über den Sommer hinweg ins Trockene bringt. Einziges Problem in diesem Jahr – beim Dax sind noch keine Gewinne aufgelaufen.“

Neben der Ukraine belasteten auch chinesische Konjunkturdaten die Märkte: Der Einkaufsmanager-Index von Markit und HSBC für die Industrie stieg im April zwar minimal um 0,1 Prozent auf 48,1 Punkte. Damit lag er weiter unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Anzeichen einer Erholung der chinesischen Konjunktur seien noch nicht in Sicht, sagte ein Händler. Aus der Euro-Zone kamen ebenfalls keine guten Nachrichten: Professionelle Börsenanleger bewerteten die Konjunktur in der Währungsunion erstmals in diesem Jahr schlechter. Das Barometer fiel im Mai um 1,3 auf 12,8 Punkte.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

05.05.2014, 10:02 Uhr

Wo ist denn unser Buffett aus Neukölln?

Meldet sich sicherlich erst wieder, wenn er wieder 200 Punkte mit dem Short Dax ETF vermelden kann.

Ich hätte mich so gerne persönlich von ihm verabschiedet.

Mir reicht es hier und ich bin dann mal weg.

Da hier ja heute fleissig zitiert wird, möchte ich gerne eins von William J. Bernstein und Alan Weiss anfügen:

“In einem Umfeld voller intelligenter, hart arbeitender und gut informierter Marktteilnehmer ist die klügste Handelsstrategie: gar nicht handeln.”

“I can always make another dollar, but I can never make another minute.”

Alles Gute, schönes Leben noch & good-bye!

Account gelöscht!

05.05.2014, 12:53 Uhr

Redaktion von Lesern gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Account gelöscht!

05.05.2014, 14:07 Uhr

Die 9400er Marke sollte den Test bestehen sonst geht es ruckzuck noch weitere 50-100 Punkte runter.

Meine Short-Position auf BMW macht heute auch richtig Freude.

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