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21.12.2016

17:49 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt nahezu unverändert

Vor den Feiertagen schwinden die Kräfte. Kein Wunder, ging es im starken Dezember bereits acht Prozent rauf für den Dax. Nach einem Jahreshoch am Morgen herrscht Windstille, gerade einmal vier Punkte ging es heute rauf.

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FrankfurtSteter Tropfen höhlt den Stein, das wussten schon die alten Römer. Und auch an der Frankfurter Börse zeigt sich der Erfolg mühseliger Kleinarbeit. Anleger hieven den Dax von Jahreshoch zu Jahreshoch, auch wenn der Handel noch so schwunglos daherkommt. Am heutigen Mittwoch reichten schon wenige Punkte für eine neue Bestmarke am Morgen von 11.479 Punkten. Das war es dann aber auch. Seitdem dümpelte der Dax durch einen zähen Handel, am Ende ging er mit 11.468 Punkten quasi unverändert in den Feierabend, gerade mal vier Punkte fester als am Vortag.

Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,3 Prozent auf 3269 Punkte. Für die großen Sprünge fehlen die Kräfte. Denn im Dezember hat das wichtigste Börsenbarometer der Bundesrepublik bisher fast acht Prozent zugelegt – eine wahre Jahresendrally. Die Hoffnungen auf die Wall Street erfüllten sich nicht. Der Dow-Jones-Index scheiterte an der Rekordmarke von 20.000 Punkten.

Aktien: Bei Dax-Anlegern dominiert die Skepsis für 2017

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Premium Bei Dax-Anlegern dominiert die Skepsis für 2017

Von Euphorie keine Spur: Dem Jahreshoch zum Trotz billigen 5.000 befragte Kleinanleger und Profis dem Dax für 2017 kein Potenzial zu. Die Furcht vor steigenden Zinsen überwiegt.

„Solche geraden Zahlen haben immer eine magische Anziehungskraft“, sagte ein Händler. Der Weltleitindex lief mit 19.960 Punkten minimal leichter. Seit nun einer Woche bleibt der Flirt ergebnislos. Den US-Anlegern geht die Puste aus, dauert ihre Rally doch schon länger als die in Europa. Während Dow und Dax jeden Schwung vermissen ließen, passierte die zweite Reihe einen Meilenstein. Der MDax sprang 0,6 Prozent auf ein frisches Allzeithoch von 22.081 Punkten.

Bei knapp acht Dax-Prozent in drei Wochen ist es kaum verwunderlich, dass die vergangenen Tage Bewegung vermissen ließen. Und dennoch kletterte der Frankfurter Platzhirsch in kleinen Schritten immer weiter rauf. Es scheint fast so, als ob die Anleger nur darauf gewartet hätten. Genau das taten sie wahrscheinlich auch. Bisher galt dieses schwierige Jahr 2016 als verlorenes Börsenjahr für deutsche und europäische Aktien. Das änderte sich mit dem letzten Monat des Jahres. Während der Euro-Stoxx-50 stärkere Verluste aufzuholen hatte und nur knapp über dem Niveau vom Vorjahr liegt, kommt der Dax dank des späten Gipfelsturms auf eine Jahresperformance von 6,7 Prozent. Ende November noch hatte lief der deutsche Leitindex knapp ein Prozent schwächer als zum Jahreswechsel.

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Im November glänzen vor allem Öl- und Banktitel. Die Aussicht auf lockere Regeln unter US-Präsident Trump und ein Ölpreis-Sprung locken Käufer. Das Papier eines Solarkonzerns geht in die Knie, die Airbus-Aktie steigt.

Den Startschuss für die Rally zum Jahresausklang gab Mario Draghi. Die Europäische Zentralbank beschloss auf ihrer Ratssitzung in der zweiten Dezemberwoche eine Verlängerung des billionenschweren Anleihekaufprogramms. Mit der ultralockeren Geldpolitik versuchen die Währungshüter Konjunktur und Inflation anzuheizen, das billige Notenbankgeld landet aber vorrangig an den Finanzmärkten, wo es die Kurse von Aktien in die Höhe treibt.

Neben der Euro-Geldschwemme war es dann die mächtigste Notenbank der Welt, die die Kurse weiter befeuerte. Zwar entschied sich die US-amerikanische Fed zur Monatsmitte die Zinsen zum ersten Mal seit einem Jahr wieder anzuheben – was Börsianer nicht gerne sehen –, doch der danach fallende Euro wog den Effekt auf, befeuert seine Abwertung doch die europäischen und heimischen Exporte.

Zudem scheint das Vertrauen in die Konjunktur der weltgrößten Volkswirtschaft groß genug zu sein, dass die Anleger eine Anhebung der Leitzinsen für gerechtfertigt halten. Immerhin hatte die mir großer Vorsicht agierende Fed eine Straffung ihres Kurses trotz solider Zahlen aus der Wirtschaft mehrmals verschoben, aus Sorge, Turbulenzen auf den Finanzmärkten könnten die fragile Realwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

21.12.2016, 15:08 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

TRAUTMANN

Danke

Account gelöscht!

21.12.2016, 15:50 Uhr

"Herr Josemin Hawel"
"Und immer nur geht alles gegen Merkel. Ich finde, dass Handelsblatt sollte etwas gegen krude Propaganda und auch Textmüll wie den von Hoffmann unternehmen."

Das ist ja wohl unerhört.
Da gibt man sich täglich von morgens bis abends die Mühe jeden Artikel,aber auch wirklich jeden zu kommentieren, und zu vielen Themen der Artikel habe ich wirklich keine Ahnung, dann wird man auch noch beschimpft.
Dabei kläre ich die Leute doch nur über Putin und Trump auf, zwei echte Kerle.
Wo wir mit unserem sprechenden Hosenanzug hingekommen sind sieht man ja wohl aktuell.
Danke

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