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17.12.2014

17:39 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt ohne große Sprünge

Rubel-Verfall, niedrige Inflation: Die Nachrichtenlage drückte die Stimmung der Anleger – und ließ den Leitindex kaum von der Stelle rücken. Nun blicken alle Börsianer gespannt auf die Ratssitzung der US-Notenbank Fed.

Börse am Mittag

Rubelkrise: Banken sind vorsichtig

Börse am Mittag: Rubelkrise: Banken sind vorsichtig

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FrankfurtIm Sog der bedrückenden Nachrichtenlage ist der Leitindex am Mittwoch zeitweise ins Minus gerutscht – bis er von von der guten Eröffnung der Wall Street profitieren konnte. Am Abend ging er schließlich kaum verändert bei einem Miniminus von 0,2 Prozent auf 9544 Punkte aus dem Handel. In der zweiten Reihe sah es ähnlich aus: Der MDax notierte gewann 0,1 Prozent auf 16.382 Stellen, der TecDax 0,5 Prozent auf 1316 auf Zähler.

Trotzdem: „Die Lage in Russland ist höchst beunruhigend“, sagte ein Börsianer. Anleger müssten sich auf weitere Schockwellen an den Finanzmärkten gefasst machen. Anlagestratege Cristian Maggio von TD Securities warnte wegen der anhaltenden Ölpreis-Schwäche und nach der jüngsten Zinserhöhung vor einer deutlichen Rezession in Russland. Er rechne daher mit einer Herabstufung der Bonität des Landes. Parallel dazu kündigte der Index-Anbieter MSCI an, russische Werte aus seinen Schwellenländer-Indizes auszuschließen, sollte das Land im Kampf gegen den Rubel-Verfall Kapitalverkehrskontrollen einführen.

Die russische Wirtschaft leidet unter den westlichen Sanktionen wegen der Rolle der Moskauer Regierung in der Ukraine-Krise. Außerdem brechen dem Land die Einnahmen aus den Erdöl-Exporten wett. Wegen des weltweiten Überangebots ist der Ölpreis seit Sommer um etwa die Hälfte gefallen. Die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee kostete am Mittwoch zeitweise 59,10 Dollar je Barrel (159 Liter) und lag damit nur etwa einen halben Dollar über ihrem Fünfeinhalb-Jahres-Tief vom Vortag.

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Quelle

„Aktien für Dummies“, Autoren: Christine Bortenlänger und Ulrich Kirstein. ISBN: 978-3-527-71018-8

Mit Spannung warteten Investoren zudem auf die Ergebnisse der Ratssitzung der US-Notenbank. Entscheidend sei ob Fed-Chefin Janet Yellen erneut davon sprechen werde, dass die Zinsen für einen „längeren Zeitraum“ niedrig bleiben, betonte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black. Mit einer veränderten Formulierung würde sie die Finanzmärkte auf eine Straffung der Geldpolitik einstimmen. Hierauf setzte die Mehrheit der Devisen-Anleger.

Die Verbraucherpreise in den USA sind im November wegen billigeren Benzins so kräftig gefallen wie seit fast sechs Jahren nicht mehr. Sie gaben um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat nach, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang um 0,1 Prozent erwartet. Im Oktober waren die Preise noch stabil geblieben.

Für Gesprächsstoff sorgte außerdem die erste Runde der Präsidentenwahl in Griechenland. Sollten sich die Abgeordneten in den bis Ende Dezember geplanten drei Wahlgängen nicht auf einen Kandidaten einigen, muss das Parlament neu gewählt werden.

Umfragen zufolge kann die oppositionelle Partei Syriza, die gegen den Sparkurs der aktuellen Regierung ist, bei einer Parlamentswahl mit einem Sieg rechnen. Der Athener Leitindex stieg am Mittwoch zwar um 2,6 Prozent, lag damit aber immer noch knapp 20 Prozent unter dem Niveau kurz vor Ankündigung der vorgezogenen Präsidentenwahl.

Kommentare (4)

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Rocco Siffredi

17.12.2014, 08:52 Uhr

Auch heute kann der Dax wieder steigen oder fallen. Wahrscheinlich steigt er einmal mehr als das er fällt.

Ich bin seit den 1970er Jahren an der Börse und es war noch nie anders.

Erst gehts heute morgen runter und dann gibt es das Nachmittagshochkaufen (ja, Edi, ist so) pünktlich zur FED.

Alle, die den Dax bei 5.000 Punkten sehen, sollten mal dringend zum Arzt gehen.

Herr Stefan Riegel

17.12.2014, 11:02 Uhr

zu dumm, dass er schon wieder dümmpelt...

Herr Edgar Cayce

17.12.2014, 15:55 Uhr

Nanu, was ist los? Die Trolle heute keinen Ausgang, Herr Siffredi?

Schon erstaunlich der heutige Handelstag ist davon dominiert, ob ein FED Statement die Worte "for a considerable time" beinhaltet oder nicht.

Alles andere ist egal. Ohne FED und beim bloßen Blick auf Russland und Griechenland dürfte der Dax heute bereits einige hundert Punkte tieferstehen.

Aber so wird es wahrscheinlich doch noch ein Weihnachtsmärchen für viele Anleger, wenn Frau Yellen das Richtige sagt.

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