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12.11.2015

17:48 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt rund 130 Punkte tiefer

Die Dax-Anleger hatten am Donnerstag keine Lust, Aktien zu kaufen. Selbst die Rede Draghis vor dem Europaparlament brachte kaum Verbesserung. Für große Enttäuschung sorgte dagegen RWE.

Börse am Abend

Berichtssaison hält Anleger auf Trab

Börse am Abend: Berichtssaison hält Anleger auf Trab

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FrankfurtDie Dax-Anleger haben sich am Donnerstag zurückgehalten. Der Index schloss am späten Nachmittag 1,2 Prozent tiefer bei 10.783 Punkten. Die 11.000-Punkte-Marke rückt somit wieder in die Ferne. Da nützte es auch wenig, dass der EZB-Chef Mario Draghi vor dem Europaparlament seine Absicht weiter bekräftigt hat, notfalls die Geldpolitik der Notenbank weiter auszuweiten.

Die schwärzesten Tage des Dax: 1989-2001

Was zeichnet einen Crash aus?

Eindeutige Kriterien für einen Crash gibt es nicht - außer Panik, hohe Umsätze und hohe Verluste. Beim bislang größten Börsenkrach der Nachkriegszeit am 19. Oktober 1987, als Spekulationen auf Zinserhöhungen den Dow-Jones-Index an der Wall Street um 23 Prozent einbrechen ließ, gab es den Dax noch nicht. Er wurde erst am 1. Juli 1988 erstmals berechnet. Die höchsten Verluste des Dax seither:

16. Oktober 1989

Der Dax fällt um rund 13 Prozent und folgt damit der Wall Street, wo Finanzierungs-Schwierigkeiten bei einem Unternehmensverkauf einen Ausverkauf auslösten.

19. August 1991

Ein später gescheiterten Putsch gegen den damaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow drückt den Dax um gut neun Prozent ins Minus.

28. Oktober 1997

Im Sog der Asienkrise sackt der Dax im Handelsverlauf um bis zu 13 Prozent ab und schließt mit 3567 Punkten acht Prozent niedriger.

1. Oktober 1998

Die Angst vor einem Flächenbrand im Bankenwesen nach der Schieflage eines Hedgefonds in den USA und einer Eskalation der Krisen in Asien, Japan, Lateinamerika und Russland drücken den Dax um acht Prozent ins Minus.

11. September 2001

Nach den Terroranschlägen in den USA fällt der Dax um neun Prozent.

Besonders schwere Einbußen verzeichneten die RWE-Aktien. Der Energiekonzern legte am Morgen seinen Quartalsbericht vor. Und der fiel erneut schlecht aus. Der betriebliche Gewinn fiel um neun Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Die sinkenden Strompreise in Deutschland belasten das Ergebnis. RWE verdient immer weniger mit seinen Großkraftwerken. Die Anleger schmissen die Aktien aus ihren Depots. Mit einem Minus von 9,6 Prozent ging die RWE-Aktie als größter Verlierer aus dem Handel.

Gewonnen haben dagegen die Aktien von Siemens. Mit einem Plus von 1,9 Prozent standen sie an der Spitze des Dax. Die Aussicht auf moderate Zuwächse im neuen Geschäftsjahr 2015/2016 hat die Anleger überzeugt.

Auch die Papiere von Merck haben mit einem Plus von 1,5 Prozent deutlich zugelegt. Das Pharmaunternehmen profitiert von steigender Nachfrage in der Forschung - und hebte nach dem Abschluss des dritten Quartals prompt seine Jahresziele an.

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