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31.01.2014

18:43 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt schwachen Januar im Minus

Nach Währungsturbulenzen fürchten Anleger eine tiefere Krise in den Schwellenländern. Europaweit gaben die Kurse nach, der Dax büßte zeitweise zwei Prozent ein. Am Ende konnte er das Minus aber etwas wettmachen.

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FrankfurtEin Großteil der Anleger hat am Freitag aus Angst vor einer möglichen Krise in den Schwellenländern die Finger von Aktien gelassen. Zwischenzeitlich kam es dadurch zu Jahrestiefstständen bei Dax und EuroStoxx. Neben den Turbulenzen bei den Schwellenländer-Devisen verunsicherten eine weiter sinkende Inflation in der Euro-Zone und enttäuschende Einzelhandelszahlen für das Weihnachtsgeschäft die Märkte.

Zeitweise betrug das Minus des deutschen Leitindex über zwei Prozent. Doch nach Beginn einer schwachen Wall Street, die im Laufe des Handels erstarkte, kletterte der Dax langsam aus den tiefen Verlustzone und setzte kurz vor Schluss an, die 9300-Punkte-Marke zu erreichen.

So schloss der Dax den Freitagshandel letztlich bei 9306 Punkten, was einem Minus von 0,7 Prozent entspricht. Auf Monatssicht verlor der Dax damit fast drei Prozent, womit der Januar den schwächste Jahresstart seit 2010 hinlegte. Der MDax notierte 0,5 Prozent schwächer bei 16.205 Punkten, der TexDax legte 0,1 Prozent zu auf 1221 Zähler, der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,4 Prozent auf 3013 Punkte. Auch die Wall Street lief am Nachmittag schwach, doch mit ihrer Eröffnung schien sich der Dax langsam zu fangen - das Minus ging etwas zurück.

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Auslöser für die Turbulenzen waren die Schwellenländer. Diese erleben derzeit einen massiven Kapitalabfluss, weil die Straffung der US-Geldpolitik Investitionen in Amerika - aufgrund höherer Zinsen - wieder attraktiver macht. Viele Währungen in den aufstrebenden Ländern sind daher zuletzt in einen Abwertungsstrudel geraten. Obwohl sich die Devisenmärkte etwas beruhigten, wollte kaum einer über das Wochenende Risiken eingehen.

Zudem hätten sich die Börsen seit Monaten sehr gut entwickelt, berichtete ein Händler. Jetzt erfüllten etliche Unternehmensergebnisse aber nicht die hohen Erwartungen der Investoren. „In dieser Situation nehmen dann viele ihre Gewinne erst einmal mit.“

Doch trotz der jüngsten Turbulenzen wollen viele Analysten das Aktienjahr 2014 noch lang nicht verloren geben. „Mittelfristig ist der Aufwärtstrend noch immer intakt“, sagte Ed Smyth, Stratege bei JNF Capital. Auch Jörg Rahn von Marcard, Stein & Co geht davon aus, dass sich die Lage wieder beruhigen wird. Die konjunkturelle Dynamik in den USA und in Europa sei derzeit so hoch, dass sie nicht nur für die Industrieländer, sondern auch für die Schwellenländer Stabilität über eine erhöhte Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen bringen dürfte, erklärt der Experte.

Der Kurstrend nach unten verschärfte sich am Mittag, nachdem Daten für die Eurozone eine überraschend geringe Teuerung im Januar ausgewiesen hatten. Die Preise im Währungsraum sind im Januar um 0,7 Prozent gestiegen nach 0,8 Prozent im Dezember.

Die niedrige Inflation löste Sorgen vor einem Preisverfall auf breiter Front aus, der etwa Japan jahrelang ausbremste. „Das schreit nach Maßnahmen der EZB“, sagte ein Händler. Die Europäische Zentralbank entscheidet am Donnerstag über ihre weitere Geldpolitik.

Einen herben Rückschlag muss der deutsche Einzelhandel hinnehmen: Ausgerechnet im wichtigen Weihnachtsgeschäft sind ihre Umsätze kräftig gefallen. Im Dezember hatten sie 2,3 Prozent weniger in den Kassen als im Vormonat. „Einen stärkeren Rückgang gab es zuletzt im Januar 2009“, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Ökonomen hatten hier mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet.

Kommentare (49)

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PIMPO

31.01.2014, 07:35 Uhr

Dax Kursziel mittelfristig: 3200
Dax Kursziel nach Final Sell Off: 2300

Account gelöscht!

31.01.2014, 08:07 Uhr

Wenn Sie jetzt noch ein paar Hintergründe zu Ihrer Prognose liefern, könnte es was mit dem Austausch werden.

Sonst sage ich jetzt einfach Mal: Dax 20.000 irgendwann, egal warum.

Programmierer

31.01.2014, 08:09 Uhr

Jetzt startet ein neuer Bullenmarkt. Die 9450 haben wir gestern fast wie von mir prognostiziert nachbörslich geschafft und bis heute Abend gehts auf die 9500. Bis Ende Februar haben wir dann locker die 10000er-Hürde genommen und marschieren auf die 11000 bis Jahresende.

Solche tollen Einstiegskurse wie in den letzten Tagen wird es lange nicht mehr geben. Der Dax wird so bald nicht mehr unter die 9000 fallen. Die sind so hart wie Kruppstahl.

Dank der Notenbanken dieser Welt bleibt das Casino geöffnet und die Maschinen sind weiter auf UP UP UP programmiert.

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