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27.04.2015

18:02 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt über 12.000 Punkten

Nach einem verlustreichen Morgen haben die Anleger den Dax am Montag wieder auf Gewinnkurs geschickt. Grund dafür war ein Quäntchen Hoffnung auf eine Lösung im Griechenland-Streit. Der Index schließt mit dickem Plus.

Börse am Abend

Dax dreht anfängliche Tauchfahrt: Wieder über 12.000 Punkten

Börse am Abend: Dax dreht anfängliche Tauchfahrt: Wieder über 12.000 Punkten

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FrankfurtAuf dem Frankfurter Börsenparkett regierten am Montag wieder die Bullen. Nach anfänglichen Verlusten am Morgen schöpften die Anleger neue Zuversicht: Der Dax kletterte ins Plus und legte am Tagesende 1,9 Prozent auf 12.039 Punkte zu. Zuletzt lag der Schlusskurs am 15. April über der 12.000-Punkte-Marke.

Grund für den Optimismus war die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Griechenland-Krise. Genährt wurden die Spekulationen Börsianern zufolge von einem Bericht in der Online-Ausgabe der „Bild”-Zeitung. Dem zufolge will die Athener Regierung ihren europäischen Geldgebern mit neuen Reform-Vorschlägen entgegenkommen, um die drohende Staatspleite abzuwenden. Dazu gebe Ministerpräsident Alexis Tsipras sogar Wahlversprechen auf.

Eine neue Athener Personalie gibt es auch: Der stellvertretende Außenminister Euclid Tsakalotokalotos soll fortan die Verhandlungen mit den Geldgebern führen, sagten griechische Regierungsvertreter. Der an der englischen Elite-Universität Oxford ausgebildete Ökonom gilt als umgänglicher als Finanzminister Yanis Varoufakis, der zuletzt bei den Verhandlungen mit seinen Amtskollegen aus der Euro-Zone in Riga isoliert dastand und mit leeren Händen nach Hause zurückkehrte.

Fakten rund um den Dax

Die Anfänge

Der Dax führt den Index der „Börsen-Zeitung” fort. Basis der Indexberechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Die historische Zeitreihe reicht bis 1959 zurück.

Wer ist gelistet?

Im Dax sind die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse enthalten.

Wie wird der Dax berechnet?

Der Index wird sekündlich auf Basis der Xetra-Kurse von 9.00 bis 17.30 Uhr berechnet und ist ein Performance-Index. Damit unterscheidet er sich vom Dow-Jones-Index für die US-Standardwerte, in dem die Aktien nicht gewichtet sind.

Wonach werden die Aktien gewichtet?

Das Gewicht einer Aktie bemisst sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung der im Index enthaltenen Werte.

Was entscheidet über die Aufnahme in den Dax?

Wichtigstes Kriterium für die Dax-Aufnahme sind der Wert des Unternehmens an der Börse (Marktkapitalisierung) und der Börsenumsatz. Jeweils zu Monatsbeginn erstellt die Börse nach diesen Kriterien eine Rangliste, die dem Arbeitskreis Aktienindizes als Entscheidungsgrundlage bei der Überprüfung des Index dient. Daneben werden unter anderem auch der Streubesitz oder die Sektorenzugehörigkeit berücksichtigt.

Wie beeinflussen Dividenden den Index?

Bei Dividenden- oder Bonuszahlungen wird die Indexberechnung um den Betrag der Barausschüttung korrigiert. Ähnliches gilt bei Kapitalmaßnahmen.

Wer bestimmt über den Dax?

Die Zusammensetzung des Dax wird einmal jährlich im September vom Arbeitskreis Aktienindizes überprüft. Diesem gehören die Deutsche Börse und Banken aus dem In- und Ausland an. Der Arbeitskreis tagt aber vier Mal im Jahr: im März, Juni, September und Dezember.

Unter den Einzelwerten sorgten gleich zwei Aktien für Furore unter den Börsianern: Deutsche Bank und HSBC. Beide Finanzhäuser wollen sich strategisch neu orientieren. So schließt die Deutsche Bank einen Verkauf der Postbank an einen Konkurrenten statt eines Börsengangs nicht aus. Die geplante Rückkehr an die Börse bis Ende 2016 sei aber nach derzeitiger Einschätzung „der sicherste Weg”, sagte der für den Umbau des Instituts zuständige Vorstand Stefan Krause am Montag vor Analysten. Die Anleger nahmen die Nachricht mit Skepsis auf: „So grandios ist das nicht, was die Deutsche Bank da angekündigt hat. Einige hatten sich noch drastischere Einschnitte erhofft, wie die Abspaltung des gesamten Privatkundengeschäfts”, sagte ein Händler. Die Deutsche-Bank-Aktie gehört mit einem Minus von 4,6 Prozent zu den Schlusslichtern im Dax und war der einzige Minuswert am Abend.

Ganz anders bei der britischen HSBC: Auch sie plant, sich von der britischen Privatkunden-Sparte zu trennen - schreibt die „Sunday Times”. Die Bank macht einen Großteil ihrer Geschäfte in China. Die HSBC-Anleger finden die Nachricht aber offenbar gut. Die stand am Ende des Tages rund drei Prozent im Plus.

Kommentare (2)

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Herr walter rehm

27.04.2015, 07:47 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Frau Handelsblatt Redaktion

27.04.2015, 09:13 Uhr

Leider ist es in den vergangenen Wochen unter diesem Artikelformat vermehrt zu unsachlichen und beleidigenden Kommentaren gekommen. Dadurch war keine themenbezogene Diskussion mehr möglich. Aus diesem Grunde wird die Kommentarfunktion bis auf Weiteres deaktiviert. Ein Kommentieren ist somit vorläufig nicht mehr möglich. Wir bitten um Ihr Verständnis.

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