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07.05.2014

17:42 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt über 9500 Punkten

Der Dax konnte sich am Abend von sein morgendlichen Verlusten erholen und schloss im Plus. Auslöser des Anstieges waren laut Börsianern Berichte, die Hoffnungen auf eine politische Lösung des Ukraine-Konflikts schüren.

Börsianer beobachten in Frankfurt den Aktienmarkt. dpa

Börsianer beobachten in Frankfurt den Aktienmarkt.

FrankfurtPositiv aufgenommene Umbaupläne von Siemens und das Gewinnplus bei Henkel verliehen dem Dax am Mittwoch Rückenwind. Zudem lösten laut Börsianern Medienberichte Hoffnungen auf eine politische Lösung des Ukraine-Konflikts aus. Der deutsche Leitindex schloss am Mittwoch 0,6 Prozent fester auf 9521 Punkten. Noch am Morgen stimmte die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der Ukraine-Krise Anleger vorsichtig.

Der MDax legte zur Wochenmitte 0,3 Prozent auf 16.041 Punkte zu. Für den TecDax ging es um 0,5 Prozent abwärts auf 1226 Punkte. Der EuroStoxx 50 stieg um 0,3 Prozent.

Tops und Flops im Dax 2014 (Stand: 02.05.)

1. Platz - Gewinner

Lufthansa

+ 17,3 Prozent)

2. Platz - Gewinner

Thyssen-Krupp

+ 16 Prozent

3. Platz - Gewinner

Heidelberg-Cement

+ 13,4 Prozent

4. Platz - Gewinner

Lanxess

+ 13,1 Prozent

5. Platz - Gewinner

K+S

+ 12,7 Prozent

5. Platz - Verlierer

Merck KGaA

-6,7 Prozent

4. Platz - Verlierer

SAP

-6,9 Prozent

3. Platz - Verlierer

Deutsche Bank

- 8,4 Prozent

2. Platz - Verlierer

Deutsche Börse

- 12,3 Prozent

1. Platz - Verlierer

Adidas

- 17 Prozent

Am Donnerstag soll laut Medienberichten in Moskau ein informelles Treffen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und Führungspersönlichkeiten mehrerer anderer ehemaliger Sowjetrepubliken zur Lage in der Ukraine stattfinden. Das, so sagte Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black, zwinge nun so manche Anleger, die auf weiter fallende Kurse gesetzt hätten, ihre Verluste rasch zu begrenzen und sich mit leer verkauften Papieren wieder einzudecken. „Daher steigt der Dax so deutlich.“

Währenddessen erwartet die US-Notenbank Fed für „geraume Zeit“ niedrige Zinsen. Die US-Konjunktur werde zwar besser, doch sei die Lage am Arbeitsmarkt alles andere als zufriedenstellend, sagte Fed-Chefin Janet Yellen am Mittwoch in Washington. Auch liege die Inflation immer noch unter der Zielmarke der Notenbank. Yellen bekräftigte damit ihre bisherigen Andeutungen, dass die Fed zunächst keine Absicht hat, die Kurzfrist-Zinsraten zu erhöhen. Diese liegen seit Dezember 2008 nahe Null.

Die Berichtssaison setzte sich am Mittwoch mit den Quartalsbilanzen von fünf weiteren Dax-Konzernen sowie zahlreiche Unternehmen aus der zweiten Reihe nahezu ungebremst fort. Beim Konsumgüterkonzern Henkel machte sich die Ukraine-Krise bemerkbar. Beim Umsatz ließ der Hersteller von Pritt und Persil im ersten Quartal Federn, weil unter anderem der Verfall des Rubel zu einem Rückgang der Erlöse führte. Insgesamt startete Henkel allerdings mit Gewinnzuwächsen ins Jahr und bekräftigte seine Jahresprognose für 2014. Die Aktien lagen mit einem Plus von 5,3 Prozent an der Dax-Spitze.

Deutlich zulegen konnten auch Siemens, die sich rund 2,3 Prozent verteuerten. Die Titel profitierten von den Umbauplänen von Konzernchef Joe Kaeser. Um Siemens profitabler zu machen, will dieser das Unternehmen stärker auf Energietechnik und Industrieautomatisierung ausrichten. „Die einzelnen Maßnahmen sind keine Überraschung, kommen in der Summe aber gut an“, sagte ein Händler. Auch die Zahlen sähen gar nicht so schlecht aus, wenn man die Sonderaufwendungen herausrechne. Der operative Gewinn blieb mit 1,57 Milliarden Euro hinter den Schätzungen der Analysten zurück, da Siemens wegen des verzögerten Baus einer Starkstromleitung in Kanada 310 Millionen Euro Sonderlasten verbuchte.

Guter Jahresstart, gute Prognosen

Ukraine-Krise schadet Henkel nicht

Guter Jahresstart, gute Prognosen: Ukraine-Krise schadet Henkel nicht

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Schwache Konjunkturdaten kamen aus China am. Der von HSBC Holdings Plc und Markit Economics ermittelte Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor des Landes hatte im April von 51,9 auf 51,4 nachgegeben. Damit mehrten sich die Warnsignale aus dem Reich der Mitte. Ein entsprechender Index für das verarbeitende Gewerbe war am Montag mit 48,1 hinter der Erwartung von 48,4 zurückgeblieben.

Hinzu kamen enttäuschende Zahlen aus Deutschland und Frankreich. Die deutschen Industrieaufträge für März verfehlten mit einem Minus von 2,8 Prozent im Monatsvergleich die Prognosen ebenso wie die französische Industrieproduktion mit 0,7 Prozent Minus. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten mit jeweils 0,3 Prozent Zuwachs gerechnet.

Kommentare (7)

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07.05.2014, 09:14 Uhr

Sell in May and go away!!!!

Account gelöscht!

07.05.2014, 14:03 Uhr

Ich glaube, Kommer nennt so etwas in seinem Buch "Finanzpornografie", was hier teilweise im Forum und auf den Seiten des Betreibers publiziert wird.

Account gelöscht!

07.05.2014, 15:22 Uhr

13 von 24 Kommentare zensiert und weitere 13 Kommentare total gelöscht.

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