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17.06.2014

17:48 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt über 9900 Punkte

Der Dax schließt im Plus. Vor dem Hintergrund der Krisen im Irak und der Ukraine eine starke Leistung. Nun blicken Anleger auf die Fed. Die Notenbank gibt morgen die Ergebnisse ihrer geldpolitischen Sitzung bekannt.

Schwacher ZEW-Index bremst den Dax aus

Video: Schwacher ZEW-Index bremst den Dax aus

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FrankfurtTrotz einer geringen Handelsbeteiligung schließt der Dax über der 9900-Punkte-Marke. Am Ende geht der Leitindex mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 9920 Punkten aus dem Handel. Am Vormittag sah es noch so aus, als ob der Dax sogar wieder über die 10.000 Punkte steigen würde. Die Anleger ließen sich von den Krisenherden im Irak und der Ukraine nicht beirren. Selbst ein schwacher ZEW-Konjunkturerwartungsindex für Deutschland ließ die Aktionäre kalt. Erst schwache Daten aus den USA drehten die Stimmung in Frankfurt.

Die anziehende Inflation in den Vereinigten Staaten lässt Spielraum für Spekulationen zur nahenden Zinssitzung der Federal Reserve. Im Fokus steht dabei neben dem Leitzins die monatlichen Anleihekäufe der Notenbank. Von ihnen hängt ein großer Teil der derzeit vorhandenen Liquidität ab.

Die zweite deutsche Börsenliga musste ebenfalls Einbußen hinnehmen, hielt sich im Vergleich aber stabiler. Der MDax legte 0,6 Prozent zu auf 16.932 Punkte. Der TecDax gewann 1,3 Prozent hinzu auf 1313 Zähler.

Der Euro verlor gegenüber dem Dollar nach Veröffentlichung der Inflationsdaten in den USA an Wert. Am Abend wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,3543 Dollar bewertet, was ein Minus von 0,2 Prozent bedeutete.

Insgesamt bewegen sich die Umsätze an den Börse am Dienstag auf sehr niedrigem Niveau, da viele Investoren wegen der Krisen in der Ukraine und Irak, sowie der angesprochenen Zinssitzung der Fed kein Risiko eingehen wollen. Chefin Janet Yellen wird die Beschlüsse am Mittwochabend vor der Presse erläutern. Die Fed werde voraussichtlich die erneute Reduzierung der monatlichen Wertpapierkäufe auf 35 von derzeit 45 Milliarden Dollar ankündigen, erwarten Analysten. Allerdings erhofften sich viele Anleger auch Hinweise auf Umfang und Zeitpunkt einer weiteren geldpolitischen Straffung.

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Der ZEW-Konjunkturerwartungsindex, der um 11:00 Uhr veröffentlicht wurde, fiel überraschend von 33,1 auf 29,8 Punkte im Mai. Das ist der niedrigste Stand seit Dezember 2012. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 35 Zähler gerechnet.

„Zwar läuft die deutsche Konjunktur derzeit sehr gut, doch die Luft nach oben wird dünner“, sagte ZEW-Präsident Clemens Fuest. Das Wachstum dürfte sich im zweiten Quartal abschwächen, nachdem es zu Jahresbeginn auch wegen des milden Winters zu einem kräftigen Plus von 0,8 Prozent gereicht hatte.

Kommentare (16)

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17.06.2014, 09:31 Uhr

Ja, ja da sass unsere Mutti beim Spiel gegen das Peripherieland auf der Tribüne. Brot und Spiele und noch etwas Opium fürs Volk damit niemand merkt, was wir die EZB da so alles machen lassen.

Tote in der Ukraine? Krieg im Irak? Abschlachtung in Afrika? Egal, Deutschland hat 4-0 gewonnen und der Dax steht bei 10.000 Punkten. Das ist alles, was zählt.

Account gelöscht!

17.06.2014, 09:32 Uhr

Es ist doch völlig klar, Deutsche Elf mit Traumstart...USA mit Sieg...da können die Märkte doch nur nach oben gehen ;)

Account gelöscht!

17.06.2014, 11:38 Uhr

"Dax lässt sich von ZEW-Index nicht beirren"

Auch hieran kann man recht gut ablesen, dass der Notenbank Effekt viel stärker als die gegenwärtigen Risiken wirkt. Die Märkte sind - gemessen an der Lage - extrem ruhig. Dass Erwartungen enttäuscht werden könnten - damit rechnet heute niemand. *g*

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