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11.02.2015

17:43 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt unentschlossen

Heute wird über die Zukunft zweier Länder entschieden: In Brüssel steht Griechenlands finanzielle, in Minsk Ukraines politische Zukunft zur Debatte. Die Verhandlungen lähmen den Dax. Die Anleger gehen lieber in Deckung.

Grexit? - EU-Sondergipfel verunsichert den Dax

Video: Grexit? - EU-Sondergipfel verunsichert den Dax

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FrankfurtWie geht es mit Griechenland weiter? Diese Frage ist nicht neu aber eine Antwort darauf ist bisher nicht in Sicht. An den Börsen gieren die Anleger daher nach jeder noch so kleinen Meldung bezüglich der Schuldendebatte des kriselnden Landes. Doch die waren am Mittwoch Mangelware. Der Dax kam daher kaum auf Touren. Bis zum Nachmittag pendelt der Dax im kleinen Minusbereich knapp unter seinem Vortagskurs. Am Ende schloss er bei 10.752 Punkten kaum verändert.

Neben Griechenland beeinflusst auch die Ukraine-Krise die Anlageentscheidung der Investoren. In diesem Spannungsfeld sind Kursausschläge nach oben und nach unter jederzeit möglich. Mit jedem Tag, an dem sich das Griechenland-Drama zuspitzt, steigt die Versuchung, Gewinne einzustreichen. Andererseits können positive Nachrichten auf die Aktienkurse wieder nach oben treiben. „Sollte es eine positive Nachricht aus Brüssel oder aus Minsk geben, kann der Dax ganz schnell wieder auf Rekordkurs gehen“, sagte ein Händler.

Wovor sich Anleger hüten sollten

Falsche Sicherheit

Fühlen sie sich nicht zu sicher - denn dieses Gefühl kommt immer vor bösen Überraschungen.

Rendite ohne Risiko

Es gibt keine Rendite ohne Risiko. Was man dagegen oft bekommt: Risiko ohne Rendite.

Zocken mit dem Sparschwein

Ersparnisse aus 35 Jahren harter Arbeit in eine Geldanlage zu stecken, die man nur 15 Minuten analysiert hat - böser Fehler.

Ungeduld

Hin und her macht Taschen leer: Hibbelige Finger sind der schnellste Weg, sein Geld zu verbrennen.

Halbwissen

Finger weg von Investments, die man nicht versteht. Der Test: Können Sie das Investment einem Schüler der vierten Klasse erklären?

Übersteigertes Selbstbewusstsein

Zu viel Selbstsicherheit hat noch nie gut getan. Wer meint, alle Gewinne beruhten auf Können, alle Verluste aber seien Pech, ist auf der falschen Fährte.

Daytrading

Man hat keine Chance gegen den Zufall und Super-Computer, die innerhalb von Millisekunden mehr Entscheidungen treffen als ein Anleger in einem ganzen Leben.

Crashpropheten

Hören Sie besser nicht auf Menschen, die ständig vor dem Untergang warnen. Es soll Leute geben, die 128 der letzen zwei Crashs richtig vorhergesagt haben...

Heute treffen sich im ukrainischen Minsk Kanzlerin Angela Merkel, der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, der russische Präsident Wladimir Putin und Frankreichs Präsident, Francois Hollande, um ein Abkommen über den Waffenstillstand zwischen den Parteien zu vereinbaren. Beobachter werten das Treffen als „letzte Chance“ auf eine Einigung. Ein russischer Diplomat schätzt im Vorfeld der Verhandlung die Chance auf den Abschluss eines Ukraine-Abkommens bei etwa 70 Prozent.

Hauptthema für die Finanzmärkte am Mittwoch ist allerdings das Sondertreffen der EU-Finanzminister in Brüssel sein. „Man darf zudem sehr gespannt sein, was die griechische Administration heute auf dem außerplanmäßigen Treffen der Finanzminister der Eurogruppe präsentieren wird“, merkten die Volkswirte der Nationalbank in Essen in einer Einschätzung an. „Mit dem Stückwerk aus den vergangenen Tagen wird sie jedenfalls nicht weiter kommen.“

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Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis äußerte sich indes im „Stern“ zur griechischen Schuldendebatte. Seiner Meinung nach können die griechischen Schulden nicht in naher Zukunft zurückgezahlt werden.

„Wenn eine Schuld nicht mehr beglichen werden kann, dann führt das zu einem Schuldenschnitt. Dafür könne man sich „alle möglichen Namen ausdenken“.

Die Investoren ziehen sich in der Zwischenzeit immer weiter aus den griechischen Aktienmärkten zurück. Besonders betroffen sind die Finanzwerte. Der Bankenindex des Landes sank heute um fünf Prozent. Der Athener Leitindex rutschte vier Prozent ins Minus.

Die griechischen Banken können bei einer Schieflage in diesem Jahr auch nicht auf Hilfen anderer europäischer Geldhäuser zählen. „Für alles, was bis 31.12. läuft, ist die griechische Abwicklungsbehörde zuständig“, sagte BaFin-Chefin Elke König, die ab März die neue europäische Behörde für die Abwicklung maroder Geldhäuser leitet. „Bis 1. Januar 2016 ist das ein nationales Thema.“

Kommentare (70)

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11.02.2015, 08:24 Uhr

Mein Optimismus ist ungebrochen.

Es gibt zu Aktien keine Alternative.

Diese ganzen Unken hier haben keine Ahnung und sind frustriert da der Zug von der 5.000 bis zur 11.000 ohne sie abgefahren ist.

Mein Erfolgsdepot ist prall gefüllt und mir macht es einfach Spaß für den Aktienkauf zu werben,es gibt keine Alternativen.

Gestern habe ich mir mit Cola den Bauch vollgemacht.Wunderbar diese Zahlen,denn Coca Cola habe ich natürlich auch in meinem Depot.

Augen auf beim Aktienkauf,die big player kann man immer kaufen.

Also nicht zaudern sondern jede Delle nach unten zum Kauf nutzen,dann werdet ihr so entspannt wie ich,müsst nichts mehr machen außer darüber zu schreiben.

Account gelöscht!

11.02.2015, 08:43 Uhr

@Bauer Sie meinen wirklich man kann jetzt noch einsteigen,bei 10700/800 ?
Ist die Gefahr des Verlustes nicht sehr groß?
Leider antwortet mir deltaone nicht mehr!

Account gelöscht!

11.02.2015, 08:43 Uhr

so ein Quatsch; wer bei diesen Ständen noch gross einsteigt ist nicht ganz dicht. Es sei denn er ist institutioneller Anleger der mal eben 3 Stellige Millesummen hin und her schiebt; aber der normale Private? Also bitte. Der ganze Quatsch steht so hoch weil die gar nicht wissen wohin mit dem ungedeckten Papiergeld bzw. weil investiert werden muss; aber mit gesunden Menschenverstand ....

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