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16.04.2015

17:31 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt unter 12.000 Punkten

Die Dax-Anleger haben sich am Donnerstag für Kasse machen entschieden und schickten den Leitindex auf Talfahrt. Am Ende büßte er rund 1,9 Prozent ein. Sorgen um Griechenland drosselten die Kauflaune der Anleger.

Börse am Abend

Dax fällt - Ist das bereits die Korrektur?

Börse am Abend: Dax fällt - Ist das bereits die Korrektur?

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FrankfurtNach der Sitzung der Europäischen Zentralbank vom Vortag und zahlreichen Unternehmensberichten stand am heutigen Donnerstag vergleichsweise wenig auf der Börsen-Agenda. Der Dax eröffnete im Minus und begab sich rasch auf Talfahrt, die zum Börsenschluss in einem Tiefstand von 11.998 Punkten mündete. Am Ende verbuchte der Index ein Minus von 1,9 Prozent.

Aktienmarkt-Experte Gregor Kuhn vom Brokerhaus IG Markets warnte allerdings davor, die Rücksetzer überzubewerten. Sie seien angesichts der Kursrally der vergangenen Monate überfällig. Der deutsche Leitindex hatte im ersten Quartal 22 Prozent zugelegt und damit den stärksten Jahresauftakt seiner Geschichte verbucht.

Auch Forex-Capital-Markets-Analyst Jens Klatt warnt davor, zu viel in die kurzfristig sinkenden Kurse zu interpretieren. „Was wir aktuell zu sehen bekommen ist nur ein gesundes Luftholen”, schreibt er in seinem Kommentar. Die Marktteilnehmer lechzten nach den umfangreichen expansiven Maßnahmen der Europäischen Zentralbank nach immer mehr frischer Liquidität. „Wenn diese dann nicht kommt, kommt schnell Frust auf und Gewinnmitnahmen setzen ein.”

Und während sonstige Nachrichten eher rar sind, macht sich auf dem Parkett erneut die alte Angst vor einem Grexit breit. Die Spekulationen um den Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone wurden Börsianern zufolge von Äußerungen des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble vom Vortag angefacht. Dieser rechnet nicht mit einer schnellen Lösung im Schuldenstreit zwischen Griechenland und seinen Gläubigern. Eine Einigung ist aber die Voraussetzung für neue Hilfskredite. Hinzu kam ein Bericht der „Financial Times”, wonach die Regierung in Athen beim Internationalen Währungsfonds (IWF) vergeblich um den Aufschub für die Rückzahlung einer Kreditrate gebeten hat.

So sparen die Deutschen

Der Durchschnitt

Ich spare regelmäßig: 64 Prozent
gelegentlich: 26 Prozent
gar nicht: 9 Prozent
keine Angabe: 1 Prozent
Quelle: Forsa-Umfrage „Sparerkompass 2015“

Nach Geschlecht

Regelmäßige Sparer:

Männer: 65 Prozent
Frauen: 62 Prozent

Gelegentliche Sparer:
Männer: 22 Prozent
Frauen: 30 Prozent

Nicht-Sparer:
Männer: 11 Prozent
Frauen: 7 Prozent

Nach Alter

Regelmäßige Sparer:

18-29 Jahre: 63 Prozent
30-39 Jahre: 68 Prozent
40-49 Jahre: 62 Prozent
50-59 Jahre: 62 Prozent
60-69 Jahre: 65 Prozent

Nach Familienstand

Regelmäßige Sparer:
Mit einem Partner lebend: 68 Prozent
Allein lebend: 56 Prozent

Gelegentliche Sparer:
Mit einem Partner lebend: 24 Prozent
Allein lebend: 31 Prozent

Nicht-Sparer:
Mit einem Partner lebend: 8 Prozent
Allein lebend: 11 Prozent

Nach Erwerbstätigkeit

Regelmäßige Sparer:
Erwerbstätig: 68 Prozent
Arbeiter: 66 Prozent
Angestellte: 71 Prozent
Beamte: 69 Prozent
Selbständig: 74 Prozent
Nicht erwerbstätig: 57 Prozent
Hausfrau: 65 Prozent
Rentner: 73 Prozent
Schüler/Student: 42 Prozent
Arbeitslos: 16 Prozent

Nach Ortsgröße

Regelmäßige Sparer:
Unter 20.000 Einwohner: 67 Prozent
20.000 bis 100.000 Einwohner: 64 Prozent
100.000 bis 500.000 Einwohner: 71 Prozent
500.000 Einwohner und mehr: 50 Prozent

Nach Bundesländern

Regelmäßige Sparer:
Berlin: 45 Prozent
Sachsen: 47 Prozent
Brandenburg: 53 Prozent
Niedersachsen: 53 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern: 56 Prozent
Hamburg: 61 Prozent
Schleswig-Holstein: 61 Prozent
Saarland: 65 Prozent
Sachsen-Anhalt: 66 Prozent
Baden-Württemberg: 66 Prozent
Hessen: 67 Prozent
Thüringen: 67 Prozent
Bremen: 68 Prozent
NRW: 68 Prozent
Rheinland-Pfalz: 68 Prozent
Bayern: 74 Prozent

Nach Summen

So viel spart der Durchschnittsdeutsche pro Monat:
Weniger als 50 Euro: 10 Prozent
50 bis unter 100 Euro: 22 Prozent
100 bis unter 200 Euro: 25 Prozent
200 bis unter 300 Euro: 15 Prozent
300 bis unter 400 Euro: 9 Prozent
400 bis unter 500 Euro: 5 Prozent
500 Euro und mehr: 10 Prozent

Parallel dazu setzte die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) die Bonitätsnote Griechenlands am Mittwoch auf „CCC+” von „B-” herunter. Die Wirtschaftslage verschlechtere sich wegen der schleppenden Verhandlungen mit den Geldgebern, begründeten die Experten ihre Entscheidung. Dadurch steige das Risiko eines Zahlungsausfalls. Vor diesem Hintergrund rutschte der Athener Leitindex um bis zu 1,6 Prozent und der griechische Bankenindex sogar um 5,7 Prozent ab.

Kommentare (10)

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Herr Tom Bauer

16.04.2015, 09:50 Uhr

Man bekommt das Gefühl nicht los, dass die Kurse angenzogen haben im Hinblick auf die Dividendenausschüttung im Frühjahr und jett dort verharren. Swiss re , allianz, Münchner Rück, BASF, K+S, E-on....
Man wird sehen ob und wie schnell der Dividendenabschlag wieder aufgeholt wird.
Sell in May?
Oder reinvestieren der Dividenden. It's a must!

Account gelöscht!

16.04.2015, 10:12 Uhr

Da hat wohl gleich mit dem Xetra-Start heute früh ein Asiate richtig Kasse gemacht. Das Ding (FDAX) ging bei super Volumen wie ein Stein runter.


LG an Frau Bloomberg und Herrn Reuters. Fragt die richtigen Leute, und ihr bekommt auch die richtigen Antworten.(...)

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich. 

Herr Paul Rimmele

16.04.2015, 12:28 Uhr

Grexit, warum nicht?
Wer profitiert denn von einem Verbleib der zu hoch verschuldeten Griechen?
Die Spekulanten, die Bankgster, das Großkapital, die Politkaste, die US-Amerikaner.
Wer soll das alles bezahlen und wie sollen zukünftige Lösungen aussehen?
Griechenland ist doch erst der Anfang; wenn hier kein Signal gesendet wird, dann
sieht es für Euripa als Wertegemeinschaft sehr schlecht aus.
Für den Deutschen Normalbürger wird die Situation unkalkulierbar.
Das artet in Weltkrieg III aus, nur mit anderen Mitteln und über einen sehr viel längeren und
nachhaltigeren Leidenszeitraum.

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