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05.06.2012

16:27 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt unter 6.000 Punkten

Der Dax kann sich abermals nicht über die 6.000er-Marke retten. Sorgen um Spanien beherrschen die Dax-Anleger. Vor allem die Aussagen des Finanzministers beunruhigen die Märkte. Das Land sei von Krediten abgeschnitten.

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Düsseldorf Trotz einer freundlichen Eröffnung hat der deutsche Aktienmarkt erneut die psychologisch wichtige Marke von 6.000 Punkten nicht bis zum Handelsschluss halten können. Der Dax schloss 0,2 Prozent tiefer bei 5.969 Punkten. Besser sah es in der zweiten Reihe aus: Der MDax legte 0,2 Prozent auf 9.733 Punkte zu, der TecDax gewann 0,4 Prozent auf 716 Zähler.

Während zum Handelsstart noch positive Vorgaben aus Übersee und hoffnungsvolle Signale von der anstehenden Telefonkonferenz der G7-Finanzminister den Markt gestützt hatten, nahmen die Sorgen um Spanien nach Äußerungen des spanischen Finanzministers wieder zu. Dieser hatte erstmals Probleme bei der Beschaffung von frischem Geld auf den Finanzmärkten offen eingeräumt. „Die Tür zu den Märkten steht uns derzeit nicht offen“, sagte Cristóbal Montoro dem Radiosender Onda Cero.

Er rief die EU-Institutionen eindringlich zum Handeln auf. „Die Zukunft des Euro steht auf dem Spiel.“ Der nächste Härtetest für Spanien dürfte am Donnerstag anstehen, wenn das Land neue Anleihen begeben will. Der Bund-Future kletterte in der Spitze auf 146,31 Punkte.

Der Tag an den Märkten (Stand 18:00 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

IBEX 35 Index (Spanien)

+ 2,4 Prozent

MIB (Italien)

+ 3,5 Prozent

ESTX Banken Index

+ 3,6 Prozent

Bund Future

144,41 Euro (- 0,9 Prozent)

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Silber

28,82 Dollar (+ 1,12 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Zunächst hatte die Ankündigung einer Telefonkonferenz der G7-Staaten und Notenbankchefs an den Märkten die Zuversicht genährt, dass ein gemeinsames Vorgehen gegen die Schuldenkrise und die abflauende Konjunktur möglich sei. Brüssel dämpfte jedoch die Erwartungen. Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte, die Europäer wollten über ihre Antworten auf die neu aufgeflammte Eurokrise berichten. Es handele sich aber um einen regelmäßigen Dialog. Nach seiner Einschätzung ist die Telefonkonferenz „kein Alarmtreffen“. Er räumte ein, dass auch die Probleme des spanischen Bankensektors angeschnitten werden sollen. Spaniens leidet unter den riesigen Kapitallöchern im Bankensystem, speziell bei der Großbank Bankia. Am Mittwoch trifft sich überdies die EZB zu einer turnusgemäßen geldpolitischen Sitzung.

Zudem belasteten negativen Konjunkturnachrichten aus dem Euroraum den Markt. Die Wirtschaftsstimmung im Mai war im Euroraum so schlecht wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Die Anleger seien hochnervös, erklärten Analysten. Denn in der Eurozone zeigen die Indikatoren für die Entwicklung in den Sektoren Dienstleistungen und Gewerbe im Mai eine deutlich rückläufige Tendenz. Ein Komposit-Index beider Sektoren, der auf Umfragen bei Einkaufsmanagern beruht, sank auf 46 Zähler nach 46,7 Punkten im April. Am 1. Juni hatte Markit eine Schätzung von 45,9 Punkten veröffentlicht. Werte unter 50 belegen eine rückläufige Tendenz - diese war den vierten Monat in Folge festzustellen.
Auch die enttäuschenden deutschen Wirtschaftsdaten konnten keine Impulse geben. Die Auftragseingänge der Industrie im April sind um 1,9 Prozent zurückgegangen, geschätzt wurde lediglich ein Rückgang um ein Prozent nach einem Anstieg um 3,2 Prozent im Vormonat.

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Für neuen Aufschwung sorgte hingegen der ISM-Index für das US-Dienstleistungsgewerbe. Dieser stieg im Mai auf 53,7 nach 53,5 Punkten. Analysten hatten im Schnitt einen unveränderten Wert erwartet. "Der ISM-Serviceindex kann sich verbessern und komfortabel im Expansionsbereich behaupten," urteilte Helaba-Analystin Viola Julien. Die Hoffnungen auf moderates Wachstum der US-Wirtschaft blieben damit erhalten, aufgrund der zuletzt schwächeren Konjunkturdaten mehrten sich allerdings die Befürchtungen, dass die wirtschaftliche Erholung der USA nicht an Dynamik gewinne.

Kommentare (50)

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nur_Mut

05.06.2012, 07:38 Uhr

Zum Einsteigen wird nicht geklingelt ;-), shorties - zieht euch diese Woche warm an!

Spacken

05.06.2012, 07:58 Uhr

wieso, die haben in den letzten 4 Wochen sich doch dumm und dämlich verdient. Warum sollte das jetzt enden?

Account gelöscht!

05.06.2012, 08:02 Uhr

Leute mach euch doch nix vor. Jetzt soll der DAX schon wegen einer Teko steigen? Also ne ehrlich. Die Zeichen stehen klar auf Sturm an den Finanzmärkten.

Also deckt euch endlich mit Short-Positionen ein und verdient endlich Geld. Warum immer die Verluste aushalten?

PS: Hamburg ist da, wo oben ist ;-)

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